Lange Nacht der Forschung

Veranstaltung: Lange Nacht der Forschung
Datum: FR 22.4.2016, 17:00–23:00
Preis: Eintritt frei
Hinweis: Weitere Informationen unter www.langenachtderforschung.at

Das Ars Electronica Center beteiligt sich am größten Forschungsevent Österreichs mit speziellen Führungen und Präsentationen. Ein Programmpunkt dauert jeweils ca. 25 Minuten.

Deep Space

Wie komme ich von der Erde auf die Sonne und zurück nach Rom?

17:00, 18:30, 19:00, 21:00, 22:00, 22:30
Seit August 2015 bietet das Ars Electronica Center seinen BesucherInnen etwas, das es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. 16 mal 9 Meter Wand- und noch einmal 16 mal 9 Meter Bodenprojektion, Lasertracking und 3-D-Animationen haben den Deep Space schon bisher zu etwas ganz Besonderem gemacht. Das wird jetzt noch getoppt: Nach einer technischen Rundumerneuerung werden hier Bildwelten in 8K-Auflösung projiziert und auf ein völlig neues, ein noch nie dagewesenes Level gehoben! Full-HD und 4K, das war gestern. 8K ist angesagt, zumindest im neuen Deep Space des Ars Electronica Center. Ein Besuch im Deep Space 8K ist einzigartig, faszinierend, beeindruckend und überwältigend!

Wie verspielt ist die virtuelle Welt?

17:30, 21:30
Zwei 16 mal 9 Meter große Projektionen auf Wand und Boden, gespickt mit einer ausgeklügelten Personen-Ortung, machen den begehbaren Deep Space 8K zu einem einzigartigen Erlebnisraum. Das von Otto Naderer, Mitarbeiter des Ars Electronica Futurelab, für seine Masterarbeit konzipierte und stetig weiterentwickelte Lasertracking-System „Pharus“ hat StudentInnen der FH OÖ Campus Hagenberg und der Kunstuniversität Linz so sehr fasziniert, dass sie eigene Anwendungen für den Deep Space konstruiert haben. Sechs am Rand der Bodenfläche in Knöchelhöhe angebrachte Lasersensoren erfassen die Positionen der sich im Raum bewegenden Personen. Die Kombination aus der gleichzeitigen Auswertung der Messdaten und dem intelligenten Tracking ermöglicht es, mit diesem Set-up bis zu 30 Personen im Deep Space 8K zu registrieren.

Woran forscht das Ars Electronica Futurelab?

18:00, 20:00, 22:00
Seit Menschengedenken geht von der Zukunft eine große Faszination aus. Seit 1996 entwirft das Ars Electronica Futurelab Visionen für das Morgen und wirkt durch seine Forschungsprojekte aktiv an der Gestaltung der Nachwelt mit. Ein Team aus unterschiedlichen akademischen Welten arbeitet zusammen, um unsere gemeinsame Welt unter dem Blickwinkel und mit den Mitteln von Kunst und Technologie auszuleuchten. Bei der Langen Nacht der Forschung bekommen die BesucherInnen des Ars Electronica Centers einen Blick hinter die Kulissen des Forschungs- und Entwicklungslabors geboten. Bei dieser Gelegenheit erleben Sie die Faszination, die von einem Schwarm von einhundert beleuchteten Dronen ausgeht, die emporsteigen und choreografierte Figuren in den Nachthimmel zeichnen. „Drone 100“, so der Titel der Performance, ist aber nicht nur in künstlerischer Hinsicht ein Zukunftsmodell. Diese so genannten Spaxels könnten eines Tages auch Architekten ein 3-D- Modell für ihre Arbeit liefern.

Was hat Hollywood mit Anatomie zu tun?

19:30, 20:30
Der Blick in den menschlichen Körper eröffnete bislang eine recht unwirkliche Darstellung von Skelett, Organen oder Blutgefäßen. Selbst 3-D-Bilder aus CT und MRT lassen Schatten und genügend Tiefe vermissen. So blieben die für ChirurgInnen wirklich interessanten Informationen, wie über den Abstand zwischen Adern und Sehnen, im Verborgenen. Mit der Entwicklung des „Cinematic Rendering“ Verfahrens schlägt Siemens Health Care ein neues Kapitel in der realistischen Darstellung des lebendigen Vorbilds auf. Von Filmen wie „Herr der Ringe“ inspiriert, gelang es den ForscherInnen die Animationsleistung aus der Welt des Kinos in die der Medizin zu übertragen. Der Radiologe Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Fellner vom Kepler Universitätsklinikum zeigt Ihnen die einzigartigen neuen Möglichkeiten, die Anatomie des menschlichen Körpers im Deep Space 8K zu lehren.

Kurzführungen

Wie bringt man Kreativität in die Robotik?

