Der Planet B beginnt im eigenen Haus

Ars Electronica ist jetzt Klimabündnispartner

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Ars Electronica Blog: Der Energiewender
Klimabündnis Oberösterreich

(Linz, 16.12.2022) Seit 28. November 2022 ist Ars Electronica offiziell Mitglied des größten Klimaschutz-Netzwerks Europas. Die Partnerschaft unterstreicht den Anspruch und Auftrag des Unternehmens, seine Klimabilanz in den kommenden Jahren weiter zu verbessern.

Das Wichtigste im Überblick

  • Klimabündnis-Partnerschaft seit 28.11.2022
  • Green Event: Ars Electronica Festival 2022
  • Klimaschutzmaßnahmen im Unternehmen und Energieeinsparungen im Ars Electronica Center
  • Klimaschutz-Strategie und freiwillige Selbstverpflichtung für die Zukunft

Seit der Gründung im Jahre 1979 ist Ars Electronica an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft aktiv. Als Arbeitgeberin für mehr als 200 Mitarbeiter*innen, als Betreiberin eines Museums der Zukunft, eines Festivals, eines Forschungslabors und als Dienstleisterin für internationale Unternehmen hat die Ars Electronica Linz GmbH & Co KG einen Wirkungsradius, der weit über das Linzer Stadtgebiet hinausreicht. Dementsprechend wichtig, wenngleich herausfordernd ist es, den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens so klein wie möglich zu halten.

Wesentliche Schritte in diese Richtung wurden bereits gesetzt, viele weitere sollen und werden folgen. Von genau dieser Selbstverpflichtung wiederum leitet sich ab, dass sich die Ars Electronica fortan offiziell „Klimabündnis-Partner“ nennen darf. „Die Partnerschaft mit dem Klimabündnis soll ein motivierendes, öffentliches Zeichen sein, dass sich Ars Electronica auf den Weg gemacht hat, die gesetzten Klimaziele anzustreben und möglichst rasch zu erreichen“, heißt es im ersten Klima-Check, den das Klimabündnis erstellt hat.

Inhaltliche Auseinandersetzung
Im Mittelpunkt der inhaltlichen Auseinandersetzung von Ars Electronica stehen die großen Fragen des 21. Jahrhunderts – im Kern geht es um die Entwicklung einer ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Gesellschaft. Ob im Museum der Zukunft (aktuell mit der Ausstellung „There is no Planet B“ zur Energiewende und der interaktiven Applikation „Welcome to Planet B“ im Deep Space 8K zum Kampf gegen die Klimakatastrophe), in Gestalt des Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft (2022 drehte sich alles um das Thema „Welcome to Planet B“) oder Dienstleistungen der Ars Electronica Solutions (im Rahmen von Workshops werden Unternehmen in Sachen Sustainability beraten) – gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus aller Welt werden zukunftsträchtige Lösungsansätze skizziert, im Rahmen von Konferenzen, Ausstellungen, Workshops und Führungen wird der Diskurs mit einer breiten Öffentlichkeit angestoßen.

Bisherige Klimaschutzanstrengungen
Umwelt- und Klimaschutz prägen zunehmend auch das Unternehmen selbst. Von der Ausstellungsarchitektur über Catering und Merchandising bis zur IT-Ausstattung der Teammitglieder – wo immer möglich, setzt das Ars Electronica Festival auf Kreislaufwirtschaft und Müllvermeidung bzw. Wiederverwendung. Die Festivalausgabe 2022 erhielt das Label Green Event. Durch die konsequente Digitalisierung interner Abläufe konnte der Papierverbrauch quer durch das Unternehmen substanziell gesenkt werden. Bei innereuropäischen Dienstreisen (innerhalb eines Radius von 800 km) wird die Bahn als Verkehrsmittel bevorzugt – die Nutzung anderer (klimaschädlicherer) Verkehrsmittel bedarf der expliziten Begründung und Genehmigung. Im Rahmen von Kooperationen – etwa mit der LINZ AG oder dem Klimaticket – wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch unsere Mitarbeiter*innen als auch Besucher*innen gefördert. Große Erfolge wurden auch hinsichtlich des Stromverbrauchs im Ars Electronica Center erzielt: Von 2018 bis 2022 konnte der Verbrauch von 1,63 auf (voraussichtlich) 1,21 Mio. kWh pro Jahr reduziert werden.

Auftrag für die Zukunft
Mit der Klimabündnispartnerschaft werden die bisherigen Anstrengungen des Unternehmens verstärkt. Die konsequente Optimierung der Gebäude- und Gerätetechnik soll den Energiebedarf weiter verringern. Ebenso wird die Digitalisierung der internen Prozesse weiter vorangetrieben. Um nachhaltige Investitionen tätigen zu können, sollen verstärkt Fördertöpfe im Bereich Klimaschutz angesprochen werden. Und nicht zuletzt wird der „Öko-Leitfaden“ der Stadt Linz umgesetzt – Ziel der 2022 im Linzer Gemeinderat beschlossenen Resolution ist eine ökosoziale Beschaffung. Eingebettet ist all das in die Entwicklung einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie, die zu jeder Zeit von Kommunikationsmaßnahmen begleitet wird, um das Klimaschutzbewusstsein der Besucher*innen und Mitarbeiter*innen weiter zu fördern.

