Take this: The New Digital Deal! (2/2)

Noch zahlreicher, noch spannender und noch vielfältiger: Hier kommt Teil Zwei der Highlights des Ars Electronica Festival 2021.

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Nach Teil Eins unseres Blogbeitrags zu den Highlights der einzelnen Festivaltage sind wir nun bei Teil Zwei am Festival-Freitag angelangt. Pünktlich zum Start des Wochenendes reißen die Programmpunkte nicht ab, ganz im Gegenteil: Sie präsentieren sich noch zahlreicher, noch spannender und noch vielfältiger! Wir garantieren euch: Hier ist für jede*n das richtige Event, der richtige Workshop oder die richtige Ausstellung dabei.

Freitag, 10.9. 2021 – Take this: The New Digital Deal!

Klimagerechtigkeit, nachhaltige Digitalisierung, Solidarität und Fürsorge, kohlenstoffarmes Design und Bildung und nicht zuletzt eine ordentliche Dosis Solarpunk – alles unverzichtbare Zutaten eines „New Digital Deals“ und deswegen auch Themen der gleichnamigen ganztägigen Konferenz am Freitag. Kuratiert und geleitet wird die von Michelle Thorne, Chris Adams, Christine Lariviere, Andres Colmenares und Alex Deschamps-Sonsin, allesamt Macher*innen von „branch“, einem mit dem „Award for Digital Humanity“ prämierten Online Magazin „written by and for people who dream of a sustainable and just internet for all“.

Nicht nur die Konferenz, auch eine eigene Ausstellung widmet sich explizit dem „New Digital Deal“ und den vielen Facetten, in denen sich das Digitale heute in unserem Leben manifestiert. Bloße Bestandsaufnahme ist die Schau keine, geht es doch immer um sinnvolle Potenziale, die digitale Technologien für unsere Gesellschaft entfalten könn(t)en. Dass schon bald nicht mehr der Hund, sondern ein ihm nachempfundener, smarter Roboter der „beste Freund“ von uns Menschen sein wird („Fascination Robotic“) darf daher stark bezweifelt werden – und doch ist der vierbeinige Robot das perfekte Beispiel dafür, dass wir in Sachen Technologie häufig die falschen Diskussionen führen. Statt eines polarisierenden „Die-Technologie-wird-alles-und-jedes-ersetzen!“ wäre ein „Wie-kann-Technologie-unsere-Möglichkeiten-sinnvoll-erweitern?“ hilfreich. Um solch sinnvolle Anwendungen geht es dann auch in der großen Ausstellung zum Festivalthema, in der man sich erst einmal verliert, um sich zu orientieren und wieder zu verlieren. Gezeigt wird hier etwa, wie aus überall erhältlichen medizinischen Hilfsmitteln und einem elektronischen Open-Source-Modul ein Notfall-Beatmungsgerät für COVID-Patient*innen wird („Eurus“), wie Blockchain im Sinne eines fairen sozialen und technologischen Wissenstransfers eingesetzt werden kann („1HWork“) oder mobile Roboter die Reflexion von Millimeterwellen zur sicheren Navigation durch Nebel oder Staubwolken nutzen können („Magic Eye“). Stellt sich zwischendurch die Frage, warum wir solch überzeugend gute Lösungen nicht – oder viel zu zaghaft – zum Einsatz bringen, während wir andere Technologien tagtäglich nutzen, obwohl sie hohe soziale oder ökologische Folgekosten verursachen? Wie wenig wir uns bewusst sind, wie weit Tech-Companies tatsächlich gehen, um aus unseren Schwächen, Unsicherheiten, Krankheiten und Suchtpotenzialen Profit schlagen, führt die Künstler*innengruppe „Laokoon“ mit einem außergewöhnliches (Daten-)Experiment vor („Made to Measure“).

