Drehbücher für die Welt von morgen

Als Chefinspektor Kroisleitner ist er in der Fernsehserie "SOKO Kitzbühel" bekannt geworden. Beim Prix Ars Electronica 2014 übernimmt er die Rolle des Jurymitglieds in der Kategorie "u19 - CREATE YOUR WORLD".

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Spätestens mit seiner Rolle als Chefinspektor Kroisleitner in der Fernsehserie „SOKO Kitzbühel“ ist der österreichische Schauspieler Ferry Öllinger im deutschsprachigen Raum bekannt geworden. Beim Prix Ars Electronica 2014 übernimmt er nun eine weitere Rolle – diesmal als Juror in der Kategorie „u19 – CREATE YOUR WORLD“, der Kategorie für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. In den 1980er Jahren zählte er zu den Mitbegründern des „Theater Phönix“ in Linz, jetzt steckt Öllinger intensiv in den Vorbereitungen zur Premiere des Stücks „Der Herr Novak“ von Gerhard Haderer. Trotzdem hat er sich kurz Zeit genommen, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Stimmt es, dass Sie als Jugendlicher eigentlich lieber Journalist oder Lehrer werden wollten?

Ferry Öllinger: Naja, ich habe in Salzburg Germanistik und Sport Lehramt angefangen, dann auf Germanistik und Publizistik gewechselt – mit dem Ziel, PR-Fachmann zu werden. Aber die Schauspielerei war immer dominanter und so habe ich viele Berufe nur spielerisch auf der Bühne oder vor der Kamera ausgeübt, wie Lehrer, Pfarrer, Journalist, Polizist, Bürgermeister, Winzer, Glasbläser, Schmuggler, Clown, Beamter, Bauer, und so weiter.

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Und nun sind Sie auch Juror beim Prix Ars Electronica 2014. Was erwarten Sie sich von dieser neuen Rolle?

Ferry Öllinger: Ich erwarte mir „Drehbücher“ für eine zukünftige Welt… Interessante, spannende Ideen und Anregungen, auf die ich selbst nie gekommen wäre.

Als Jurymitglied werden Sie sich mit Ideen von morgen einer Generation auseinandersetzen, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Worauf legen Sie besonderen Wert?

Ferry Öllinger: Ich glaube, auf Kreativität und auf neue Denkweisen werde ich besonders schauen.

Kreativität, wie würden Sie das beschreiben?

Ferry Öllinger: Kreativität bedeutet für mich: Wissen neu kombinieren, Zusammenhänge neu denken, und daraus Neues schaffen zu können.

Der damals 17-jährige Dominik Koller hat im Jahr 2013 mit seinem „Visual:Drumset“ die Goldene Nica in der Kategorie „u19 – CREATE YOUR WORLD“ gewonnen. Durch das Kombinieren seiner Interessen und der Begeisterung auf diesem Gebiet ist dann sein Projekt entstanden. Sind das die Grundvoraussetzungen?

Ferry Öllinger: Das scheinen mir jedenfalls sinnvolle Voraussetzungen für jede Projektarbeit: Ausgehend von den Fragen „Was interessiert mich?“ und „Was begeistert mich?“

Sie sind 1959 geboren – welche zukunftsweisenden Ideen hätten Sie damals als Jugendlicher in den 1970er Jahren eingereicht, wenn es den Prix Ars Electronica schon gegeben hätte?

Ferry Öllinger: In den 1970ern habe ich mir immer vorgestellt, dass Roboter den Menschen die richtig schweren körperlichen Arbeiten abnehmen könnten. Also vielleicht einen Lastenträgerroboter!?

Und wie sieht es 2014 aus – was würden Sie sich heute wünschen?

Ferry Öllinger: Sich selber beamen zu können wäre schon cool. Aber ich fürchte, das wird noch ein Weilchen dauern! Vielleicht schaffen es ja die jetzigen u19er irgendwann einmal…

Während der Einreichschluss bei allen anderen Kategorien schon am 19. März 2014 endet (weitere Infos dazu auf ars.electronica.art/prix), können Ideen und Projekte in der Kategorie „u19 – CREATE YOUR WORLD“ noch bis zum 2. April 2014 eingereicht werden – egal ob als Einzelperson oder als Gruppe, ob fertige Arbeiten oder klare Konzepte: Deine Ideen für die Welt von morgen sind gefragt. Details dazu gibt es auf u19.at.

Nachträglicher Hinweis: Ferry Öllinger hat seine Teilnahme als Jury-Mitglied leider kurzfristig abgesagt.