17:00 (ab 18:00 Kunstuni), 19:00 (ab 20:00 Kunstuni)
Industrieroboter kennt man vor Allem aus der Automobilproduktion, wo sie tagein, tagaus dieselbe Tätigkeit verrichten. Das Roboterlabor der Kunstuniversität Linz erforscht nun in Zusammenarbeit mit der JKU, der Ars Electronica und KUKA, welch neue Möglichkeiten diese faszinierenden Maschinen für die Kreativindustrie bieten. Das Spannende an Roboterarmen ist, dass sie ähnlich der menschlichen Hand mit einer Vielzahl von Werkzeugen ausgestattet werden können. Für uns wird ein Roboter so zu einem „Open Interface“: Er dient als multifunktionale Schnittstelle zwischen dem Digitalen und dem Physischen, einmal als interaktive Installation, ein anderes Mal als neuartige Fertigungsmaschine. Somit entstehen nicht nur neue, kreative Ansätze, sondern auch Strategien zum Umgang mit Robotern, die den Weg zurück in die Industrie finden. Dieses Ziel wird von einem interdisziplinären Team bestehend aus VertreterInnen der Kunstuniversität Linz, dem Institut für Robotik der JKU, der Ars Electronica und dem Roboterhersteller KUKA, in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen, ForscherInnen und Industriepartnern verfolgt. Die Präsentation startet im Ars Electronica Center und führt Sie weiter in das unterirdische Roboterlabor der Kunstuniversität.

Was hat Kunst mit Wissenschaft zu tun?

17:30, 19:30, 21:30, Ausstellung „Elements of Art and Science“, Level 2
Die Ausstellung „Elements of Art and Science“ umfasst eine Reihe herausragender Arbeiten, die aufzeigen, mit welch vielfältigen Zugängen und Methoden KünstlerInnen sich mit dem Thema Wissenschaft auseinandersetzen. Durch die Verbindung von unterschiedlichen Fachgebieten werden alternative Perspektiven erschlossen und Ideen für neue Entwicklungen können entstehen. Die Verbindung von Kunst & Wissenschaft, Kunst & Technik ist nicht neu. Über lange Zeit waren sie untrennbar miteinander verbunden. Erst im 19. Jahrhundert trennte man sie. Die ständige Konfrontation mit Technologien in unserem modernen Alltag führt beide Begriffe wieder zueinander. Die Führung zeigt künstlerische Arbeiten, die sich ihre Inspiration in der Wissenschaft und ihren Technologien holen.

Ist „Sesam, öffne dich!“ (noch) ein sicheres Passwort?

18:00, 20:00, 22:00, Ausstellung „Außer Kontrolle“, Level -1
Tagtäglich benutzen wir Passwörter, zum Beispiel um Zugang zu unseren Fotos in der Cloud zu bekommen, um bei Amazon einzukaufen oder die neueste Musik aus dem iTunes Store herunterzuladen. Doch wenn wir zu kurze, schlechte Passwörter oder gar für alle unsere Zugänge das gleiche Passwort verwenden, dann droht uns Datenklau, Identitätsdiebstahl oder Schlimmeres!
Besuchen Sie im Ars Electronica Center das Department „Sichere Informationssysteme“ der FH OÖ, mit dem auch die Ausstellung „Außer Kontrolle – Was das Netz über dich weiß“ gestaltet wird, erleben Sie Spezialführungen durch die Ausstellung und testen Sie mit unserem Passwort-Check die Qualität von Passwörtern! Des Weiteren können Sie erfahren, wie man sich gute Passwörter erzeugen und dann auch merken kann und welche Alternativen es zur Authentifizierung mittels Passwort gibt (z. B. biometrische Methoden). Holen Sie sich Rat von unseren ExpertInnen und nehmen Sie praktische Tipps mit nach Hause!

Welches Bild hat ein Satellit von der Erde?

18:30, 20:30, 22:30, Ausstellung „Raumschiff Erde“, Level 1
Satelliten sind ständige Begleiter der Erde und liefern Bilder/ Daten über atmosphärische und geologische Veränderungen. Doch wozu eigentlich? Dient die Beobachtung dazu, die Erde als System besser managen zu können? Oder ist es ein weiteres Spionage-Instrument? Und sind die Bilder nicht einfach wunderschön? Erfahren Sie in der Führung durch die Ausstellung „Raumschiff Erde“ spannende und erschreckende Fakten zur Auswirkung menschlichen Handels auf unseren Planeten.

Präsentation

Im Foyer präsentiert die RISC Software GmbH an diesem Abend die Forschungsinitiative SEE-KID. Diese beschäftigt sich bereits seit mehr als 18 Jahren mit der Entwicklung eines Computerprogramms zur Simulation von Augenfehlstellungen (wie z.B. Schielen) und deren operativer Korrektur. Diese Software wird laufend weiterentwickelt und verbessert und wurde nun um die Modellierung des Gehirns erweitert. Nehmen Sie selbst das Gehirn des „virtuellen Patienten“ auseinander und entdecken Sie interaktiv die Areale der verschiedenen Klassifikationen!

Interview mit Martina Mara

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