Challenge accepted! Ars Electronica Futurelab kontert mit kreativen Fragen

Zwei Redner*innen, ein*e Moderator*in (Catalyst), ein*e Grafiker*in und eine gemeinsame Herausforderung. Welches innovative Potential sich entfaltet, wenn Denker*innen aus verschieden Disziplinen und mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen versuchen, ausgehend von einer zentralen, kreativen Frage Überlegungen zu komplexen Zusammenhängen anzustellen, um damit ihren Beitrag zur Innovation in unserer Gesellschaft zu leisten, konnten Zuseher*innen des Ars Electronica Selection Channels während des Ars Electronica Festivals 2020 live miterleben.

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Die Creative Question Challenge (CQC) ist ein neues Brainstorming-Format, das die Welt in einer 30-minütigen Auseinandersetzung mit zukunftsrelevanten Fragen zum Nachdenken anregen möchte, während diese Gedanken via Mind Map sortiert werden. Die CQCs boten nicht nur eine globale Live-Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit, die Diskussion durch aktive Partizipation im Chat selbst mitzugestalten.

In gemeinsamer Mission fördern Ars Electronica und Hakuhodo die Methode des Art Thinking durch experimentelle Settings wie CQC, welches auf dem Future Innovators Summit (FIS) basiert, der seit 2014 im Rahmen des Ars Electronica Festivals stattfindet. Beide Formate wurden in Zusammenarbeit mit dem japanischen Kommunikations- und Designunternehmen Hakuhodo ins Leben gerufen.

Die durch die Pandemie verursachte Zäsur innerhalb unserer vertrauten Systeme stellt die Welt vor viele neue Herausforderungen. Um neue Perspektiven und Zukunftsszenarien für unser gesellschaftliches Leben zu entwickeln, wurde mit CQC eine Plattform geschaffen, über die wichtige Zukunftsthemen diskutiert und aus veränderten Blickwinkeln betrachtet werden können.

Auch das Ars Electronica Futurelab beteiligte sich an der kollektiven Herausforderung, unter anderem durch die Organisation von CQCs im Rahmen von Open Futurelab mit anregenden Beiträgen zu den Fragen:

visual map CQC art governance
Grafik: Kerstin Blätterbinder

Wie können wir die Potentiale der Kunst für unsere Städte der Zukunft nutzen?

„Jede Disziplin ist in irgendetwas wirklich großartig. Und Kunst ist wirklich großartig, wenn es darum geht, die Zukunft zu gestalten.“ – Thomas Gegenhuber (AT/DE), Assistenzprofessor für digitale Transformation an der Leuphana Universität Lüneburg

Warum wir uns viel stärker auf die Rolle der Kunst im öffentlichen Raum fokussieren sollten, welche Bedeutung sie für Vielfalt, Partizipation und Kritik an und in unserer Gesellschaft hat und weshalb wir der Fragilität öffentlicher Systeme unsere Aufmerksamkeit widmen sollten, um das Potential sozialer Empathie für eine verantwortungsbewusste Gestaltung von Zukunftskonzepten zu ermöglichen, und wie kreatives Denken an der Schnittstelle zwischen Kunst und Governance eine radikale Wende beeinflussen könnte, kann der Ars Electronica Futurelab Creative Question Challenge CQC: Art – Governance (in englischer Sprache) entnommen werden.

Moderiert durch Hideaki Ogawa (JP/AT), Director im Ars Electronica Futurelab, stellten sich Irini Papadimitriou (GR/UK), Creative Director von FutureEverything, zugeschalten aus Griechenland, und Thomas Gegenhuber (AT/DE), Assistenzprofessor für digitale Transformation an der Leuphana Universität Lüneburg live aus Linz der Herausforderung, ihre Gedanken zum Thema Kunst, Innovation und Politik gemeinsam zu ordnen.

Grafik: Kerstin Blätterbinder

Was ist die Zukunft des kreativen Ausdrucks?

„Kreativer Ausdruck entsteht nicht durch eine Technologie oder durch ein Instrument. Er kommt wirklich aus dem Innersten der menschlichen Natur.“ – Nobutaka Ide (JP), President & CEO Wacom Co Ltd

Warum ein global erfolgreiches Unternehmen wie Wacom für seine Innovationen eine Kollaboration mit der Kunst eingeht und sich nicht allein an technischen Gegebenheiten, Gewinnen und Erträgen orientiert, aber auch welch radikal neue Formen des kreativen Ausdrucks von diesem inspirierenden und umfassenden Forschungsprojekt zu erwarten sind, das kürzlich gemeinsam zwischen Wacom und dem Ars Electronica Futurelab gestartet wurde, können Sie (in englischer Sprache) in den folgender CQC zum interdisziplinären Forschungsprojekt Future Ink erfahren.