Mögen diese unsere Wege häufig unergründlich scheinen, sicher ist, dass es eine entscheidende Rolle spielt, wie wir uns als Gesellschaft mit „der Zukunft“ auseinandersetzen, wie wir über sie sprechen und wie wir sie denken. Künstler*innen legen uns jedenfalls nahe, tradierte Hierarchien zwischen dem Realen und dem Potentiellen und das Denken in binären Kategorien wie „lokal – global“, „individuell – kollektiv“ oder „real – virtuell“ ein für alle Mal hinter uns zu lassen („Triopic Spectacle“).

Viele Projekte dieser sich über zwei Gebäude erstreckenden Themenausstellung sind übrigens das Ergebnis von Künstler*innen-Residencies die im Rahmen des 2018 initiierten „European ARTificial Intelligence Lab“1 angeboten und durchgeführt wurden…

Die immer weitergehende Automatisierung und Digitalisierung unserer Arbeits- und Lebenswelt, die zukünftigen Rollen von Menschen und Maschinen, das „Menschliche“ und die Bedeutung von Kreativität und Kunst – es sind die ganz großen Themen und Fragen, die Ugo Dehaes dann mit seiner Lecture-Performance „Simple Machines“ aufs Tableau bringt. Er erzählt die Geschichte eines Choreografen, der alles daransetzt, sich durch Technologie zu ersetzen. Er kreiert Maschinen, die erst in schleimigen Kokons heranreifen, diesen entschlüpfen und ihre ersten Schritte in einer neuen Welt tun. Nach und nach werden diese Robots nun selbstständig. Mittels Machine Learning trainieren sie unermüdlich und sind schon bald im Stande zu gehen, dann zu tanzen und schließlich auf einander zu reagieren und gemeinsam eine Show zu gestalten und aufzuführen, die das verzückte menschliche Publikum mit Applaus goutiert…

Simple Machines, credit: Ugo Dehaes

Wenn dann die Sonne hinter dem hoch oben thronenden Somnium der JKU versinkt, wird es Zeit, herausragende – menschliche – Künstler*innen auf die Bühne und ins Rampenlicht zu bitten. Auf dem Programm steht zunächst die Award Ceremony, die feierliche Preisverleihung des Prix Ars Electronica 2021. Gleich im Anschluss startet die „Große Konzertnacht“, die auch in diesem Jahr wieder ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis verspricht: Das Bruckner Orchester Linz, geleitet von Chefdirigent Markus Poschner, die Company of Music, unter der künstlerischen Leitung von Johannes Hiemetsberger, und der Schweizer Klangkünstler Andres Bosshard verwandeln die Kepler Gardens in eine faszinierende Klangwelt, die mit Bruckners 9. Symphonie Gestalt annimmt und sich mit Ligetis „Lux Aeterna“ wieder verflüchtigt.

Big Conert Night, credit: vog.photo

Samstag, 11.9.2021 – Das 21. Jahrhundert braucht Digital Humanists!

Den Lichtschalter drücken, ist von gestern. Mit sprachgesteuerten KI-Systemen lassen sich solche Handgriffe längst sehr viel zeitgemäßer erledigen. Es braucht bloß ein „Alexa!? …“ oder ein „Siri!? …“ und schon spitzen diverse Smart Assistants die Ohren, greifen auf internetbasierte Datenbanken zu und drehen das Licht für uns auf und ab, spielen Musik, zeigen Filme, bestellen das Essen oder irgendetwas anderes, das „andere auch gekauft haben“. Bleibt die Frage, ob Alexa und Siri uns nur dann (be-)lauschen, wenn sie es auch sollen? Ihre Hersteller sagen Ja. Aber wie glaubhaft ist das?

