Asunder

Tega Brain (AU), Julian Oliver (NZ), and Bengt Sjölén (SE)

Asunder reagiert auf das wachsende Interesse am Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Bewältigung kritischer Umweltprobleme, indem es diesen Ansatz wörtlich nimmt und modernste Klima- und Umweltsimulationstechnologie, einen 144-CPU-Supercomputer und Techniken des maschinellen Lernens zur Bilderstellung kombiniert. Das Ergebnis ist ein fiktiver „Umweltmanager“, der künftige Veränderungen auf dem Planeten vorschlägt und simuliert, um sie sicher innerhalb der planetarischen Grenzen zu halten. Asunder hinterfragt Annahmen über die Neutralität von Computern, unser zunehmend verzweifeltes Streben nach technologischen Lösungen für planetarische Herausforderungen und das breitere ideologische Framing von Umwelt als System. 

Die Arbeit ist in diskrete Simulationen für verschiedene Regionen gegliedert, wobei das Ökosystem als Rechenfläche dargestellt wird. Wenn Städte verlegt, Nationen zusammengelegt, Küstenlinien begradigt oder Flüsse verschoben werden, wechselt das Werk von humorvoll zu absurd, von unheimlich ökofetischistisch zu zäh-bürokratisch. 

 

 

Credit: Asunder was commissioned by the MAK for the VIENNA BIENNALE 2019. Exhibition views from the The Eternal Network, transmediale 2020.