Das STARTS Universum

S+T+ARTS ist mehr als eine Plattform, die Künstler*innen international und regional fördert und sie mit Wissenschaftler*innen, Industrie- und Technologiepartnern zusammenbringt.

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Was ist S+T+ARTS?

S+T+ARTS ist eine Initiative der Europäischen Kommission, in deren Mittelpunkt die Schaffung von Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft, Technologie und Industrie steht. Ebenso ist es ein europäischer Ansatz für technologische Innovation, der sich an menschlichen Bedürfnissen und Werten orientiert. S+T+ARTS baut auf der Überzeugung auf, dass Kunst durch einen ganzheitlichen und menschenzentrierten Ansatz als essentieller Katalysator für nachhaltige, kritische und reflektierte Innovationsprozesse in Forschung, Industrie und Wirtschaft wirken kann.

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S+T+ARTS steht für Science, Technology und Arts, und wird von fünf Säulen getragen, die die wichtigsten Dimensionen der Initiative repräsentieren: Residencies, Preise, Lighthouse-Pilotprojekte, Academies und Regional Centers.

S+T+ARTS hat im Laufe der letzten fünf Jahre nicht nur ein weitreichendes, europaweites Netzwerk von Residencies und Fördermöglichkeiten für Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aufgebaut, sondern entwickelt auch edukative Programme, Networking-Events, Ausstellungen, Konferenzen, Acceleration- und Mentoringprogramme sowie internationale Preiswettbewerbe. Die Plattform STARTS.eu aggregiert alle Säulen und funktioniert als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Programmen und einer stetig wachsenden Community.  Ein Netzwerk aus Künstler*innen, Forscher*innen, Entwickler*innen, Kunst-, Kultur-, und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa sind an STARTS-Kooperationen beteiligt und bringen eben jene langjährige Erfahrung und Dynamik mit, die S+T+ARTS lebendig macht.

Was ist der S+T+ARTS Prize?

Der von der europäischen Kommission initiierte S+T+ARTS Prize wird seit 2016 von  einem von Ars Electronica geleiteten Konsortium jährlich an herausragende Projekte vergeben, die auf der Zusammenarbeit von Kunst, Wissenschaft, Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Industriepartnern basieren. Der Preis honoriert und fördert innovative, künstlerische Auseinandersetzungen, die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nutzung und Wahrnehmung von Technologie innerhalb der Gesellschaft thematisieren und die das Potential haben, tatsächliche Veränderungen anzustoßen.

Die Preisverleihung findet jährlich während des Ars Electronica Festivals statt.

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Was kann S+T+ARTS noch alles sein?

S+T+ARTS kann noch mehr: Lighthouse Pilots – sogenannte Leuchtturmprojekte – fokussieren konkrete, technologische Challenges an der Schnittstelle von Gesellschaft und Technologie, und erforschen diese Herausforderungen gemeinsam mit Künstler*Innen und Kreativproduzent*innen.

Im Moment laufen zwei dieser Lighthouse Pilots: Re-FREAM und MindSpaces.

Im Mittelpunkt von Re-FREAM steht die Entwicklung von nachhaltigen, regional fokussierten Modellen für Modedesign abseits gängiger Fast-Fashion-Produktionsmethoden. Das Projekt funktioniert als offene Innovationsplattform, die Künstler*innen die Möglichkeit gibt, dieses Thema gemeinsam mit Technologiepartnern und Forschungseinrichtungen durch kreative Ansätze zu erschließen.

Im Rahmen von zwei Open Calls wurden 22 Residencies für die Entwicklung innovativer Prototypen vergeben. Mehr zu den Ansätzen, die von den Kunstschaffenden entwickelt wurden und welche Prototypen dabei entstanden sind, findet ihr hier und hier.

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MindSpaces ist ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsprojekt, das seit dem Jahr 2019 die Zusammenarbeit von Forschungsprojekten und Künstler*innen fördert. Der Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Architektur- und Raumdesignmodelle für den öffentlichen Raum, Arbeitsplätze und Wohn- und Lebensräume für Senior*innen. Dafür werden Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Architekt*innen, Ingenieur*innen und Technologieexpert*innen eng zusammengebracht.

Die sechs Residencies wurden an Künstler*innen vergeben, die innovative Raumgestaltungsprozesse unter Zuhilfenahme von Technologien wie KI, Virtual Reality oder Augmented Reality entwickelten. Die Räume wurden so gestaltet, dass sie sich den individuellen Bedarfen und Vorstellungen der Nutzer*innen anpassen.