Im Zeitalter von Big Data und AI müssen wir grundsätzlich klären, wie wir mit unseren Daten umgehen wollen, wem sie gehören und wer über ihre Verwendung bestimmen darf. Zugleich ist das bloß die Spitze des Eisberges. Dringend nötig ist ein breiter gesellschaftlicher Diskurs darüber, wie eine digitale Gesellschaft aussehen kann, die den „Datenkapitalismus“ der IT-Monopolisten genau wie den „Datentotalitarismus“ autoritärer Regime hinter sich lässt und die Selbstbestimmung ihrer User*innen respektiert. Kulturelle Vielfalt statt infrastrukturelle Uniformität könnte man verkürzt sagen. Ergebnis eines solchen Diskurses könnte jedenfalls ein „Digitaler Humanismus“ sein, von dem sich Rahmenbedingungen und Spielregeln für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ableitet ließen. Meint und fordert auch die „European Platform for Digital Humanism“, der neben Ars Electronica eine ganze Reihe weiterer renommierte Institutionen der europäischen Kunst- und Kulturlandschaft angehören.

Was der Einsatz von Technologien wie KI für uns bedeutet, welche Chancen sich für uns als Gesellschaft dadurch eröffnen, aber auch welchen Problemen wir uns in dem Zusammenhang stellen müssen, ist zudem Thema eines weiteren großen EU-Projekts: des „European Artificial Intelligence Lab“. Einblick in den aktuellen Diskurs rund um eröffnet der „AI Lab Conference Day“. Auf dem Programm stehen mehrere Panels zu verschiedenen Themenkreisen: Das erste Panel widmet sich der „Media Literacy“. Es sprechen Kyriaki Goni (GR), Meredith Broussard (US), Martina Mara (AT) und Kanta Dihal (NL), die Moderation übernimmt Katrin-Cécile Ziegler (DE). Das zweite Panel steht ganz im Zeichen der Musik – Ali Nikrang (AT) moderiert das Gespräch mit Davide Quayola (IT), Paola Torres Núñez del Prado (PE), Leslie Garcia (MX). Panel Nr. 3 dreht sich um die „Civil Society” – mit dabei sind Caroline Sinders (US/UK), Kilian Kleinschmidt (DE), Glacier Kwong (HK/DE) und Simon Weckert (DE), moderiert wird das Panel von Julia Kloiber (DE). Das vierte und letzte Panel der ganztägigen Konferenz thematisiert den „Digital Feudalism“ – Frederike Kaltheuner (DE/UK) befragt Mark Coeckelbergh (AT), Sophie Zhang (US), Dieter Offenhuber (AT) und Renata Avila (GT).

Dass wir in einer – nicht nur herausfordernden, sondern auch recht spannenden – Zeit des Übergangs leben, ist auch Thema eines ungewöhnlichen Workshops. Adriana Knouf (US) lädt ein, sich mit den vielen, vielen kleinen Abweichungen und Störungen unseres tagtäglichen Lebens zu befassen, die von den großen allgemeinen Umwälzungen ausgehen. Das Ziel ihres Workshops: „Preparing to Become Transxxeno“!

Preparing to Become Transxxeno, Credit: Adriana Knouf

Für das, was vor uns liegt, brauchen wir also Handlungsfähigkeiten. Darüber hinaus brauchen wir aber auch Handlungsspielräume. Letztere werden uns ganz sicher nicht freiwillig eingeräumt werden. Im Gegenteil. Wir werden diese Handlungsspielräume einfordern und – freilich demokratischen Spielregeln folgend –durchsetzen müssen. Eine zentrale Rolle dabei spielen jene Communities und Aktivist*innen, die üblicherweise als die „Zivilgesellschaft“ bezeichnet werden. Viele davon, Stichwort Fridays for Future, sind „unter 19“ und repräsentieren die erste Generation, die Gefahr läuft, die volle Härte des Klimawandels und die damit verbundenen sozialen, ökonomischen und politischen Folgen zu spüren.

