Familien-Wochenende: Wie viel Technik bin ich?

Samstag, 24. September 2022, 10:00 - 17:00
Sonntag, 25. September 2022, 10:00 - 17:00
Alle Termine werden in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ / UTC+2) angegeben.
Ars Electronica Center
Preis: gültiges Museumsticket

Wo Mensch und Maschine symbiotisch miteinander verschmelzen, Assistenzsysteme und Hardware im Alltag unverzichtbar sind, wird Technologie zum zweiten Körper. Es geht längst nicht mehr nur um Unterstützung, sondern auch um Erweiterung unserer körperlichen Fähigkeiten, wenn Technik zu elektronisch-sensorischen Fühlern unserer Umwelt wird. Für manche Menschen ist es Lifestyle, für andere notwendiger Support. Von Exoskeletten und Prothetik bis zu Assistenz und Empowerment: wir wollen eine bessere Welt für alle!

 

Thementour: Wie viel Technik bin ich?

SA und SO um 15:00
Dauer 45 Minuten

Wissen Sie was ein Cyborg ist? Nein? Dann begleiten Sie uns bei der Thementour. Dabei erfahren Sie, wie Technologie als Erweiterung menschlicher Fähigkeiten betrachtet werden kann und wie sie in der Verschmelzung mit unserem Körper entweder hilfreich sein oder doch Schaden bringen kann?!

 

Open Workshop: Körperbau

SA und So
von 14:00 bis 17:00

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn wir Menschen uns Körperteile anderer Wesen bauen könnten? Ob wir mit einem Tentakel wohl besser Ballspielen könnten? Oder Flügel beim Radfahren hilfreich wären? Und wie würden wohl Fühler unter einer Mütze aussehen? In diesem Workshop ist Erfindergeist und Fantasie gefragt – mit Fäden können „fabelhafte“ Körperteile gebaut und mittels Zieh-Mechanismen überraschend in Bewegung gesetzt werden.

 

Vortrag: Gerhard Nussbaum 2nd Body

SA
von 14:00 bis 14:30 Uhr

Das stetige Upgrade des eigenen Körpers ist für viele Menschen ein großes Ziel. Fitnessstudio, Gehirnjogging oder Schönheitsoperationen gehören für viele Menschen bereits zum gelebten Lifestyle. Für Menschen mit Behinderungen sind Körpererweiterungen oder Körperersatzteile mehr als das, sie sind existentiell. Aber geht da technologisch noch mehr? Was kann Naturwissenschaft und Technik zur Körperoptimierung und -verbesserung beitragen? Ist der technisierte und gentechnisch verbesserte Supermensch noch Science-Fiction? Wird Bodyhacking der Hype der Zukunft?

 

LIFEtool – Computerunterstützte Kommunikation

SA
von 10:00 bis 17:00 Uhr

Technik kann helfen, aber nur dann, wenn sie sich dem Menschen und seinen individuellen Bedürfnissen anpasst. Und genau das macht das gemeinnützige Unternehmen LIFEtool aus Linz. Die Berater und Beraterinnen helfen, Kommunikationshilfen und alternative Bedienung für Computer und smarte Medien für Menschen mit Behinderung anzupassen.

LIFEtool bietet als gemeinnütziges Unternehmen Menschen mit Behinderung computerunterstützte Lösungen, die selbstbestimmte Kommunikation ermöglichen und beim Spielen, Lernen, Arbeiten sowie im täglichen Leben wirkungsvoll helfen.

Im Rahmen des AEC Familienwochenende stellen Geschäftsführer Mag. David Hofer und User Expierence Mitarbeiter Mario Marusic die neue E-Rollstuhl Simulationsapp WheelSim sowie die mundgesteuerte Computermaus IntegraMouse vor und laden die Besucher*innen zum Selbstausprobieren ein. Liam, ein Junge aus Offenhausen bei Wels, „spricht“ mit den Augen, weil er selbst nicht sprechen kann. Er zeigt den Besucher*innen, wie er seinen augengesteuerten Computer einsetzt, um mit Familie und Freund*innen zu kommunizieren.

 

Vorstellung Projekt Lormbot

Lormen ist eine Kommunikationstechnik, die auf der haptischen Wahrnehmung basiert. Für Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen ist es damit ein Weg sich mitzuteilen und auszutauschen. Es werden dabei Zeichen basierend auf dem Alphabet in die Hand des Gegenübers geschrieben. In Kooperation mit der Kunstuniversität und dem Creativ RoboticLab entwickelten Sofia Prinz und Bettina Fuchs das Konzept, diese Kommunikationstechnik mittels eines Kuka Roboters umzusetzen. Ziel des Projektes ist es, ein weiteres Beispiel von gelebter Inklusion aufzuzeigen.

 

Entwickler:
Sofia Prinz, BA Industrial Design
Bettina Fuchs, Sonderkindergartenpädagogin und Frühförderin, 3 JG. BA Industrial Design

Kooperationspartner:
Kunstuniversität Linz
Creativ Robotics Lab Linz – Johannes Braumann, Karl Singline
LormVerein Wien – Juliane Batthyany
KUKA Robotics