Die Prix Ars Electronica Jury 2020: Computer Animation

Seit 1987 vergibt der Prix Ars Electronica jedes Jahr eine Goldene Nica in der Kategorie „Computer Animation“. Das ist die Jury, die 2020 über die beste Animation entscheiden wird.

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Noch bis 16. März 2020 ist es möglich, Computeranimationen zum Prix Ars Electronica einzureichen – das Spektrum reicht hier von 2D-Animationen über Computerspiele bis hin zu Virtual-Reality-Projekten. Das Einreichen selbst funktioniert am besten über die Online-Plattform, bei der ein Ausschnitt der Animation und eine Detailbeschreibung hochgeladen werden können.

Pro Kategorie werden auch heuer wieder fünf JurorInnen alle Einreichungen begutachten und daraus in akribischer Weise die besten Werke des Jahres küren. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winken die Goldene Nica, 10.000 Euro und ein prominenter Auftritt beim Ars Electronica Festival 2020 im September. Aber jetzt zurück zur Jury:

Birgitta Hosea

Beginnen wir mit Birgitta Hosea – sie ist Künstlerin und Hochschullehrerin („Reader in Moving Image“) und Leiterin des Animation Research Centre an der University for the Creative Arts in Großbritannien und beschäftigt sich intensiv mit dem Bereich der Expanded Animation. 2019 war sie schon einmal Jurorin dieser Kategorie und hielt beim letztjährigen Ars Electronica Festival einen Vortrag beim „Expanded Animation Symposium“ zum Thema „Interface“ – hier zum Nachsehen:

In diesem Jahr erscheint das Buch „Performance Drawing: New Practices Since 1945“, an dem sie als Co-Autorin mitgewirkt hat. Hier stellt sie sich der Frage, wann aus einer Zeichnung eine Aufführung wird – ganz unabhängig davon, ob jemand zusieht oder nicht. Das passt ganz gut zur Kategorie „Computer Animation“, denn der Begriff der Animation ist hier breit gedacht.

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Mathilde Lavenne

Die Golden-Nica-Gewinnerin, Filmemacherin und Künstlerin Mathilde Lavenne ist diesmal selbst im Jury-Team des Prix Ars Electronica mit dabei. Mit ihrem 2018 prämierten Film „TROPICS“ hat sie sich auf eine visuell eindrucksvolle Spurensuche nach einer längst untergegangenen Zivilisation in Mexiko begeben – visualisiert und erzählt in Form von Punktwolken, wie sie Laserscanner produzieren. Bei den Prix-Foren des Ars Electronica Festival 2018 war sie selbst in Linz, um „TROPICS“ und ihre Arbeitsweise vorzustellen.

Ihr neuestes Filmprojekt nennt sich „Solar Echoes“. Hier geht Mathilde Lavenne auf die Reflexionen der Sonnenstrahlen eines andalusischen Solarkraftwerks ein, dessen Architektur in gewisser Weise an einen heiligen Tempel erinnert.

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Mimi Son

Wer die CyberArts-Ausstellung des Ars Electronica Festival im Jahr 2017 besucht hat, kann sich sicherlich noch an die beeindruckende Installation „Light Barrier“ von Kimchi and Chips erinnern. Mit Hunderten Spiegeln wurden grelle Lichtstrahlen von Projektoren auf kunstvolle Weise in einem dunklen Raum verteilt. Es ist ein Projekt, das sie mit Elliot Woods im gemeinsamen Art Studio in Südkorea konzipiert hat.

Die Begeisterung für Geometrie und die Inspiration aus buddhistischer Philosophie prägt ihre künstlerische Arbeit, wie sie selber sagt. Eine Arbeit, die zwischen Kunst und Technologie stattfindet, zwischen dem Materiellen und dem Immateriellen. Mit einem weiteren Projekt – „Halo“ – hat sich das KünstlerInnenduo unter den freien Himmel begeben – genauer gesagt vor den Edmond J. Safra Fountain Court in London, wo sie Sonnenstrahlen in einer Nebelwolke bündelten.

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Erick Oh

Wir freuen uns ebenso wieder auf Erick Oh. Er war bereits zwei Mal Juror beim Prix Ars Electronica und hat sechs Jahre in den Pixar Animation Studios als Animationskünstler gearbeitet – unter anderem für Filme wie „Inside Out“ oder „Finding Dory“. Hier ein Auszug aus „seinen“ Szenen.

Sein unabhängiges Filmprojekt „The Dam Keeper“ wurde 2015 für einen Oscar in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ nominiert. Erick Oh war hier in seiner Funktion als „Supervising Animator“ im Einsatz. Derzeit arbeitet er nicht nur für das Animationsstudio „Tonko House“ sondern auch an einer Vielzahl von Projekten mit seinen Partnern in der Film-/Animations-, VR/AR-Industrie und auch in der Kunstszene in den USA und Südkorea.

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Peter Burr

Wer im Web nach “Peter Burr” sucht, trifft ganz schnell auf seinen Animationsstil, den sich der aus Brooklyn stammende Animationskünstler über die vergangenen Jahre selbst geschaffen hat. „Drop City“ ist beispielsweise ein „Staff Pick“ von Vimeo.

Sein aktuelles Animationsprojekt „Dirtscraper“, erstmals vorgestellt beim Sundance Film Festival in Utah, simuliert eine unterirdische Struktur, deren „intelligente Architektur“ von künstlichen Intelligenzen überwacht wird und daran auch Änderungen vornehmen.

Neugierig geworden? Mehr über den Prix Ars Electronica, die einzelnen Kategorien und die Jurys erfährt ihr hier sowie auf unserem Blog. Die Einreichphase läuft noch bis zum 16. März, die Jurysitzung findet Ende April statt, die GewinnerInnen werden dann Mitte Juni bekanntgegeben. Unzählige Hintergrundfacts „zum Prix Universum“, um euch die Wartezeit zu verkürzen, gibt es zum Beispiel auch hier