Menschen, Roboter und die Zukunft der Arbeit

Sie sind die Hoffnungsträger der Zukunft und stehen gleichzeitig unter schwerem Verdacht: Roboter sollen schon bald Einzug in unser tägliches Leben halten.

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Sie sollen den gegenwärtigen Arbeitsmarkt revolutionieren, menschliche Kompetenzen weitestgehend ersetzen und gelten als besorgniserregende Konkurrenz. Doch was ist wirklich dran an diesen mystischen, utopischen und dystopischen Zukunftsprognosen?
Martina Mara, Professorin für Robopsychologie an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), und Roland Haring, Director im Ars Electronica Futurelab, über die ambivalente Beziehung zwischen Menschen und Robotern und die Zukunft der Arbeit.

Wie wird sich unser Leben zusammen mit Robotern verändern? Was bedeuten sie für die Zukunft der Arbeit?

Martina Mara: Ich glaube, wir sollten diese Fragen eher ganz anders stellen: Wie möchten wir denn, dass die Zukunft der Arbeit aussieht? Wie soll sich unser Leben denn durch Roboter verändern? Neue Technologien wie Roboter oder künstliche Intelligenz (KI) werden von Menschen entwickelt. Sie fallen nicht einfach vom Himmel auf die Erde. Insofern würde ich dafür plädieren, die Perspektive zu wechseln und aktiv nach erstrebenswerten Zukunftsbildern zu suchen. Dafür braucht es einen breiteren demokratischeren Diskurs. Wir müssen versuchen, mehr Menschen als bisher in diesen Diskurs einzubinden. Das ist ein sehr wichtiger Prozess, der sich noch weiter etablieren muss. Die Ars Electronica arbeitet daran ja seit langem und bindet viele unterschiedliche Zielgruppen in Fragen zur Zukunftsgestaltung ein. An der JKU versuchen wir das ebenfalls.

Aus einer humanistischen Perspektive betrachtet wäre es schön, wenn sich Arbeit in Zukunft mehr daran orientiert, was Menschen wirklich gut können. Und danach, was ihnen wirklich Freude macht. Man könnte argumentieren, dass Menschen sehr unterschiedlich sind. Doch Tätigkeiten, die stark wiederholend sind oder auch solche, die sehr monoton oder etwa auch gefährlich sind, bereiten Menschen häufig keine große Freude. Gleichzeitig sind das aber auch jene Aufgaben, die Roboter sehr gut ausführen können.
24/7 können diese nämlich dieselbe Arbeit verrichten, ohne dabei müde zu werden. Im Vergleich zu Menschen sind Roboter allerdings auf sehr spezifische Tätigkeiten spezialisiert und brauchen klar strukturierte Aufgaben. Im Generalisieren und Kontextualisieren hingegen sind sie eher schlecht. Wenn es darum geht, über einen bestimmten Zusammenhang hinauszudenken und Erlerntes auf andere Bereiche anzuwenden, wird der Mensch einem Roboter noch sehr lange überlegen sein.
Insofern trifft sich das wunderbar. Wenn wir eine Arbeitswelt der Zukunft entwerfen wollen, die menschliche Bedürfnisse stärker in den Vordergrund stellt, ist das in Wirklichkeit ein guter Deal.

„Ich plädiere dafür, das weit verbreitete Konkurrenzbild Mensch versus Maschine abzubauen und Roboter eher als potenziell nützliche Tools zu sehen. Wir sollten Zukunftsvisionen entwickeln, die kollaborativ und komplementär sind.“ – Martina Mara, Professorin für Robopsychologie an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU)

Roland Haring: Das ist richtig. Die kategorische Übertragung von Aufträgen an einen Roboter wird in den meisten Branchen nicht klappen. Das funktioniert in der Industrie, wo monotone, sich ständige wiederholende Abläufe die menschliche Arbeitskraft schon heute gut ersetzen können. Differenzierte Abläufe sind aber viel schwerer zu automatisieren. Es wird also nie die Aufgabe von Robotern sein, den Menschen komplett zu ersetzen.

