Ars Electronica Gardens: AUSTRALIEN & NEUSEELAND

Mit dem anderen Ende der Welt verbindet die Ars Electronica eine langjährige und intensive Beziehung – nicht nur stoßen immer wieder Mitarbeiter*innen, Forscher*innen und Freund*innen von dort zum Unternehmen und zum Netzwerk, es hat sich sogar eine „Zweigstelle“ etabliert – Ars Electronica Australia. Hier wie dort gilt die Vision, die kreative Gemeinschaft an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft zu unterstützen.

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Und so beginnen wir unsere Reise in die Ars Electronica Gardens rund um die ganze Welt genau hier, am anderen Ende der Welt, in Australien und Neuseeland. Wir reisen in die Mythenwelt der Maori, sicht- und erlebbar gemacht mittels holografischer Mini-Skulpturen, wir fragen in einer Drohnen-Oper nach der verstärkten Akzeptanz militärischer Systeme in einem nicht-militärischen Umfeld. Wir teilen unsere Erinnerungen an die vergangenen Ars Electronica Festivalnächte und tauchen ein in die endlose Weite digitaler Galerien. Und wir fragen nach alternativen Zukünften, in denen Land keine Ware ist, lokale Nahrungsmittelproduktion selbstverständlich und indigenes Verständnis von der Rolle des Menschen gehört wird. Kommen Sie mit uns auf diese Reise!

Ars Electronica Garden Auckland: Aotearoa

Der Ars Electronica Garden Aotearoa versammelt ausgewählte Projekte von neuseeländischen Technolog*innen, Künstler*innen und Universitätsforscher*innen und heißt lokale und internationale Besucher in einer cyber-physischen Umgebung willkommen. Großformatige Projektionen treffen auf physische Artefakte, physischer und digitaler Raum werden zusammengeführt. Der Ars Electronica Garten Aotearoa präsentiert Performances und prototypische Installationen, bietet Führungen durch Ateliers und Forschungseinrichtungen sowie Besuche von Kulturstätten und außergewöhnlichen Landschaften.

Im Projekt Kōrero Paki tauchen wir tief ein in die Schlüsselmomente der Maori-Mythologie. Am Handy erwachen die mythologischen Figuren zum Leben und schweben als holografische 3D-Skulpturen auf der Hand. Durch einen vereinfachten Motion-Capture-Prozess wurden die Zeichnungen von einem Live-Performer in animierte Erzählungen verwandelt. Die Geschichten umfassen die Schöpfung, die Reise von Hawaiki aus, die Bedeutung des Wals, die zeremonielle Begrüßung auf dem Marae, die Vorführung traditioneller Waffen und Kampfkünste.
Kōrero Paki ist eine Zusammenarbeit zwischen dem arc/sec lab und Manaia M.

Foto: Tyler Lastovich

Ars Electronica Garden Brisbane

Während einer Residency am Museum of Brisbane entstand „CELESTON“, ein Video des Künstlerduos Man & Wah, die sich in ihrer Arbeit der Beziehung des Menschen zur Natur widmen und diese in einen kosmischen Zusammenhang stellen. Vor dem Hintergrund einer globalen Pandemie war die Entstehung des Werkes eine Form des selbstgesteuerten Lernens – die Infragestellung des Platzes der Künstler in den uns alle umgebenden Ereignissen. CELESTON ist eine Verschmelzung von Audio-, Video- und Fotomaterial.
Das Museum of Brisbane widmet sich der Unterstützung der vielen talentierten Künstler*innen, Designer*innen, Schriftsteller*innen, Historiker*innen und Geschichtenerzähler*Innen der Stadt. Die MoB Artist@Home Residency wurde konzipiert, um Künstler*innen zu unterstützen und ihre Lebenserfahrungen während der COVID-19-Pandemie aufzuzeichnen.

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Ars Electronica Gardens Melbourne

In Melbourne treffen wir auf ein ausgedehntes Garten-Netzwerk. Matthew Gardiner, einer unserer Futurelab-Künstler und Key Researcher, arbeitet derzeit in Australien. Er hat zwei sehr unterschiedliche Arbeiten für uns, ein neues Robotik- und Origami-Kit, genannt Oribokit, das auf seiner Forschung und Praxis basiert. Um an den Workshops während des Festivals und im September teilzunehmen, kaufen Sie einfach ein Kit von https://oribokit.com und wählen Sie Ihr Workshop-Datum. Mit „Besides the Nibelungen Bridge“ erinnert er an die Tage und Nächte vergangener Ars Electronica Festivals und ruft alle Linzer*innen, Künstler*innen, Besucher*innen und Freund*innen auf, sich gemeinsam mit diesem Augmented Reality-Stück zu erinnern.

