ORIBOKIT: Robotic Origami zum Selbermachen

Mit Oribokit™, einem DIY-Bausatz für robotisches Origami will Matthew Gardiner die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft kollektiv überwinden – in Richtung Zukunft.

| | |

Wie Sie mitmachen können? Eine detaillierte Anleitung dazu finden Sie hier:

Seine nahtlos schönen und aufwendig gefalteten Objekte sind aus dem Kontext der zeitgenössischen elektromechanischen Kunst nicht mehr wegzudenken und verbinden die traditionelle und natürliche Struktur von Origami mit modernster Technologie: Für den Bau seiner sensiblen Roboter nutzt er nichts weniger als die komplexe Struktur von gefaltetem Papier.

Die Beobachtung der programmierten Transformationen dieser fragilen Figuren wirft in den Köpfen der faszinierten Betrachter*innen eine zentrale Frage auf: Können die Kunst und die Wissenschaft hinter Matthew Gardiner’s Forschung zukünftige Roboter natürlicher machen?

Matthew Gardiner, Key Researcher und Artist im Ars Electronica Futurelab, baut seine Oribots, um auf eine neue Entwicklung im Bereich der Technologie zu verweisen, aber auch um die uns umgebende Welt und ihre Natur besser zu verstehen. Mit seiner Forschung entwickelt er neue Ansätze – zum Beispiel Design, Soft Robotics, Faltdruck und Architektur. Die funktionale Ästhetik seiner sich sanft bewegenden Objekte, die auf körperliche Bewegung reagieren, hat einen starken Bezug zur Robotertechnik, aber gleichzeitig auch zu unserer natürlichen Umgebung.

In seinem Bestreben, möglichst viele Menschen an seinen Experimenten teilhaben zu lassen, hat er einen Satz von Komponenten zusammengestellt, aus denen jede*r mit relativ einfachen Mitteln einen eigenen Origami-Roboter bauen kann. Er zeigt Ihnen, wie Sie selbst einen Oribot herstellen können, indem Sie einigen Anleitungen und einer Reihe von zehn kurzen Video-Tutorials folgen.

„Falten ist eine historische Kulturtechnik, die einen bedeutenden Beitrag in dieser Welt geleistet hat. Aber ich bin überzeugt davon, dass Origami gleichzeitig eine zukunftsweisende Technologie für das 21. Jahrhundert ist.“ – Matthew Gardiner Artist and Key Researcher in the Ars Electronica Futurelab

1. Besorgen Sie sich Ihr eigenes ORIBOKIT™

Das ORIBOKIT™ ist ein kunst-wissenschaftlicher Bausatz, mit dem Sie Ihren eigenen Origami-Roboter nachbauen können – zuhause. Das modulare System kann nach Lust und Laune für andere Origami-Roboter adaptiert werden. Wenn Sie die Origami-Komponenten ausprobieren möchten, bevor Sie einen Bausatz besorgen, gibt es eine kostengünstige Übungsvorlage. Das ORIBOKIT™ ist unter https://oribokit.com erhältlich.

Der Inhalt:
1, 2 oder 3 Oribok-Blüten mit einfach zu faltendem, lasergeschnittenem Papier
Servomotoren
Antriebsdrähte
und einen Arduino-kompatiblen STM32-Mikrocontroller plus Open-Source-Firmware

2. Bereiten Sie die Ankunft Ihres ORIBOKIT™ vor

Art-Making mit dem ORIBOKIT™ erfordert einige einfache Schritte: Bevor Sie Ihr Kit erhalten, sollten Sie sich überlegen, wo Sie Ihr fertiges Werk aufhängen wollen. Suchen Sie eine Wand, eine Fläche oder einen Bereich mit einer zugänglichen Steckdose. Gehen Sie in einem Park spazieren und suchen Sie sich anderswo den Ast eines Baumes. Wenn Sie in Australien leben, eignen sich Eukalyptuszweige hervorragend dafür – vor allem getrocknete. Denn die Farbe der Blätter passt hervorragend zum Papier des Mechanismus. Oder denken Sie einfach noch ein wenig über einen anderen Gegenstand nach, an dem Sie Ihre Oribokit-Blüten anbringen möchten. Überprüfen Sie die Liste nicht enthaltener Gegenstände, die Sie vielleicht noch brauchen, wie z. B. ein USB-Netzteil, ein USB-C-Kabel und Papierkleber, damit Sie gut vorbereitet sind. Wenn Ihr Kit ankommt, so packen Sie es sorgfältig aus und nehmen Sie an den folgenden Video-Workshops teil.