Das ist auch die Idee, die dem kollaborativen Roboter zugrunde liegt. Wir nutzen ihn für unser gemeinsames Forschungsprojet CoBot Studio, das neue Methoden der Wissenschaft und die Möglichkeiten der Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern untersucht.
Bei diesen kollaborativen Systemen geht es um die gelungene Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen, in der in Zukunft das größte Potential liegen wird: Die Interaktionspartner sollen effizient – und vor allem gemeinsam – komplexe Aufträge erfüllen können. Das ist ein technisch realisierbares Ziel. Wenn zu komplexe Anforderungen an Roboter gestellt werden, für die sie nicht geschaffen sind, werden sie damit heillos überfordert sein.

„Eine vollkommene Übertragung der Tätigkeiten des Menschen an den Roboter wird ganz einfach nicht funktionieren.“ – Roland Haring, Director im Ars Electronica Futurelab

Dass die Technologie den Menschen nicht ersetzen wird, ist ein Trend, der sich deutlich abzeichnet. Ein Entweder-Oder-Denken ist also grundfalsch. Anhand der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz kann man das heute schon gut ablesen: Die KI dient schon heute in vielen Bereichen als eine Art Assistent der menschlichen Arbeitskraft. Sie kann die Produktivität enorm steigern und viele zeitaufwendige vorbereitende Arbeiten übernehmen. Doch sie wird nach wie vor von menschlichen Experten gesteuert und kontrolliert. Dass die künstliche Intelligenz auch den einen oder anderen Fehler macht, ist damit nicht das große Problem. Sie unterstützt, filtert aus und bereitet vor. Es gibt viele Bereiche, wo durch Digitalisierung und Automatisierung sehr viel Effizienzgewinn steckt. Der Mensch kann sich dann – unterstützt durch KI – auf seine eigentlichen, viel komplexeren Qualifikationen konzentrieren. Überall wo große Datenmengen eine entscheidende Rolle spielen, wird sie sogar dringend gebraucht. Je mehr Daten ein System zu verarbeiten hat, desto besser kann eine KI im Vergleich zu ihrem menschlichen Vorgesetzten performen.

Auch Aspekte der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit schränken die Szenarien stark ein, in denen Roboter eingesetzt werden. Aus rein technischer Sicht könnten Maschinen entwickelt werden, die auch komplexere Aufgaben übernehmen können. Doch so einen Roboter zu bauen ist so aufwendig und teuer, dass noch sehr lange die menschliche Arbeitskraft allein aufgrund ihrer ökonomischen Vorteile unersetzlich bleiben wird. Auch diese Relationen müssen in die Prognosen einkalkuliert werden.

In den einzelnen Branchen und Fachbereichen wird eine gewisse Separation der unterschiedlichen Tätigkeiten erfolgen, die die Arbeit in verschiedene Sektoren unterteilt: In solche, die durch Robotik und künstliche Intelligenz unterstützt oder übernommen werden können – und in solche, die auch in Zukunft dem Menschen vorbehalten bleiben werden.

Das klingt sehr positiv. Worin ist die große Skepsis gegenüber der Automatisierung und Digitalisierung am Arbeitsplatz in der Gesellschaft begründet?

Martina Mara: Robotik und KI sind in der Öffentlichkeit stark mystifiziert. Der ganze Bereich der Zukunftstechnologien – und Robotik sowie künstliche Intelligenz stehen oft synonym dafür – ist ein Bereich, der von vielen Menschen als „Rocket Science“ betrachtet wird. Viele haben das Bild einer humanoiden Zaubermaschine im Kopf, wenn sie an einen Roboter denken. Das ist kein Wunder, denn diese Bilder werden medial auch häufig transportiert. Dabei wird viel zu selten erklärt, was diese Technologien wirklich sind, worin sie gut sind und worin eben nicht.