Foto: Matthew Gardiner

Melbourne: Experimenta Garden

Der Experimenta-Garden zeigt „A Drone Opera“ des Künstlers Matthew Sleeth – ein Projekt, das über einen Zeitraum von fünf Jahren entstand und als Performance, Installation und Film visualisiert ist. Es beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz einer totalen Überwachung und der verstärkten Präsenz militärischer Systeme in nicht-militärischen Umgebungen.
„Unsere Hybris mit der Technologie, die ständige Überwachung durch die Regierung und die Vorstellung, dass wir oft von den hellen, glänzenden Lichtern abgelenkt werden und uns über die falschen Dinge Sorgen machen“ (Sleeth, 2015) wurden durch diese globale Pandemie noch beschleunigt.

Foto: Lucy Spartalis

Melbourne: Part of Science Gallery Network

Im Garten der Science Gallery kann das Beste des weltweit einzigen Universitätsnetzwerks bestaunt werden, das sich der öffentlichen Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Kunst widmet. Dabei können vielfältige Eindrücke gesammelt werden – bei einem virtuellen Rundgang durch Dublin etwa oder einer Diskussion über kulturelle Transformation, bei einer digitalen Ausstellung oder einer Therapiesitzung in der virtuellen Realität. Bei der Entstehung von Kunst- und Wissenschaftsausstellungen kann hinter die Kulissen geblickt und bei einem Live-Workshop mitgemacht werden.

Das Science Gallery Netzwerk besteht aus führenden Universitäten, die sich um eine einzigartige Mission herum zusammengeschlossen haben: Kreativität und Entdeckungen dort zu entfachen, wo Wissenschaft und Kunst aufeinander treffen. Es umfasst die Gründungsinstitution Trinity College Dublin (IE); King’s College London (UK); die Universität von Melbourne (AU); das Indian Institute of Science, Srishti School of Art Design and Technology, The National Centre for Biological Sciences (IN); die Universität Ca‘ Foscari in Venedig (IT); die Michigan State University (US); das Medizinische Zentrum der Erasmus Universität (NL) und die Emory Universität (US).

Melbourne: Past and Future Utopia

Das indigene Land der Dja Dja Wurrung im ländlichen Victoria stellt den Schauplatz von zwei Projekten, deren Narrativ sich um die Zeit vor der Besiedlung, die Kolonialisierung und eine utopische post-koloniale Perspektive dreht. Dabei geht es um Rolle, Nutzung und Bedeutung des Landes ebenso wie um indigene Biodiversität, eine Rückkehr zur lokalen Nahrungsmittelproduktion und die Frage nach einer post-kolonialen Zukunft, die das neoliberale Konzept von Land als Ware überwindet.

In „An Utopian Post-Colonial Future – Victoria, Australia 2027” entwickelten die Student*innen der Meisterklasse der Melbourne School of Design eine Vielzahl von Zukunftsszenarien, die mittels VR erlebt werden können und zum Nachdenken einladen.

Foto: Melbourne School of Design

Ars Electronica Garden Newcastle

Auf das Gelände des alten Bahnhofs von Newcastle entführt uns „BIOMES“, eine Reihe von Installationen, Workshops, Performances und Präsentationen als Teil des Australian National Biodiversity Monats. Im Zeitraum des Ars Electronica Festival von 9. bis 13. September liegt der Fokus auf Ökologie.
BIOMES ist eine kunstwissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Newcastle und der Fakultät für Erziehung und Kunst. Ihr Ziel ist die Befähigung der lokalen Gemeinschaft, selbst aktiv zu werden und ihre Region als eine lebendige, nachhaltige und vielfältige Gemeinschaft zu sehen. Ein Expert*innenteam des FASTLab (Centre of Applied Chaos) schuf einen virtuellen 360°-Garten als Möglichkeit, das entfernte Publikum in dieses einzigartige Ereignis einzubeziehen.

Artwork: Contact Zone by Rewa Wright (NZ). Foto: Charu Maithani

Ars Electronica Garden Sydney

Im Sydney Garden befindet sich das Tactical Space Lab, eine Forschungsinitiative an der Schnittstelle von Kunst und Technologie, deren Ziel die „Entmystifizierung“ von VR ist – und zwar nicht nur für Künstler*innen, sondern für eine breite Gemeinschaft. Im Rahmen des Ars Electronica Festivals sind Arbeiten von neun in Australien ansässigen Künstler*innen zu erleben, die in zweiwöchigen „Inkubator“-Studiosessions ihre Fähigkeiten in Bezug auf VR-Technologie erweiterten, damit experimentierten und gemeinsam Kunst schufen.
Der Garten in Sydney soll ein offenes Schaufenster für alle sein, nicht nur für die Ergebnisse der Künstler*innen – 3D-Modelle, Animationen, eingebettete Videos und Sounds – sondern auch für die Prozesse und Gespräche dahinter.

Foto: Tarik Ahlip

Mehr zum Ars Electronica Festival könnt ihr auf dieser Website nachlesen, außerdem haben wir unter dem Motto „Inside Festival“ jede Woche spannende, neue Videobeiträge aus aller Welt für euch und auch auf unseren Social Media Kanälen geben wir laufend Ausblicke und Einblicke, was euch heuer erwarten wird.