Ein breites Bündnis fürs Klima
Das Klimabündnis ist das größte kommunale Klimaschutz-Netzwerk Europas. Herzstück ist eine globale Partnerschaft zwischen Gemeinden, Institutionen und Betrieben in Europa und indigenen Organisationen im Amazonas-Gebiet. Gemeinsames Ziel ist der Einsatz für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und einen nachhaltigen Lebensstil. Das gemeinsame Motto dabei lautet „Global denken, lokal handeln.“

Statements

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Generation. Das große Netzwerk an Klimabündnis-Betrieben in Oberösterreich unterstreicht eindrücklich, wie groß das Bewusstsein für den Klimaschutz in den oberösterreichischen Unternehmen ist. Im Kampf gegen die von Menschen verursachte Klimakrise brauchen wir Verbündete auf allen Ebenen. Es freut mich besonders, dass Ars Electronica nun Teil des Klimabündnis-Netzwerkes ist und der Klimaschutz dadurch einen noch höheren Stellenwert in der digitalen Transformation in Oberösterreich bekommt.“
Stefan Kaineder, Umwelt- und Klima-Landesrat

„Dass Ars Electronica nun als erste große Kunst- und Kultureinrichtung im Lande Klimabündnisbetrieb ist, freut mich sehr. Es ist Ausdruck einer Nachhaltigkeitsphilosophie, die die Stadt Linz und ihre Unternehmensgruppe seit langem prägt und die konsequent umgesetzt wird.“
Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind auch und vor allem kulturelle Werte. Seit Jahren zählen sie deshalb zu den Kernthemen von Ars Electronica – sie stehen im Mittelpunkt ihrer Ausstellungen, Konferenzen, Workshops und Führungen. Die Partnerschaft mit dem Klimabündnis ist der nächste, logische Schritt auf diesem Weg und bringt die künftigen Ambitionen in Sachen Klimaschutz zum Ausdruck.“
Doris Lang-Mayerhofer, Kulturstadträtin und Beiratsvorsitzende von Ars Electronica

„Als Vorstandmitglied des Klimabündnis Europa und des Klimabündnis OÖ freut es mich natürlich ganz besonders, dass die Ars Electronica als städtisches Unternehmen und Museum nun ein Mitglied im größten Klimaschutz-Netzwerk Europas ist. Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen, dass sie hier einmal mehr als Vorbild vorangehen!“
Eva Schobesberger, Klimastadträtin

„Für die stattfindende Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft sind im Besonderen Kunst und Kultur wichtige Indikatoren und Experimentierfelder: Sie machen neugierig auf andere Perspektiven und bieten neue, auch emotionale Zugänge zum Klimaschutz. Wir freuen uns daher sehr über die bereits bestehende und zukünftig noch vertiefende Zusammenarbeit mit der Ars Electronica im Sinne einer positiven Zukunftsgestaltung.“
Norbert Rainer, Geschäftsführer Klimabündnis OÖ

„Klimaschutz ist für uns eine Frage der Haltung. Darüber hinaus stellt der effiziente Einsatz von Ressourcen aber auch einen wesentlichen ökonomischen Hebel dar – vor allem, weil wir aufgrund unseres inhaltlichen und technologischen Fokus ja ein energieintensives Unternehmen sind. Diese Herausforderung ist gleichzeitig eine Chance, die wir als Klimabündnispartner in Zukunft noch konsequenter als bisher ausschöpfen werden.“
Markus Jandl, Kaufmännischer Geschäftsführer Ars Electronica

„Ressourcenverbrauch und Klimaschutz sind brennende Fragen unserer Zeit und Zukunft und wenig überraschend auch immer häufiger Dreh- und Angelpunkt künstlerischer Projekte. Solche Arbeiten bestmöglich zu präsentieren und vermitteln kann sich nicht länger in einem protzigen ‚höher – schneller – weiter‘ erschöpfen, sondern erfordert neue, kreative Ansätze, die wir als international führende Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft zu entwickeln und anzubieten haben.“
Gerfried Stocker, Künstlerischer Geschäftsführer Ars Electronica

http://www.flickr.com/photos/arselectronica/52566942860/
Gruppenfoto mit Markus Jandl (Kaufmännischer Geschäftsführer Ars Electronica), Norbert Rainer (Geschäftsführer Klimabündnis OÖ), Doris Lang-Mayerhofer (Kulturstadträtin und Beiratsvorsitzende von Ars Electronica), Klaus Luger (Bürgermeister der Stadt Linz), Stefan Kaineder (Umwelt- und Klima-Landesrat), Gerfried Stocker (Künstlerischer Geschäftsführer Ars Electronica) / Foto: vog.photo / Printversion

http://www.flickr.com/photos/arselectronica/51170159966/
Fassade Ars Electronica Center / Foto: Robert Bauernhansl / Printversion