„Roboter sind keine Zaubermaschinen, die vollkommen eigenständig lernen. Sie werden von Menschen programmiert und mit Daten gefüttert“ – Martina Mara

Um mehr Menschen einzubinden und einen demokratischen Diskurs zu ermöglichen, müssen wir einer breiten Öffentlichkeit Basiswissen über diese neuen Technologien zur Verfügung stellen und in der Gesellschaft für mehr „AI Literacy“ sorgen. Momentan oszilliert das Thema immer irgendwo zwischen Mystik, Utopie und Dystopie. Auf der einen Seite finden wir „Terminator“- und Weltuntergangsfantasien, und auf der anderen Seite das Bild jenes Roboters, der alle Probleme der Menschheit löst – und das alles in Kombination mit Science-Fiction-Visionen.

Doch Mystik und Dystopie führt bei vielen Menschen zu Vermeidungsverhalten und Berührungsängsten. Was wir brauchen, ist ein kritisch-konstruktiver Zugang und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema in der breiten Öffentlichkeit. Egal ob ich Forscher*in an der Universität bin oder einen Handwerksbetrieb führe: Zukunftstechnologien – Machine Learning, künstliche Intelligenz und Robotik – brauchen eine vielfältige Ebene der Reflexion. Der Vermittlung von Grundkompetenzen und Basiswissen kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu.

Künstliche Intelligenz spielt schon heute im Alltag eine wichtige Rolle – nur ist das noch wenigen Menschen wirklich bewusst. Physischen Robotern kommt im alltäglichen Leben bisher noch eine geringere Bedeutung zu als der KI.

Es gibt sicher Arbeitsbereiche, in denen Roboter – auch kollaborative Roboter – in naher Zukunft stärker Einzug halten werden. Mobile Roboter werden häufiger im Transportwesen eingesetzt, bringen in Krankenhäusern Bettwäsche von A nach B oder übernehmen vielleicht sogar Botendienste.

Insofern wäre es naiv, anzunehmen, dass überhaupt keine Berufsfelder durch neue Technologien ersetzt werden – auch wenn gleichzeitig neue Jobs dazukommen. Damit muss man offen umgehen. Man muss junge Menschen konkret darüber informieren, in welchen Branchen welche Tätigkeiten in absehbarer Zukunft von Maschinen übernommen werden können. Doch es gibt auch viele Bereiche, die für die Kollaboration mit dem Roboter prädestiniert sind. In diesen Bereichen gilt es, durch Information und Möglichkeiten der Interaktion mit Zukunftstechnologien gängige Vorurteile und Sorgen der Gesellschaft abzubauen.

Könnte auch die fehlende Präsenz von Robotern im Alltag eine Ursache für diese Mystifizierung sein? Im Gegensatz zu künstlicher Intelligenz haben vergleichsweise wenige Menschen mit Robotern zu tun. In welchen Bereichen wird sich das in den nächsten 25 Jahren ändern?

Roland Haring: Roboter die in unseren Wohnungen staubsaugen oder die unsere Rasen mähen gehören mittlerweile schon zu unserem Alltag. Sie sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sie effizient sehr klar definierte Aufgaben bewältigen können. Was ihnen allerdings noch weitestgehend fehlt, ist jede Form von Interaktion und Kommunikation mit ihrem Umfeld. Sie sind rein auf ihre Aufgabe konzentriert und weichen höchstens Hindernissen aus. Das wird sich zunehmend ändern, da durch neue Formen von Sensorik die Interaktionsfähigkeit von Robotern verbessert wird.

„Ein großes Potential für den Einsatz von Robotik bietet zum Beispiel das ganze Thema Mobilität, Verkehr und Logistik. Autonome Fahrzeuge, die ja auch zu den robotischen Systeme zählen, haben schon jetzt einen großen Einfluss auf unser alltägliches Leben – Oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind.“ – Roland Haring, Director im Ars Electronica Futurelab

