Festival Locations 2021: Watch out – Festival ahead!

Noch 36 Tage bis das Ars Electronica Festival 2021 startet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Festivalteam ist in ständigem Austausch mit Partner*innen, Projekte werden konkretisiert, Pläne verfeinert.

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Seit Juli ist das gesamte Festivalteam vor Ort am Campus der JKU und genau dort haben wir uns mit Martin Honzik, Managing Director und CCO Ars Electronica, verabredet, um mit ihm die verschiedenen Festival-Schauplätze zu besuchen und vorab ein wenig mehr zu den einzelnen Locations zu erfahren. Wir treffen ihn in seinem Büro im Science Park der Johannes Kepler Universität Linz, von wo aus unsere Tour startet.

Das Festivalgelände ist weitläufig und erstreckt sich zu beiden Seiten der Altenberger Straße. Um die Distanzen rascher zu bewältigen, stellt die Österreichische Post dem Festivalteam Jetflyer zur Verfügung. Mit einem davon machen wir uns auf den Weg.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Unsere erste Station ist die Kepler Hall, eine Mehrzweckhalle, die als Willkommenszentrum, Sporthalle, Aula und Eventlocation konzipiert ist. Die Kepler Hall wird dieses Jahr ganz den Gardens gewidmet, sie ist das Fenster in die weite Welt. Die Ausstellung trägt den Titel „Symphony of Absence“.
Am Festivalfreitag hat das Bruckner Orchester Linz bei der Großen Konzertnacht seinen imposanten Auftritt. Dann ist die Senke in der Kepler Hall mit Notenpulten und Stühlen belegt – was wir in der Ausstellungsarchitektur wiederholen und Dutzende Stühle und Notenpulte im ganzen Haus verteilen. Darauf sind digitale Fenster platziert, durch die Einblick in das so diverse Programm der vielen Garten Partner im internationalen Netzwerk der Ars Electronica gewährt wird. Eine ganze Ausstellung widmet sich ausschließlich jenen Programmmacher*innen, die nicht nach Linz kommen können und trotzdem dabei sind.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Weiter geht es Richtung Bibliothek – das neue Festivalzentrum, das Ars Electronica Epizentrum, für wenige Tage der Nabel der Welt. Der Ort wird geprägt sein von der „Festival University by Ars Electronica and Johannes Kepler University“, unser Kooperationsprojekt unter dem Titel „Transform your World“. Hier wird ein Platz geschaffen für 100 Schüler*innen und Studierende aus aller Welt, die zwischen 16 und 24 Jahre alt sind, um über die globalen Herausforderungen zu diskutieren, welcher Umstände es bedarf, dass „Mensch“ änderungsfähig- und willig wird. In zehn Gruppen werden die großen Themen rund um digitale Transformation behandelt und dabei untersucht, welchen Beitrag diese zu leisten im Stande ist, um innovative und alternative Bildungsszenarien- und Konzepte zu entwickeln und zu etablieren.

Die Bibliothek wird ein belebter, lebendiger Ort an dem es die Region und die Stadt sein wird, die mit Cutting Edge-Technologien und Best-Practice-Beispiele aus Kooperationen von Künstler*innen und Kreativen mit der regionalen Wirtschaft und Industrie, gepaart mit den Forschungen und Entwicklungen der JKU konkrete Lösungen globaler Fragestellungen zeigen und anbieten. Der Roboterhund Spot in ganz speziellen Anwendungskontexten ist nur ein Beispiel dafür.

Im Learning Center werden die LIT (Linz Institute of Technology)-Projekte ausgestellt. Diese Projekte wurden konkrete für das Festival gefördert und entwickelt und entstammen den ansässigen Instituten der JKU. Sie stellen allesamt Forschungsprojekte dar, die am Zahn der Zeit agieren und untersuchen zu welchen alternative Ergebnissen es kommt, wenn über den Tellerrand geblickt und kollaboriert wird. Die Projekte zeigen auf, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit unumgänglich ist. Auf akademischer Ebene zeigen diese Projekte sehr gut, wie solche Kooperationen zu besseren Lösungen beitragen.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Rund um das Kepler-Gebäude wird create your world verortet sein, das Zukunftsfestival der nächsten Generation. Die vorhin bereits erwähnte „Festival University by Ars Electronica and Johannes Kepler University“ wird demnach von Arbeiten und Projekten der jungen Generation flankiert. Und diese jungen Menschen setzen sich hier konkret mit ihrer Zukunft und den Problemen, die es zu lösen gilt, auseinander.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Unser zentrales Ausstellungshaus wird die Mensa, die von unten bis oben, bis raus auf die Terrassen mit Kunst gefüllt wird. Ein bisschen das Pendant zum Bunker in der POSTCITY. Für diesen Ort sollten sicher Besucher*innen mindestens (MINDESTENS!) eine Stunde Zeit nehmen, um zu verweilen und die Kunstprojekte und Prototypen aus der Kunstwelt wirken zu lassen. Auch die STARTS1 Exhibition und viele weitere EU-Projekte , wie auch die Gewinnerin der Kooperation der Ars Electronica mit der Deutschen Telekom, Kyriaki Goni (GR), sind hier zu sehen.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Der Park wird – das ist erst mal der Arbeitstitel – unsere Kur-Bühne. Hier wird moderiert, programmiert, kuratiert und das bei freiem Eintritt. Dieser Ort bietet Unterhaltung aus der Welt der Ars Electronica, präsentiert auf unterhaltsame Art einen Querschnitt des regionalen und internationalen Programms, sodass es für Festival-Newbies wie auch für Alteingesessene gut konsumierbar ist. Besucher*innen können ins Programm schnuppern, auf Tuchfühlung gehen, in Kontakt kommen und dann entscheiden, ob sie weiter ins Thema eintauchen wollen.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Am Weg entlang des Teichs Richtung Ausgang stehen Food-Trucks, die gemeinsam mit Mensa und Teichwerk, aber auch mit regionalen Wirt*innen ausschließlich mit regionaler Kost verpflegen und den Park atmosphärisch aufwerten.

Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Der Zirkus des Wissens ist der vorerst letzte Meilenstein in der architektonischen Transformation dieses Orts. Im Areal rund um das Schloss wird die Eröffnung des Festivals über die Bühne gehen wie auch die Gala samt Preisverleihung.

PortraitMartin Honzik ist Künstler und Leiter des Bereichs Festival/Prix/Exhibitions bei Ars Electronica. Er absolvierte das Studium für visuelle, experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz (Abschluss 2001) wie auch den Master Lehrgang für Kultur- und Medienmanagement der Johannes Kepler Universität Linz und ICCM Salzburg (Abschluss 2003). Von 1998 bis 2001 war er Teil des Produktionsteams im OK Offenes Kulturhaus im OÖ Kulturquartier und wechselte 2001 zum Ars Electronica Future Lab, wo er bis 2005 in den Bereichen Ausstellungsdesign, Kunst am Bau, Interfacedesign, Eventdesign und Projektmanagement tätig war. Seit 2006 ist Martin Honzik Leiter des Ars Electronica Festivals, des Prix Ars Electronica wie auch der Ars Electronica Center Ausstellungen und der internationalen Ausstellungsprojekte der Ars Electronica.

1 STARTS is an initiative of the European Commission under the Horizon 2020 research and innovation programme.