Ebenso ernsthaft wie unbeschwert widmet sich die diesjährige Ausgabe von create your world dem „New Digital Deal“. Welch tolle Ideen und Konzepte in den jungen Köpfen so herumschwirren unterstreicht gleich am Vormittag die „u19 – CREATE YOUR WORLD Ceremony“ bei der die Preisträger`*innen des Prix Ars Electronica ihre Sachpreise und natürlich die „Goldene Nica“ übereicht bekommen.

u19 Award Ceremony 2020: Samen / Anna Fachbach, Franziska Gallé, Jona Lingitz, Lisa Rass / HTBLVA-Graz Ortweinschule (AT), photo: tom mesic

Als Plattform und Spielwiese bietet das „Festival im Festival“ jungen Menschen aber vor allem die Möglichkeit, sich über Gegenwart und Zukunft auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben in Angriff zu nehmen. Lachen ist erlaubt und Vertrauen soll und kann dabei – wieder – aufgebaut werden.

Vertrauen in einander und die eigenen Ideen spielt auch eine wichtige Rolle beim ganztägigen Symposium „Co-Creation“, die der Verein ziwi – die Zivilgesellschaft wirkt ausrichtet. Mitmachen allein ist zu wenig, lautet die Ansage, dringend nötig sind neue Strategien und Räume, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, zu diskutieren und schließlich umzusetzen. Während – drinnen – beim Symposium Lectures und Best-Practice-Projekte vorgestellt und diskutiert werden, laden – draußen – mehr als 60 Initiativen, Vereine und Organisationen Groß und Klein, Jung und Alt dazu ein, die vielfältigen und mitunter ungewöhnlichen Varianten freiwilligen Engagements zu machen.

Zu dieser kreativen, innovativen und im besten Sinne chaotischen Nachbarschaft von create your world, die ziwi und Festival University gesellen sich während des Vormittags dann noch Biobäuer*innen aus ganz Oberösterreich hinzu. Sie bieten Produkte feil, die erst einmal „verdammt gut“ schmecken, gleichzeitig aber auch darauf verweisen, wie wichtig das Ökosystem Boden nicht bloß für die Natur, sondern vor allem für uns selbst ist.

Photo: BIO AUSTRIA, Marlene Wolfsteiner

Des Abends stehen zunächst in Kepler’s Garden die Konzerte von „Frau Sammer“ und Gregor Ladenhauf auf dem Spielplan, später lockt dann die „Linzer Klangwolke 21“ ans Ufer der Donau, in den Park zwischen Brucknerhaus und LENTOS Kunstmuseum. „PANTA RHEI“ lautet das Motto der Open Air-Inszenierung von Robert Dornhelm, Christoph Engel und Roman Kariolou, bei der die Grenzen zwischen Illusion und Wirklichkeit verschwimmen…

Sonntag, 12.9.2021 – Ende und Anfang

Der letzte Tag einer Ars Electronica ist nie das Ende. Sondern (so hoffen wir immer wieder aufs Neue) erst der Anfang und zwar einer Reihe neuer Initiativen und Projekte, die, inspiriert vom Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, ihrerseits und andernorts Menschen inspirieren und motivieren und zu Mitstreiter*innen für eine bessere Zukunft machen. Menschen wie die Youngsters von create your world, die freiwillig Engagierten im Netzwerk des Vereins die ziwi, die Teilnehmer*innen der Festival University, die Gewinner*innen des STARTS Prize2, des Awards for Digital Humanity und des Prix Ars Electronica, die alle hier und jetzt etwas tun, weil sie es satt haben auf die Politik, die Industrie oder sonst wen zu warten.

