Neue Technologien als Teil des Jus-Studiums

Dass sich Jus-Studierende selten mit neuen Technologien auseinandersetzen, wollen die Future Thinking School und die JKU jetzt ändern.

| | |

Technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz bringen neue Geschäftsfelder und -modelle hervor und werfen damit auch rechtliche Fragen auf. Wer ist zum Beispiel haftbar bei einem Unfall eines selbstfahrenden Autos? Welche Urheberrechtsfragen treten auf, wenn Künstliche Intelligenz kreative Werke hervorbringt?

Um Studierende auf mögliche Zukunftsfragen vorzubereiten hat die Future Thinking School von Ars Electronica in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität ein neues Wahlpflichtfach entwickelt und im Wintersemester 2021/22 durchgeführt, welches verschiedene Aspekte neuer Technologien beleuchtet. In „Beyond Coding: Neue Technologien im Kontext“ haben sich Studierende des neuen Bachelorstudiums für Rechtswissenschaften an der JKU mit Grundlagen der Künstlichen Intelligenz (KI), Autonomem Fahren, KI und Kreativität, Creative Robotics, Drohnen und Künstlichen Schwärmen auseinandergesetzt. Ein wichtiges Ziel dabei war die Bewusstseinsbildung unter den Studierenden, dass es für viele transformative technologische Entwicklungen noch keinen gültigen Rechtsrahmen gibt.

Durchgeführt wurde diese innovative Lehrveranstaltung in Zusammenarbeit mit Vortragenden von Creative Robotics, Cloudflight, der Kunstuniversität Linz sowie von Ars Electronica – allesamt bedeutende Institutionen der Innovationshauptstadt Linz. Diese Interdisziplinarität von Wirtschaft, akademischen Bereichen sowie der künstlerischen Perspektive ermöglichte es den Studierenden, die Rechtswissenschaften im Kontext neuer Technologien zu erleben.