Material Showcase

Im Material Showcase des MaterialLab präsentieren wir Ihnen eine aktuelle Bandbreite zukünftiger Materialien. Lassen Sie sich von den Werkstoffen der Zukunft inspirieren!

  • FluidSolids ist eine in der Schweiz entwickelte Technologie für die Herstellung von biologisch abbaubaren Verbundwerkstoffen, die dank der Verwendung von Reststoffen und Abfällen die Umwelt nur minimal belasten.
  • Piñatex von Ananas Anam ist ein natürliches, nicht gewebtes Material aus Ananasblattfasern, das als Alternative zu Leder und Textilien auf Erdölbasis verwendet werden kann.
  • Fruitleather Rotterdam entwickelte ein neues, umweltfreundliches Verfahren, bei dem übrig gebliebene Früchte in ein langlebiges, lederähnliches Material umgewandelt werden, aus dem in Zukunft Schuhe, Handtaschen und andere Produkte produziert werden können.
  • MOGU Home ist eine Produktlinie, die elastische Bodenbeläge, Wärmedämmplatten, schallabsorbierende Module, dekorative Fliesen und Holzwerkstoffe umfasst. Als Bindemittel werden ausschließlich Myzelien, die fadenförmigen Zellen eines Pilzes, verwendet.
  • MOGU Leather ist eine Alternative zu traditionellem Leder, die aus Pilzmyzel hergestellt wird. Es kann in relativ kurzer Zeit und ressourcenschonend produziert werden.
  • Needle Probes von Irene Posch passt Werkzeuge für die Handarbeit an die Bedürfnisse der textilen Elektronik an und ermöglicht so die kreative Erweiterung des Bereichs.
  • Blood Related des Studios Basse Stittgen untersucht die Möglichkeiten von Blut als Werkstoff. Die daraus gefertigten Objekte sind zu 100 % aus Blut und ohne Zusatzstoffe hergestellt und entfalten eine Dynamik zwischen der symbolischen Bedeutung des Blutes und seinen Eigenschaften als Material.
  • The Meat Factory von Shahar Livne ist eine Reihe von Materialexperimenten, die eine Dissonanz zwischen natürlicher und industrieller Produktion schafft. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Bioleder aus Abfallstoffen der Fleischindustrie und der Verwendung von Blut als Farbstoff und Weichmacher.
  • Visual Invisibility beschäftigt sich mit der Ästhetik der Molekulartechnologie, in der biologische Strukturen zum Leuchten gebracht werden. Verschiedene Textilien wurden mit der additiven NanoimprintTechnologie behandelt, die es ermöglicht, eine Oberfläche mit speziellen Funktionalitäten zu versehen, um die wechselnden lichtreflektierenden Effekte zu erzeugen. (Sara Kickmayer (AT); Fashion & Technology, Kunstuniversität Linz. In Zusammenarbeit mit der PROFACTOR GmbH)
  • Für diesen Bierhefekombucha wurden zelluloseproduzierende Bakterien beim Fermentationsprozess einer Banane gewonnen und als Ausgangsbasis verwendet. In der Schwarztee-Zuckerlösung wird Bierhefe als Nahrungsergänzung verwendet. Bierhefekombucha ist etwas heller als normaler Kombucha und lässt sich gut färben. (Miriam Eichinger (AT); F&T, Kunstuniversiät Linz)
  • Inspiration für das Materialexperiment Visible Strength war der Tintenfisch. Der Prototyp kombiniert farbwechselnde Stoffe mit Muskelsensoren zu einem hautähnlichen Material, das in der Lage ist, seine Farbe oder sein Muster durch Muskelaktivität beliebig zu verändern. (Lisa Stohn (DE), Jhu-Ting, Yang (TW), part of the Artificial Skins and Bones project, STARTS prize winner 2016)
  • Das Projekt Metamaterial Devices hat physische Objekte geschaffen, die aus vielen kleinen Zellen bestehen, die sich wie eine Maschine gemeinsam koordiniert bewegen können und eine mechanische Funktion erfüllen. Diese ist vollständig durch die Mikrostruktur des Materials definiert. So wird das Material zur Maschine. (Alexandra Ion (AT), Patrick Baudisch (DE), This work was done at the Hasso Plattner Institute, University of Potsdam (DE))
  • Im Rahmen des Projekts second skin experimentiert der Künstler mit biobasiertem Kunststoff, um Kleidung zu entwerfen, die von der menschlichen Haut inspiriert ist. Biokunststoff wird aus den nachwachsenden Rohstoffen Glyzerin, Wasser, Agar und Gelatine hergestellt. (Aaron Keller, FAT, Kunstuniversität Linz)
  • Die heutigen Kleidungsstücke werden massenhaft hergestellt und sind nicht auf die Körperform, die Bedürfnisse und den Komfort der TrägerInnen zugeschnitten. Active Textile Tailoring ist ein System für Strickwaren, das sich selbst an den Körper des Menschen anpasst. (Self-Assembly Lab, MIT + Ministry of Supply + Hills Inc, + Mechanosynthesis Group, MIT + Iowa State U.)
  • Eigene Wearables produzieren? Das Wearic Smart Textiles Kit ist das weltweit erste Do-it-yourself-Paket mit Textilsensoren: Es enthält Sensoren für Druck, Nässe, Hitze sowie Push-Buttons und LEDs, die beliebig kombiniert werden können.
  • RE_Sampling erforscht den Prozess der Zelluloseherstellung durch Bakterien als Möglichkeit, um Garn direkt im Labor und nicht mehr landwirtschaftlich zu produzieren. Dadurch könnte in Zukunft der Verbrauch von landwirtschaftlicher Fläche, Wasser und Pestiziden verringert werden. (Miriam Eichinger (Künstlerin), Forschung im Rahmen von „In the Lab: Processing Fashion Fashion & Technology“ an der Kunstuniversität Linz)
  • Bieten uns biologischen Abbauprozesse die Möglichkeit, Design und Material künftig in anderen Dimensionen zu denken? Eher provisorisch und unbeständig, als perfektioniert und endgültig? Diesen Fragen nähert sich das Projekt Design by Decay, Decay by Design, indem durch die Auswahl und Kombination unterschiedlicher biologischer Zersetzungsprozesse Artefakte hergestellt wurden. (Andrea Ling (Künstlerin), Ginkgo Bioworks + Faber Futures (kuratorisches Team, wissenschaftliche Berater*innen))

Das Material Showcase wird von DG CONNECT der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Horizon 2020 der Europäischen Union unter den Regional STARTS Centers des Programms S+T+ARTS mitfinanziert.