Das Ars Electronica Festival 2021 rückt zum Abschluss deshalb auch ganz bewusst noch einmal die Künstler*innen, ihr Denken und vor allem ihr Handeln in den Mittelpunkt. Es ist der Tag des Prix Ars Electronica, an dem die Gewinner*innen der Goldenen Nicas – nicht nur – über ihre preisgekrönten Projekte sprechen (letztere sind übrigens in der CyberArts-Schau zu sehen). Die offenen Diskussionen zwischen je einem Mitglied der renommierten Prix-Jury und den Gewinner*innen der unterschiedlichen Wettbewerbskategorien scheuen aber auch vor großen Fragen nicht zurück: Wie stellen wir uns das zukünftige Zusammenspiel von Menschen und Maschinen vor? Welche Rolle spielen Technologien wie KI in kreativen Prozessen und wie wirken sie auf die Kunst selbst ein? Im Prix-Forum „Computer Animation“ unterhalten sich Helen Starr und Guangli Liu (Golden Nica/ When the Sea Sends Forth a Forest), Veneta Androva (Award of Distinction / AIVA) und Erick Oh (Award of Distinction / Opera) über „The Re-enchantment of Humanism“, im Prix-Forum „Digital Musics & Sound Art“ sprechen Cedrik Fermont und Alexander Schubert (Golden Nica/ Convergence), Rashin Fahandej (Award of Distinction / A Father’s Lullaby) und Douglas McCausland (Award of Distinction / Convergence) über „A Pandemic Didn’t Stop the Sound“ sowie im Prix-Forum „AI & LifeArt“ befassen sich Jens Hauser und Samaneh Moafi / Forensic Architecture (Golden Nica/ Cloud Studies), masharu (Award of Distinction / The Museum of Edible Earth) und tranxxeno lab / Adriana Knouf (Award of Distinction / TX-1) mit „Im/Material Infrastructures“.

Wie das Denken und die Methoden der Kunst im Rahmen gesellschaftlichen Weitrentwicklung beitragen können, steht dann noch im Mittelpunkt des gemeinsam mit Hakuhodo durchgeführten „Art Thinking Forums“. Moderator Hideaki Ogawa (JP) unterhält sich mit Karen Palmer (UK), Dominique Chen (FR) und John Palmesino (IT) sowie Ann-Sofi Rönnskog (FI) von Territorial Agency darüber, wie die Kunst uns vor allem in Zeiten grundlegender Umwälzzungen Orientierung geben, Menschen aus unterschiedlichen Branchen und Milieus zusammenbringen und inspirieren und wie soziale Fragen aufgreifen und breite Debatte darüber anregen kann.

Wie virtuos Künstler*innen Geschichten über unsere (Lebens-) Welt erzählen und dabei den sprichwörtlichen Finger in unsere Wunde(n) legen, ist Jahr für Jahr auch im Rahmen des Ars Electronica Animation Festival zu sehen. Bestes Beispiel ist Guangli Liu, diesjähriger Gewinner des Prix Ars Electronica in der Kategorie „Animations“: Mit „When the Sea Sends Forth a Forest“ widmet er sich der vergessenen Geschichte der chinesischen Gemeinde Kambodschas, die von den Roten Khmer verfolgt, vertrieben und getötet und bei all dem von China im Stich gelassen wurde. Virtuos verwebt Guangli Liu die Propagandavideos der Roten Khmer mit den Schreckensbildern, die nach ihrem Sturz um die Welt gingen und 3D-Darstellungen einer Game-Engine. Das Ergebnis ist kein Urteil über die Geschichte, sondern ein virtueller Raum, in dem Vergangenheit und Gegenwart in einen Dialog treten: Der Ozean des Vergessens soll einem Wald aus persönlichen Erinnerungen an die Zeit der Roten Khmer und das tragische Schicksal ihrer unzähligen Opfer weichen.

Es sind ausnahmslos herausragende Akteur*innen der internationalen Medienkunstszene, die an diesem Festivalsonntag noch einmal zeigen, auf welch virtuose Weise sie uns berühren, verführen, provozieren und aufrütteln können. Und wer weiß, vielleicht sind es am Ende ja Künstler*innen, die den „vernünftigen Menschen“ dazu bewegen, das zu tun, was ihm und ihr die Ratio ohnehin nahelegt – den „New Digital Deal“ nämlich endlich anzugehen.

1 The European ARTificial Intelligence Lab is co-funded by the Creative Europe Programme of the European Union and the Austrian Federal Ministry for Arts, Culture, Civil Service and Sport.

2 The STARTS Prize has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 956603.