Satellite Collections

Jenny Odell, 2009-2011

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You can see from pole to pole and across oceans and continents and you can watch it turn and
there’s no strings holding it up, and it’s moving in a blackness that is almost beyond conception.

-Eugene Cernan, an astronaut on the Apollo 17, on seeing the Earth from space

Jenny Odell sammelt auf all diesen Bildern Dinge, die sie aus der Google-Satellitenansicht herausgeschnitten hat: Parkplätze, Silos, Deponien, Abfallteiche. Die Ansicht von einem Satelliten ist weder eine menschliche Perspektive noch eine, die wir wirklich sehen sollten, aber genau von diesem unmenschlichen Standpunkt aus sind wir in der Lage, unsere eigene Menschlichkeit zu lesen, in all ihren winzigen, sich wiederholenden Spuren auf der Erdoberfläche. Hier werden die Linien, die aus Basketballplätzen und Schwimmbecken bestehen, zu Hieroglyphen, die besagen: die Menschen waren hier. Die Entfernung durch die Satellitenperspektive zeigt, dass die Dinge, die wir für selbstverständlich halten, seltsam oder absurd aussehen. Indem wir unsere Neugier auf unsere eigene, unnachahmlich menschliche Landschaft lenken, können wir feststellen, dass diese Dinge auch die bizarrsten, unwahrscheinlichsten und zerbrechlichsten sind.