So forschen wir im Deep Space 8K (1)

Ob einzeln oder in großen Gruppen, mit Robotern oder in virtuellen Welten: Der Deep Space 8K macht einzigartige Forschung möglich.

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Know-how, technische Ausstattung und Größe: Der Deep Space 8K im Ars Electronica Center in Linz – entwickelt und laufend verbessert vom Ars Electronica Futurelab – bietet einzigartige Möglichkeiten, Forschung in verschiedensten Sparten zum Leben zu erwecken. Zum einen können einzelne Teilnehmer*innen mittels Virtual Reality in riesige fremde Welten eintauchen, wo sie zum Beispiel mit echten Robotern kommunizieren. Zum anderen stellt der Deep Space 8K eine eigene Entität in der Forschung dar: als einzigartige großräumige 3D-Immersions-Infrastruktur nicht nur für einzelne User, sondern auch für große Benutzergruppen von bis zu 100 Personen.

Während es zahlreiche kommerzielle Lösungen für Single-User-Interfaces mit Virtual-Reality-Brille gibt, ist die Möglichkeit, große immersive Erlebniswelten zusammen in 3D zu erkunden und gemeinschaftlich in Interaktion zu treten, bisher kaum erforscht. Die Gründe dafür liegen in der Besonderheit eines dafür nötigen Spezialraums: substantielle Investitions- und Betriebskosten treffen auf die Notwendigkeit, passende Inhalte zu erstellen und diese auch zu vermitteln. Dabei bieten immersive Räume für große Gruppen einzigartige Möglichkeiten für persönliche Erlebnisse ebenso wie für die Forschung: Im Deep Space 8K lassen sich eindrückliche hybride Szenarien mit realen wie virtuellen Versatzstücken erstellen. Der Aufwand eines gleichwertigen physischen Versuchsaufbaus ist exorbitant höher, wenn nicht gar unmöglich – eine ganze Großstadt oder ein Unterwasserlabor stehen nicht mal eben für Forschungszwecke zur Verfügung.

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Mit Technik kommunizieren – ganz natürlich

Anders als allein vor einem Bildschirm oder in kleinen Räumen mit 3D-Brille, ist die Körperlichkeit ein wichtiger Bestandteil der Erfahrung im Deep Space 8K. Hier findet daher wegweisende Forschung zu Natural User Interfaces statt, der natürlichen Kommunikationsfähigkeit insbesondere über auditive Signale, Gesten und Bewegungen. Wie gelingen Kommunikation mit und die Bedienung von Technik selbsterklärend, ohne Vorkenntnisse und zusätzliche technische Geräte? Welche Interfaces werden von Benutzer*innen gar nicht als solche erkannt, sondern organisch zur Interaktion mit Soft- und Hardware genützt?

Schon 2010 hatte einer der bekanntesten humanoiden Roboter im Deep Space dazu seinen Auftritt für die Forschung: Das Team von Honda R&D und ihr ASIMO untersuchten mit dem Ars Electronica Futurelab, wie nonverbale Kommunikation zwischen Mensch und Roboter funktioniert. ASIMO lud die Proband*innen in “Deep Symphony” mit Gesten und Bewegungen ein, gemeinsam eine audiovisuelle Umgebung zu erforschen.

Roboter als Kolleg*innen

Ein aktuelles Beispiel aus der Forschung im Deep Space 8K ist das mehrjährige Projekt „CoBot Studio“ des LIT Robopsychology Lab der Johannes Kepler Universität Linz in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab und fünf weiteren Partnern: Wie gelingt die Kommunikation mit einem Roboter-Kollegen, um das virtuelle Meer von Plastik zu befreien? Proband*innen arbeiten dafür in einem Experiment im Deep Space 8K mit einem echten mobilen Industrieroboter in einer faszinierenden stereoskopischen Virtual-Reality-Unterwasserlandschaft zusammen. Die Verständigung erfolgt über Gesten, Lichtsignale und verschieden ausführliche Erklärtexte. Erhebungen passieren über in situ Fragebögen die direkt im VR Raum vor dem User erscheinen und unmittelbar dort befüllt werden.

Lust auf mehr? In Kürze erscheint in diesem Blog Teil 2 über die Forschung im Deep Space 8K.