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Earth4All: Es ist noch nicht zu spät

50 Jahre nach „Die Grenzen des Wachstums“ warnt der Club of Rome mit „Earth4All“ vor den Folgen sozialer Ungleichheit für unseren Planeten: Ein Survival Guide für die Menschheit

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„Wachsende Ungleichheit riskiert den regionalen Zusammenbruch und die Klimakatastrophe“, so titelt der Club of Rome auf seiner Webseite. Der internationale Thinktank, bekannt durch seinen Bestseller Die Grenzen des Wachstums, warnte bereits 1972 vor der drohenden Überlastung unseres Planeten. Seither setzt er sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Mit ihrer neuen Publikation Earth4All: A Survival Guide for Humanity präsentieren die Expert*innen aus mehr als 30 unterschiedlichen Ländern die Ergebnisse aus ihrem jüngsten Forschungsprojekt, an dem sich führende Wissenschaftler*innen, Wirtschaftsexpert*innen und ein Team aus Systemdynamik-Computermodellierer*innen beteiligten. Sie stellen „fünf außerordentliche Kehrtwenden“ vor, um in einer einzigen Generation Wohlstand für alle innerhalb der planetarischen Grenzen zu erreichen.

„Etwas sehr Unangenehmes und schwer Verdauliches ist die Tatsache, dass das Wachstum des BIP strikt mit einem Wachstum der CO2-Emissionen einhergeht. – Ist das nicht beschämend? Ist es!“

Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, Politiker und ehemaliger Ko-Präsident des Club of Rome

Der deutsche Umweltwissenschaftler und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker ist ehemaliger Ko-Präsident des Club of Rome. Beim Ars Electronica Festival 2022 war er zusammen mit Till Kellerhoff, Club of Rome Programmdirektor und Manager der Earth4All Initiative, zu Gast bei uns hier in Linz. Mit seinen scharfsinnigen Analysen des gegenwärtigen Wirtschaftssystems hat er spätestens dann auch die Festival-Besucher*innen von der Endlichkeit unserer auf Wachstum ausgerichteten und soziale Ungleichheit fördernden Ökonomie überzeugt. Immer noch wäre es denkbar, die globale Erwärmung unter 2°C zu stabilisieren. Die Zukunft der Menschheit hänge vor allem von fünf Voraussetzungen ab: Dem Ende von Armut, der Ermächtigung von Frauen sowie der Beseitigung der eklatanten Ungleichheit, dem Aufbau eines für Menschen und Ökosysteme gesunden Nahrungsmittelsystems und der klaren Zuwendung hin zu sauberer Energie.
Zugegeben: Hehre Ziele, die wir demnach für unsere Zukunft auf diesem Planeten gemeinsam erreichen müssen, und zwar schnell. – Unmöglich ist das aber nicht!

„Ohne die Ungleichheit zu beseitigen, werden wir keine Erfolge verzeichnen.“

Till Kellerhoff, Club of Rome Programm-Direktor und Manager der Earth4All Initiative

Aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Jayati Ghosh, Entwicklungsökonomin und Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Massachusetts (IN), Astrid Rössler, Umweltsprecherin des Grünen Club im Parlament (AT) und Maria Langsenlehner, Projektleiterin des Umweltdachverbandes (DE) wird das Thema anschließend in der Podiumsdiskussion Earth4All – A Survival Guide for Humanity reflektiert. Durch die Diskussion führt Friedrich Hinterberger, Vize-Präsident des Club of Rome (AT).

„Ich kann die Frustration und die Erschöpfung wirklich nachvollziehen. Doch ich glaube wirklich daran: Wir können es schaffen!“

Jayati Ghosh, Entwicklungsökonomin, Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Massachusetts

Earth4All: A Survival Guide for Humanity, und die fesselnde Keynote von Ernst Ulrich von Weizsäcker wurden am Futurelab Day, dem 8. September, im Hörsaal 1 der Johannes-Kepler-Universität präsentiert. Ihr habt diese herausragende Veranstaltung verpasst? Wir haben sie für euch aufgezeichnet, um sie hier noch einmal hinaus in die Welt zu tragen. Nur wenn alle dabei sind, haben wir noch eine Chance!