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Auf vier Rädern in die Zukunft?

BMW, Supersense und Ars Electronica Futurelab widmeten sich dem Automobil inmitten der Klima- und Energiekrise.

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Über Jahrzehnte hinweg galt es als das Symbol für Freiheit, Lebenslust und Wohlstand. Es prägte das Lebensgefühl von Generationen, es veränderte das Antlitz unserer Städte – die Rede ist vom Auto. Rund 100 Jahre nachdem sein Siegeszug begann, gerät das Auto nun aber immer mehr ins Zentrum einer ebenso breiten wie intensiven Diskussion: Welche Rolle soll es in einer Zukunft spielen, in der wir unseren ökologischen Fußabdruck massiv verkleinern müssen? Und noch viel grundsätzlicher: welche Mobilitätsformen braucht eine solche nachhaltige Zukunft eigentlich?

Raus aus der Komfortzone …

“Welcome to Planet B. A different life is possible – but how” titelte die Ars Electronica 2022 und BMW, das Wiener Experimentallabor Supersense, der Soziologe Bernhard Böhm und das Ars Electronica Futurelab nutzten die Gelegenheit, um die Mobilität der Zukunft aufs Tableau zu bringen. Nicht mit den üblichen Verdächtigen aus dem eigenen Dunstkreis, nicht im Forschungslabor, im Rahmen einer Wissenschaftskonferenz oder Automobilmesse – nein, mitten im Epizentrum eines Kunst- und Kulturfestivals wie der Ars Electronica sollte eine eigens gestaltete “Transformation Lounge” zum Forum und Labor werden, in dem Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten, Branchen, Disziplinen, Kulturen, Ländern und Generationen ihre Vorstellungen von Mobilität skizzieren. “Wer die ewig gleichen Formate nutzt und mit den ewig gleichen Leuten die ewig gleichen Fragen zu erörtert, wird im ewig Gleichen stecken bleiben”, sagt Horst Hörtner, Managing Director des Ars Electronica Futurelab. “Wer dagegen neue Antworten will, muss raus aus der Komfortzone und sich in andere, fremde Sphären wagen. Genau das hat BMW getan.”

… und rauf auf die Couch in der Transformation Lounge

Die mit Supersense gestaltete “Transformation Lounge” war etwas Neues. Keine Ausstellung, sondern ein Ort des Diskurses. Hier ging es nicht um das übliche, schon etwas aus der Zeit gefallene Aufpolieren des eigenen Images, sondern um eine andere, eine neue Art der Kommunikation und Vermittlung jenes Wandels, der schlicht ansteht. Letzterer wurde in der “Transformation Lounge” deshalb nicht global und entsprechend unverbindlich abgehandelt, sondern an einem recht konkreten Beispiel: der Ars Electronica selbst. Das Festival, es stellte sich hier zur Diskussion. Besprochen wurde, was genau eigentlich auf der Nachhaltigkeitsagenda der Ars Electronica steht, welchen Ansprüchen sie fortan zu genügen hat und mit welchen Partner*innen sie versucht, dorthin zu kommen. Dabei wurden nicht – wie gewöhnlich – nur Fortschritte erörtert, sondern vor allem auch jene Dinge, an denen es im Moment noch scheitert, und warum.