Amazon investiert derzeit in die Vollautomatisierung deren Warenhäuser. In diesem Bereich gibt es gigantische Fortschritte. Im Prinzip baut das Unternehmen damit jedes Jahr 20% – 30% seiner Mitarbeiter*innen ab. Im Bereich der Logistik, also im Online-Handel, sind Roboter schon jetzt ganz klar billiger als die menschliche Arbeitskraft. Ohne sie würden diese Systeme nicht funktionieren. Der Online-Handel etabliert damit sich gerade zur „Einkaufsstraße in der Zukunft“. Das hat natürlich einen großen Impact auf unser Konsumverhalten und damit unseren persönlichen Alltag. Es wird aber auch Veränderungen unserer gewohnten Umgebung zur Folge haben. Geschäftslokale werden schließen und unser Städtebild wird sich damit stark verändern.
Auch ohne einen direkten und physischen Kontakt zu robotischen Systemen üben Roboter also schon heute einen großen Einfluss auf das Leben des Einzelnen aus. Durch autonome Fahrzeuge und Transportmittel wird sich unser Mobilitätsverhalten im Allgemeinen massiv verändern. Auch die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Klimaproblematik wird einen großen Impact für uns alle haben.

Der abstaubende Buttler und Concierge im Haushalt wird dagegen noch eine Zeit lang auf sich warten lassen. Die Entwicklung solch komplexer Systeme ist sehr aufwendig und teuer – wenn nicht gar unmöglich. Die Arbeitsabläufe sind nicht klar und monoton genug. Doch auch die Umgebung spielt da eine wichtige Rolle. Umso menschlicher ein Umfeld ist, desto schwieriger ist die Automatisierung. Im Gegensatz zum privaten Umfeld, das für Menschen konzipiert ist, kann man in einer Lagerhalle relativ einfach die Voraussetzungen dafür schaffen, die für Roboter optimal sind: Von Leitsystemen und Markierungen über Ladestationen und Etikettierungen kann hier alles hinsichtlich der Automatisierung optimiert werden. Das ist in einem privaten Haushalt nicht einfach, dessen Infrastruktur sich immer an menschlichen Bewohner*innen orientiert.

Auch die Gastronomie ist ein Bereich, den man gut standardisieren kann: Servicepersonal durch robotische Anlieferungs- und Kommunikationssysteme zu ersetzen ist in der Gastronomie Koreas zum Beispiel schon ziemlich lange ein Hype.
Die Anlieferung von Mahlzeiten oder Getränken ist auch für den gesamten Pflegebereich ein interessantes Thema. In der Logistik von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen eingesetzte Kommunikationsroboter können viel schneller und effizienter Kontakt zu Pflegepersonal ermöglichen, das auf der Grundlage der vom Roboter eingeholten Informationen Dringlichkeiten wiederum besser priorisieren kann. All diese Bereiche werden in absehbarer Zeit zu hybriden, kombinierten Systemen werden.

Die Skepsis und viele Akzeptanzprobleme werden sich mit der Zeit ganz einfach erübrigen. Mit einer neuen Generation wächst eine Gesellschaft auf, die schon ganz anders mit diesem Thema umgehen wird. Die Bereitschaft, beim technologischen Fortschritt in die Zukunft mitzumachen, wird dabei vorausgesetzt. Doch Menschen, die tatsächlich im Arbeitsumfeld mit Robotern zu tun haben, werden zu Menschen werden, die ihre Berührungsängste schnell abbauen.

Bereitet sich unsere Gesellschaft entsprechend auf die Umstellung am Arbeitsmarkt vor? Funktioniert die Aufklärung der jungen Generation in diesem Bereich schon gut?

Martina Mara: Wir beginnen schön langsam, darüber nachzudenken, wie Ausbildungen für den Arbeitsmarkt von morgen aussehen müssen, welche Kompetenzen und Skills zukünftig stärker gebraucht werden. Es gibt aber noch viel Optimierungspotenzial. Vor allem auch in Richtung der jungen Generation ist es eklatant wichtig, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Es wäre schön, wenn sich die Gesellschaft durch insgesamt größere Technological Literacy selbstbestimmter mit diesen Themen auseinandersetzen könnte. Wer zumindest über Basiswissen darüber verfügt, wie eine Technologie grundsätzlich funktioniert und wie sie genutzt werden kann, kann sich auch viel eher damit befassen, wie man sie selbst in verschiedenen Interessensbereichen sinnvoll einsetzen könnte. Auch darüber, welche Tätigkeiten in den nächsten Jahren nicht mehr so gefragt sein werden und wie man sich aktiv neue Aktionsräume schaffen kann, kann man mit solch einem Basiswissen besser reflektieren.