STARTS RESIDENCIES DAYS, Foto: Quentin Chevrier

Digital Innovation Hubs (kurz DIHs) sind von der Europäischen Kommission initiierte Anlaufstellen zur Unterstützung von Unternehmen – insbesondere Klein- und Mittelbetriebe, Start-ups und Konzerne – bei der Umsetzung digitaler Transformationsprozesse. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung von Produktionsprozessen, Produkten und Dienstleistungen mit Hilfe digitaler Technologie. Vor kurzem wurden drei DIH-Projekte gestartet, die an die S+T+ARTS-Initiative und S+T+ARTS Community andocken. Diese drei Hubs fördern Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit, indem sie den Austausch und die Einbindung von Künstler*innen, künstlerischer Arbeit und Sichtweisen in ihren Prozessen und Denkweisen anregen:

  • Better Factory: Ziel dieses Hub ist es, europäische Klein- und Mittelunternehmen durch die Herstellung neuer und personalisierter Produkte zu fördern und erweitern.
    Auf der einen Seite bringt Better Factory Künstler*innen aus dem S+T+ARTS Netzwerk mit diesen Unternehmen zusammen, um vorhandenes Wissen und Prozesse innerhalb des Unternehmens zu analysieren, ihren künstlerischen Zugang beim Design von Produkten einzubringen und sie bei der der Diversifizierung ihres Produktsortiments zu unterstützen. Auf der anderen Seite stellt Better Factory den teilnehmenden Unternehmen moderne Technologien zur Verfügung, um ihre Herstellungskapazitäten zu maximieren und das Produktionspotential voranzubringen.
  • MediaFutures : Bringt Start-ups, Klein- und Mittelbetriebe und Künstler*innen in der Medienwertschöpfungskette zusammen, um unkonventionelle Wege zu finden, wie Menschen sich mit Qualitätsjournalismus, wissenschaftlicher Bildung und demokratischen Prozessen auseinandersetzen können. Im Mittelpunkt von MediaFutures steht der Umgang mit Daten: durch innovative, integrative und partizipative Anwendung dieser soll die Medienwertschöpfungskette neu gedacht und umgestaltet werden.
    MediaFutures unterstützt somit im Rahmen dreier Open Calls 51 Unternehmen sowie 43 Künstler*innen mittels Projektfinanzierung, Mentoring und Training.
  • Vojext: Value Of Joint Experimentation (VOJEXT) entwirft, entwickelt und demonstriert kosteneffiziente, marktorientierte und einfach wiederverwendbare autonome mobile Robotersysteme für Fabriken der Zukunft. Kleinere Manufakturbetriebe sollen ermutigt werden, kognitiv-autonome Systeme zur Unterstützung der Mensch-Roboter-Interaktion in die Produktionsprozesse aufzunehmen. Um diesen Prozess zu unterstützen, bedient sich Vojext der Methoden von S+T+ARTS: durch Open Calls werden Künstler*innen eingeladen, gemeinsam mit den an VOJEXT teilnehmenden Unternehmen anhand von künstlerischen Ansätzen Mensch-Maschine-Interaktionen zu erforschen und verstehen zu lernen.

WeSTART online Meetups:

Seit Beginn der Initiative im Jahr 2015 beschäftigt sich S+T+ARTS mit der Frage, wie die Kombination von Kunst, Wissenschaft und Technologie eine bessere und nachhaltigere Zukunft gestalten kann. Die aktuelle Krise und die Notwendigkeit neuer nachhaltiger Lösungen verstärken die Bedeutung von S+T+ARTS wie nie zuvor. Als Antwort auf die COVID 19-Krise hat S+T+ARTS im Frühjahr 2020 die ersten WeSTART Meetups begonnen, die der S+T+ARTS Community online Raum zum gemeinsamen Austausch und Diskurs bieten. Bis zum 11. Mai 2021 sind noch 5 WeSTART Meetups geplant: die Community Gatherings bieten einen offenen, informellen Diskussionsraum und fokussieren den Austausch zwischen den Mitgliedern der STARTS Community, während in den Focus On-Sessions Sprecher*innen aus den verschiedenen S+T+ARTS Projekten ihre Arbeit vorstellen. Alles zu Teilnahme und Terminen: https://www.starts.eu/westart-online-meetups/

S+T+ARTS Regional:

S+T+ARTS arbeitet nicht nur international, sondern auch regional! Die Regional S+T+ARTS Centers profitieren von Know-How und Netzwerk, das über S+T+ARTS Prize und S+T+ARTS Residencies aufgebaut wurde. Der Fokus liegt auf dem Aufbau regionaler Netzwerke, die die Kerngedanken von S+T+ARTS auf lokaler Ebene durch öffentliche Veranstaltungen stärken. Das derzeit laufende Projekt STARTS Towards Sustainibility trägt durch die Schaffung lokaler STARTS Communities in europäischen Regionen zum Aufbau des europäischen Digital Innovation Hubs bei.

