Throwback: Going to the Country

2006 begab sich das Ars Electronica Festival erstmals in das barocke Augustiner Chorherrenstift St. Florian.

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Mit dem Ars Electronica Festival 2006 Simplicity – The Art Of Complexity brach das in Linz verankerte Festival erstmalig aus den traditionellen Programmschienen und Örtlichkeiten aus, um sich als „ganzes“ Festival an einen anderen Ort zu transferieren bzw. eine andere Perspektive einzunehmen. Mit Going to the Country begab sich die Ars Electronica auf der Suche nach Simplicity einen spätsommerlichen Tag lang in das barocke Augustiner Chorherrenstift St. Florian. Das historische Ambiente des aus dem 4. Jahrhundert stammenden Klosters mit seinen romantischen Wandelgängen, seinen einsamen, üppigen Innenhöfen und den prächtigen Festsälen, Refugien und spirituellen Räumlichkeiten verknüpfte sich harmonisch mit dem Programm und Thema der Ars Electronica und öffnete den mehr als 2.000 Besucher*innen Räume der Muße, Ruhe und der Sinne – ganz im Einklang mit Simplicity. Das Programm an diesem Tag bestand unter anderem aus philosophischen Lesungen, Klanginstallationen, Künstler*innengesprächen, Klavierimprovisationen im Marmorsaal, der mächtigen Brucknerorgel gepaart mit elektronischer Musik, Bogenschießen im Klostergarten sowie gregorianischen Chorälen in der Krypta. Mit dem Ars Electronica Festival 2019 Out of the Box verwandelte sich das Chorherrenstift St. Florian im Zuge des AI x Music Festival ein weiteres Mal zum Hotspot für Kunst, Technologie und Wissenschaft.

In unserer Serie „Throwback“ geben wir einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, Ausstellungen, Installationen und weitere spannende Ereignisse aus dem Universum der Ars Electronica seit 1979.