Throwback: Second City

2007 wurde die Marienstaße in Linz während des Ars Electronica Festivals für eine Woche zur Übergangszone in die Virtualität.

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Mit dem Ars Electronica Festival 2007 Goodbye Privacy beschäftigte sich die Ars Electronica mit Öffentlichkeit und Privatheit und fand die Marienstraße, eine schmale unbelebte Straße mit vielen leer stehenden Geschäftslokalen im Zentrum der Stadt, als reale Bühne – ein unkonventioneller Schauplatz für die thematische Ausrichtung des Festivals. Die Auseinandersetzung mit Öffentlichkeit und Privatheit in der realen Gegenwart sowie das Spiel der Vermischung von Second-Life-Virtualität und -Ästhetik boten die Grundelemente für die Inszenierung des Straßenzugs. Die künstliche Reanimierung der leer stehenden Geschäftslokale mit Kunstprojekten, die Wiedereröffnung des seit Jahren leer stehenden ersten chinesischen Restaurants der Stadt samt Innenhof, die Bespielung von Garagen und Baulücken und die Zusammenarbeit mit der Tanzschule Horn verwandelten die Marienstraße in eine beinahe surreale Mixtur verschiedener Öffentlichkeiten und Kulturen. Weitere spannende Projekte waren unter anderem die große Strandinstallation des Ars Electronica Futurelab Pfarrplatz – Lido, welche den Pfarrplatz als 3D-Animation in Second Life nachgebildet hatte und beide Realitäten spielerisch vermischte sowie Ganz Linz- Ein Gruppenfoto von oben, das größte Gruppenfoto einer Stadt, welches in Zusammenarbeit mit dem ORF Landesstudio durchgeführt wurde.

In unserer Serie „Throwback“ geben wir einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen, Ausstellungen, Installationen und weitere spannende Ereignisse aus dem Universum der Ars Electronica seit 1979.