Zusammen mit Nobutaka Ide (JP), President & CEO von Wacom Co Ltd, bespricht Horst Hörtner (AT), CTO Ars Electronica Linz GmbH & Co KG und Managing Director im Ars Electronica Futurelab, moderiert durch Yoko Shimizu (JP/AT), Researcher & Artist im Ars Electronica Futurelab, die Frage, welchen Duktus Kreativität in Zukunft haben könnte.

Grafik: Kerstin Blätterbinder

Welche Rolle spielt die Kunst für die Zukunft der Bildung?

„Historisch gesehen war es die Aufgabe der Universtäten, Wissen von einem Punkt an den anderen zu transferieren. Nun brauchen wir neue, kreative Methoden und dynamische, transdisziplinäre Strukturen, um in einer Zeit der allgemeinen Verfügbarkeit von Informationen die gesellschaftlichen Erwartungen, die an uns gestellt werden, weiterhin erfüllen zu können.” – Prof. Elisabeth Gutjahr (DE), Chancellor am Mozarteum Universität Salzburg

Welche Rolle künstlerische, kreative Methoden und Ansätze für die Zukunftsfähigkeit und die gesellschaftliche Relevanz von Bildungssystemen spielen sollten und was derzeit das Innovationspotential im universitären Kontext behindert sowie mögliche Ansätze für einen grundlegenden Wandel hinsichtlich traditioneller Methoden der Wissensvermittlung konnten in dieser Ars Electronica Futurelab Creative Question Challenge zur Rolle der Kunst in der Bildung hinterfragt werden (in englischer Sprache).

Prof.in Elisabeth Gutjahr (DE), Rektorin am Mozarteum Universität Salzburg, und Horst Hörtner (AT), CTO Ars Electronica Linz GmbH & Co KG und Managing Director Ars Electronica Futurelab, skizzieren, moderiert durch Yoko Shimizu (JP/AT), Researcher & Artist im Ars Electronica Futurelab, die Bedeutung transdisziplinärer Ansätze der Kunst und der Wissenschaft für unsere Bildungssysteme sowie die sich verändernden Erwartungen an universitäre Methoden und Strukturen im Zeitalter des digitalen Wissenstransfers.

Grafik: Kerstin Blätterbinder

Warum sollte man Kunst und Wissenschaft zusammenbringen, wenn man Innovation erreichen will?

„Traditionell werden Kunst und Wissenschaft als zwei getrennte Disziplinen mit verschiedenen Konventionen und einem unterschiedlichen Publikum betrachtet, und doch haben sie ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die uns umgebende Welt verstehen.“ – Anouk Wipprecht (NL), Hi-Tech-Fashion-Designerin und Innovatorin

Welche die Voraussetzungen dafür sind, eine durch Kunst und Wissenschaft inspirierte Veränderungskultur in ein innovatives Arbeitsumfeld zu integrieren, welche Rolle Neugier, Offenheit und Verständnis den Methoden anderer gegenüber dabei spielen, die Grenzen zwischen den Disziplinen zu überwinden, und warum diverse, einander ergänzende Skill-Sets dabei helfen können, transdisziplinäre Ziele zu erreichen, hinterfragen die Teilnehmenden an der Ars Electronica Futurelab Creative Question Challenge (CQC) zum Thema Art – Science – Innovation (in englischer Sprache).

Über die Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft in Bezug auf eine sich immer schneller regenerierende Innovationskultur tauschen sich Christopher Lindinger (AT), Vizerektor für Innovation und ForscherInnen an der Johannes Kepler Universität, und Anouk Wipprecht (NL), Hi-Tech-Fashion-Designerin und Innovatorin, remote aus Miami, im Gespräch mit Roland Haring (AT), Technical Director im Ars Electronica Futurelab, live in Linz, gemeinsam aus.

Noch kreative Fragen?

Besuchen Sie die neue Website des Ars Electronica Futurelab und entwickeln Sie zusammen mit uns und unseren Creative Question Challenges neue Perspektiven, die dazu beitragen können unsere gemeinsame Zukunft aktiv mitzugestalten.