Bei der Entstehung neuer Jobs gäbe es viel Potenzial in der Verknüpfung zwischen aktuellen Technologien und anderen Fachdomänen, beispielsweise KI und Gesundheit oder auch KI und Klimaschutz. In solchen Brückenschlägen liegt viel Innovationspotenzial, das sich aber erst durch Wissen in jeweils beiden Bereichen entfalten kann.

In welche Richtung muss sich unser Bildungssystem an die sich verändernden Anforderungen adaptieren?

Martina Mara: Neben der Vermittlung technologiebezogener Kompetenzen muss künftig auch die Förderung charakteristisch menschlicher Skills eine größere Rolle spielen, denn diese werden zunehmend relevant. Dazu gehören sozial-kommunikative Skills genauso wie Kreativität, Erfindergeist, kritisches Denken und Eigeninitiative. Die Vermittlung von Methoden der Ideation oder auch Möglichkeiten zur Kollaboration in durch Diversität geprägten Teams müssen damit im Bildungsbereich stärker in den Fokus rücken. Im Moment werden Begriffe wie Interdisziplinarität, Ideation und Kreativität eher als Buzzwords benutzt – mit oftmals zu wenig praktischer Bedeutung. Das Bildungssystem sollte sich stärker auf diese Kernkompetenzen fokussieren und diese fest im System verankern müssen. Was im schulischen Bereich in diesem Kontext vermittelt wird, hängt noch zu stark vom Engagement einzelner Lehrkräfte ab.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit in und an der Zukunft einer neuen Ausstellung im Ars Electronica Center, über den Fortschritt der Forschung an der gelungenen Kommunikation zwischen Mensch und Maschine im CoBot Studio und auch darüber, wie man einem Roboter vertrauen kann am Ars Electronica Blog. Neue Perspektiven auf die Zukunft der Menschlichkeit zusammen mit Robotern gibt es in Humanity and Robotinity, Episode 4 aus der Jubiläumsserie des Ars Electronica Futurelab.

Martina MaraMartina Mara hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und an der Universität Koblenz-Landau zur Nutzerakzeptanz menschenähnlicher Maschinen in Psychologie promoviert. Nach langjähriger Forschungstätigkeit im außeruniversitären Bereich – darunter viele Jahre am Ars Electronica Futurelab – wurde sie im April 2018 als Professorin für Robopsychology an das Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität Linz berufen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen psychologische Bedingungen einer menschenzentrierten Technologieentwicklung und interdisziplinäre Forschungsstrategien. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie untersucht sie derzeit unter anderem Vertrauensprozesse in der Mensch-Roboter-Kollaboration, gender-spezifische Sprachassistenzsysteme oder die Wirkung medialer Bilder über Künstliche Intelligenz. Mara ist Mitglied des österreichischen Rats für Robotik und Künstliche Intelligenz (ACRAI) und kommentiert als Kolumnistin der Oberösterreichischen Nachrichten das technologische Zeitgeschehen regelmäßig auch für ein breiteres Publikum. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit einem Futurezone Award und dem Wiener Frauenpreis für Digitalisierung 2019.

Roland Haring, Ars Electronica FuturelabRoland Haring studierte Medientechnik und Design an der Fachhochschule Hagenberg. Seit 2003 ist er Mitglied des Ars Electronica Futurelab und eine der treibenden Kräfte hinter den F&E-Bemühungen des Labors. Seine Aktivitäten umfassen Forschung und Entwicklung in mehreren großen F&E-Projekten mit akademischen, künstlerischen und kommerziellen Partner*innen und Mitarbeiter*innen.
Derzeit ist Roland Haring Technischer Direktor des Ars Electronica Futurelab und mitverantwortlich für die allgemeine Leitung, inhaltliche Konzeption und technische Entwicklung. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der (software-)technischen Leitung großer, forschungsintensiver Projekte ist er Experte für Design, Architektur und Entwicklung interaktiver Anwendungen. Erfahren Sie mehr über Roland Haring’s Key Research Coimmersive Spaces auf der Website des Ars Electronica Futurelab