Community Project: Symphony of Absence

In der Keplerhall soll durch eine “Symphony of Absence” an all jene erinnert werden, die außerhalb von Linz ihr eigenes Festival feiern.

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Seit ihrer Entstehung hat die Ars Electronica kontinuierlich daran gearbeitet, eine lebendige Community aufzubauen. Im Laufe der Jahre hat sich diese zu einem umfangreichen Netzwerk aus Künstler*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Institutionen, politischen Entscheidungsträger*innen und anderen interessierten Personen entwickelt. Mit der Einführung des Hybrid-Festivals im Jahr 2020 gingen wir den nächsten Schritt – die Erforschung des Potenzials von Online-Tools für die Interaktion und Erweiterung der Community. Doch es ist unser Bestreben, den Online-Teil bestmöglich in der realen Welt zu verankern, um das wahre Potenzial der Verbindung des digitalen und physischen Raums auszuschöpfen. Deshalb haben wir dieses Jahr beschlossen, Möglichkeiten zu finden, die Gemeinschaft des Hybrid-Festivals noch mehr zu stärken, indem wir selbst kreativ werden. Aus diesem Vorhaben wurde schnell der interne Arbeitsauftrag des Teams, Projekte zu finden, welche die Vielseitigkeit und Verbundenheit unseres Partner*innen-Netzwerks zum Ausdruck bringen. Aus unseren Team-Bemühungen entstanden die „Community Love Projects“, ein Konzept, welches das Ziel verfolgt, Partnergärten aus der ganzen Welt in verschiedenen Veranstaltungen zusammenzubringen.

Credit: Ars Electronica – Robert Bauernhansl

Wie im vergangenen Jahr wird das Festival hybrid durchgeführt. Während das Team in Linz ein Festival im „traditionellen“ Sinn vorbereitet, so tun sich synchron und parallel auch hunderte Partner und Partnerinnen im internationalen Garten-Netzwerk der Ars Electronica zur „Symphony of Absence“ zusammen. Dieser Titel steht für einen ganz speziellen Ort im Kepler’s Garten in Linz: die Keplerhall. Sie widmet sich ausschließlich den Beiträgen und Programmen all jener Partner und Partnerinnen, die selbst ihren eigene Festival Garten betreiben und nicht in der Lage sind, nach Linz zu kommen. Ein Ort, der mit hunderten Notenpulten und leeren Stühlen gestalterisch geprägt sein wird, als ob die Musiker*innen eines Orchesters auf Pause wären und sich unterdessen die Notenblätter zu lebendigen telematischen Fenstern in die Welt des Festivalnetzwerks verwandeln würden. Jeder einzelne Orchesterplatz ruft die wunderbare kulturelle Vielfalt dieser Community in Erinnerung, die während des Festivals einen so prägenden Einfluss auf die Transformation unserer Stadt nimmt. Alle zusammen bilden ein symphonisches Kaleidoskop einer Haltung und Attitüde von Menschen weltweit, die sich als globale Bürger*innen verstehen und ein gemeinsames Weltbild vermitteln, das sich aus unserer Unterschiedlichkeit nährt und an dem gemeinsam gearbeitet wird.

Credit: tom mesic