Vom Einzeller bis zum Planeten selbst — die Natur kennt keinen Abfall. Jedes Ende ist hier stets ein Anfang. Was, wenn wir unsere moderne Lebenswelt nach diesem Grundprinzip ausrichten und eine Kreislaufwirtschaft etablieren würden? Die Berge von Müll, die wir tagtäglich aufhäufen, wären ein für alle Mal Geschichte…

Auch wenn wir am Beginn unserer Reise stehen — die ersten Schritte in eine solche Zukunft sind wir schon gegangen. Wir leben in einer Region, in der Schrott genutzt wird, um hochwertige Stahlprodukte herzustellen. Eine Region, in der hart daran gearbeitet wird, nachhaltige Kunststoffe zu kreieren. Und eine Region, in der Abfälle im großen Stil gesammelt, sortiert und die in ihnen enthaltenen Ressourcen wiederverwendet werden.

All das müssen wir auf das nächste Level heben. Mit dem S+T+ARTS Center Oberösterreich haben wir die Voraussetzung dafür geschaffen.

S+T+ARTS Residency Artists

Kat Austens (UK/DE) künstlerische Praxis konzentriert sich auf die Verflechtung von Menschen mit Themen, die die Umwelt betreffen. Sie schafft klangzentrierte neue Medieninstallationen, Musikperformances und partizipatorische Arbeiten. Austens Praxis stützt sich auf umfangreiche Forschungen und Theorien und wird von der Motivation angetrieben, zu erforschen, wie wir uns in Richtung einer sozial und ökologisch gerechteren Zukunft bewegen können. In Circular Records wird Austen eng mit Fara Peluso (IT/DE) zusammenarbeiten, einer Künstlerin und Designerin mit großem Fachwissen in den Bereichen Biologie und Biomaterialien, die danach strebt, die Handlungsfähigkeit und Poetik lebender Organismen mit Hilfe spekulativer Designmethoden zu erforschen. Die beiden in Berlin ansässigen Künstlerinnen verfolgen eine starke transdisziplinäre, von der Kunst geleitete Forschungspraxis und möchten mit ihrer Kunst einen wesentlichen Beitrag zu zeitgenössischen Themen leisten. Austen war Stipendiatin am Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam, und am Cultural Institute (Climate Track) der University of Leeds, wo sie auch mehrere Residencies absolvierte. Peluso entwickelte während des zweijährigen Kunst-Design-Aufenthaltsprogramms „Mind the Fungi“ an der Technischen Universität Berlin, Institut für Biotechnologie und Art Laboratory Berlin, eine ausgeprägte Expertise in Biomaterialien.

Circular Records

Circular Records will eine Lösung entwickeln, die sich mit den Umweltauswirkungen der neuen Medienkunst befasst. Der Fokus liegt dabei auf der Klangkunst. So die Möglichkeit geschaffen werden, kohlenstoffarme oder kohlenstofffreie Klangwerke zu produzieren. Es handelt sich dabei um eine Alternative zur hochgradig umweltbelastenden und beliebten Vinyl-Schallplatte. Die Künstler*innen werden Biomaterialien testen, entwickeln und kombinieren, um die erforderlichen Materialeigenschaften zu erreichen, und gleichzeitig ein für dieses Material geeignetes Verfahren zur Herstellung von Schallplatten entwickeln. Am Ende werden sie den Prototyp eines experimentellen Musikalbums (This Land is Not Mine) herausbringen, das die Problematik der fossilen Brennstoffindustrie thematisiert.

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S+T+ARTS Center Oberösterreich

Oberösterreich-Karte

In Oberösterreich bündelt sich die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie. Darüber hinaus gibt es hier branchenübergreifende Forschungs- und Lernnetzwerke, die seit Jahren erfolgreich zu nachhaltigen und umweltfreundlichen Systemen der Kunststoffproduktion forschen und arbeiten.

Um diese Entwicklungen weiter zu befeuern und zusätzlich völlig neue und innovative Systeme zu implementieren, braucht es aber nicht nur das Knowhow der Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Sondern auch den kreativen Input von Künstler*innen und Designer*innen, das Engagement von Aktivist*innen und nicht zuletzt die Akzeptanz und Unterstützung einer möglichst breiten Öffentlichkeit.

Das ist die Mission des neuen S+T+ARTS Center Oberösterreich.

Am neuen S+T+ARTS Center Oberösterreich wirken die Greiner Innoventures GmbH, Johannes Kepler Universität und der Innovationshauptplatz der Stadt Linz mit, geleitet und koordiniert wird die Initiative von Ars Electronica.

Regionale S+T+ARTS Center in elf EU-Ländern

Die Initiative S+T+ARTS ist Teil des groß angelegten “Green Deal“ der Europäischen Kommission. Mit dem Programm „Regional S+T+ARTS Centers“ benennt die Initiative ihre regionalen und lokalen Niederlassungen. Für die dritte Ausgabe der Regional S+T+ARTS Centers haben sich zwölf führende Kultur- und Kunstinstitutionen, Innovations- und Cleantech-Zentren aus 11 Ländern mit dem Ziel zusammengeschlossen, die „Gegenwart zu reparieren“. Den neuen regionalen S+T+ARTS-Zentren schließen sich Gruppen lokaler Fachleute an, die die Künstler*innen während ihrer Residency dabei unterstützen, künstlerische Prototypen zu schaffen, die einen Beitrag zum Green Deal und zum New European Bauhaus der EU-Kommission leisten und damit die UN Sustainable Development Goals fördern.

Weitere Informationen...

Regional S+T+ARTS Centers: Snowball (Coord., BE), MAXXI Museum (IT), Art Hub Copenhagen (DK), STATE (DE), Onassis Stegi (EL), In4Art (NL), MEET (IT), CCCB (ES), Ars Electronica (AT), SONY CSL Lab (FR), Kersnikova (SI), CYENS Centre of Excellence (CY).

Dieses Projekt wurde von der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien der Europäischen Kommission im Rahmen der Fördervereinbarung LC01641664 finanziert.