Was Sie dazu brauchen:

Oribokit™
Schere und Bastelmesser
Phillips Kreuzschlitz-Schraubenzieher #1 (klein)
Klebestift
Papierschnipsel zum Aufkleben
(optional) Bleistift und Notizblock, um Notizen zu machen
USB-C-Kabel und USB-Netzteil, mindestens 5 W (besser 10 W), um das Oribokit™ mit Strom zu versorgen

3. Folgen Sie der Anleitung und bauen Sie ihren eignen Origami Robot

ORIBOKIT™ Einleitung, Tools und Überprüfung der Bestandteile
Bevor Sie anfangen, das Oribokit zusammenbauen, sollten Sie sich dieses Video anschauen. Es erklärt den Bausatz, die benötigten Werkzeuge und Materialien und zeigt auch die Bestandteile des Kits. Das ist nützlich, um zu überprüfen, ob Sie alles haben, was Sie brauchen.

ORIBOKIT™ Bereiten Sie die Blüte und den Falt-Mechanismus vor

ORIBOKIT™ Der Mechanismus der Blüte

ORIBOKIT™ Das Falten der Blütenblätter

ORIBOKIT™ Verbinden Sie die Blütenblätter mit dem Mechanismus

ORIBOKIT™ Controller-Platine und Servo-Setup

ORIBOKIT™ Die mechanische Montage der Drähte

ORIBOKIT™ ORIBOKIT™ Die Montage der Kabel auf der Platine

ORIBOKIT™ Die Installation auf dem Zweig

ORIBOKIT™ Überprüfung der letzten Details

Abonnieren Sie Matthew Gardiner’s Youtube-Kanal, um über Orgami Robotics auf dem Laufenden zu bleiben: Ein weiteres Oribokit-Video-Tutorial folgt in Kürze. Das Thema: Die Programmierung des Oribokits.

Besuchen Sie Matthew Gardiner in seinem Oribotics-Atelier auf Ars Electronica Home Delivery, erfahren Sie mehr über seine Key Research zu Origami Robotics auf der Website des Ars Electronica Futurelab oder besuchen Sie unsere Alchemist*innen der Zukunft beim Ars Electronica Festival.

Matthew Gardiner, Ars Electronica FuturelabMatthew Gardiner ist ein weltweit führender Experte im Bereich der Oribotik. Er leistete Pionierarbeit bei der Verschmelzung von Origami, Faltung und Robotik und prägte damit einen wichtigen Begriff im Kontext von zeitgenössischer elektromechanischer Kunst. Gardiners künstlerischer Kontext umfasst bereits einige Generationen an Oribotic-Kunst. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit betreibt er teambasierte Forschung innerhalb kommerzieller Institutionen und Universitäten. Seine interdisziplinäre Erfahrung umfasst ästhetisches und interaktives Erlebnisdesign, digitale Fertigung, Rapid Prototyping, Origami auf Expertenniveau und das Schreiben von Code. Als Innovator kam Gardiner 2010 als vom Australia Council for the Arts unterstützter Artist in Residence ins Ars Electronica Futurelab. Während dieser Zeit entwickelte er sein Hauptwerk Oribotics [the future unfolds] und wurde später – als einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der funktionalen Ästhetik – Mitglied der Forschungs- und Innovationsgruppe. Gardiner war maßgeblich an der Kuratierung und Produktion der Flaggschiff-Ausstellung Project Genesis zum Thema Synthetische Biologie beteiligt. Das Projekt war die Schlussfolgerung des Workshop-Programms Living Logic, das als Teil eines dreijährigen FP7-Projekts der Europäischen Union Studiolab. Seine aktuellen Forschungsaktivitäten umfassen eine Doktorarbeit zum Thema Folding and Technology und ein großes, vom FWF PEEK gefördertes Kunstwissenschaftliches Forschungsprogramm: ORI* Über die Sprache und Ästhetik des Faltens und der Technologie. Gardiner ist Bestseller-Autor von „Everything Origami“ und war von 2003-2009 künstlerischer Leiter von Folding Australia.