Eine gemeinsame Publikation von Ars Electronica und BOZAR, die Best Practice-Programme der ersten Edition von Regional S+T+ARTS Centers vorstellt, wurde letzten November veröffentlicht. Hier mehr dazu.

S+T+ARTS Open Calls:

Künstler*innen auf der Suche nach Fördermöglichkeiten für ihre Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie können sich für den S+T+ARTS Prize for Social Good bewerben, der derzeit von Nesta Italia in Kollaboration mit Fondazione CRT und OGR Torino im Rahmen des Regionalprojekts S+T+ARTS Towards Sustainability ausgeschrieben ist – mehr dazu hier.

Der Better Factory Open Call findet heuer zum ersten Mal statt. Dieser Wettbewerb richtet sich an Expert*innen aus Klein- und Mittelunternehmen, Künstler*innen und technische Dienstleister. Mehr dazu findest du hier.

Mit März startet der Open Call von VOJEXT, der sich an Pionier*innen in der Forschung im Bereich Mensch-Roboter Interaktion richtet. VOJEXT fokussiert im ersten Call zunächst klein- und mittelständische Unternehmen, die sich innerhalb des Open Calls für konkrete Challenges bewerben können. Aber auch für Künstler*innen wird Vojext bald spannende Möglichkeiten bieten: im Laufe des Projektes werden zwei S+T+ARTS Residencies ausgeschrieben.

S+T+ARTS in MOTION:

Seit 2016 wurden durch STARTS beispiellose Kollaborationen von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Industrie im Rahmen der Projekte Wear Sustain, STARTS Prize, VertigoSTARTS Residencies, MindSpaces, RE-Fream und Regional S+T+ARTS Centers gefördert.

Die in diesen Projekten involvierten Künstler*innen, Forscher*innen, Technolog*innen und Entwickler*innen kreieren Prototypen und innovative Lösungen für gegenwärtige und bevorstehende globale Herausforderungen. STARTS in MOTION dockt nach der Entwicklung der ersten Prototypen an und bietet ein gezieltes Mentoring- und Accelerationprogramm, im Rahmen dessen das wirtschaftliche Potential von Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie erforscht und weiterentwickelt wird.

Mit STARTS in MOTION fördert S+T+ARTS ein nachhaltiges Verständnis für ökonomische Prozesse, das sich den Menschen zuwendet, sich für Vielfalt einsetzt und für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt plädiert. Im Fokus stehen kritische, ästhetische und visionäre Perspektiven der künstlerischen Praxis, die die Grenzen der Technologie verschieben und das Potenzial haben, zukünftige Wirtschaftsmodelle zu revolutionieren.

Für die zweite Edition von S+T+ARTS in MOTION wurden 23 herausragende künstlerische Projekte ausgewählt – mehr zu den Projekten findest du im Laufe der kommenden Monate hier.

Foto: vog.photo

Academies

Wie wohl bereits erkennbar legt STARTS einen hohen Wert auf Forschung, Entwicklung und Innovation. Auch Weiterbildung und edukative Programme für unterschiedliche Altersgruppen stehen auf der Prioritätenliste. Die Angebote der S+T+ARTS Academies erstrecken sich von Workshops für Jugendliche und Kinder bis hin zu Capacity Building Programmen für Erwachsene. Diese Programme werden gemeinsam mit Technolog*innen und Künstler*innen entwickelt und gestaltet. Im Mittelpunkt steht ein reflektierter Umgang mit digitalen Tools und Fähigkeiten, der neben den großen Chancen neuer Technologien auch ihre Limitationen und Wagnisse beleuchtet.

S+T+ARTS Library:

Für mehr Wissen zur S+T+ARTS Initiative empfehlen wir intensives Schmökern in der S+T+ARTS Library. Dort finden sich Artikel, Berichte, Programme, Leitfäden und Toolkits, die seit Beginn der Initiative entstanden sind.

Join the S+T+ARTS Community

Um auf dem Laufenden zu aktuellen Open Calls, neuen Residencies, Veranstaltungen und Projekten zu bleiben, unbedingt auf https://www.starts.eu/ der Community anschließen und News zu Open Calls, Events, Meetups und allen laufenden S+T+ARTS Projekten finden.

EU Credits

STARTS ist eine Initiative der Europäischen Kommission im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020. Sie wurde 2015 ins Leben gerufen und knüpft an die Ergebnisse früherer von der Europäischen Kommission finanzierter Aktivitäten an, nämlich ICT&Art 2012, FET-ART, ICT ART CONNECT 2013 und ICT ART CONNECT Studie, deren Ergebnisse die weltweite Entstehung von Gemeinschaften hybrider Kooperationen zwischen Wissenschaft, Technologie und Kunst und deren Relevanz aufzeigten.