Re-imagining the mobility of the future

Ars Electronica Futurelab x BMW x SUPERSENSE 

Das Projekt Re-imagining the mobility of the future ist ein Gemeinschaftsprojekt von BMW Group Design, SUPERSENSE und dem Ars Electronica Futurelab, unterstützt durch den Soziologen Bernhard Böhm. Es wurde als Workshop-Format unter dem Titel „Experience Lab Project“ im Rahmen des Ars Electronica Festival 2022 durchgeführt, um die Besucher*innen zum Nachdenken darüber anzuregen, was zukünftige Mobilität bedeuten könnte.

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Auslöser für das Projekt war das Interesse von BMW Group Design an der Koexistenz von analogen und digitalen Technologien. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung des Fahrzeuginnenraums begann BMW Group Design diese Entwicklung zu hinterfragen und wollte erforschen, welches Potenzial weiterhin in analogen Ansätzen für die Fahrzeuggestaltung liegt. Mit dieser Fragestellung wurde Florian ‚Doc‘ Kaps, Gründer des analogen Concept Store und Manufaktur SUPERSENSE, mit der Neugestaltung eines BMW i3 Urban Suite beauftragt.  

Mit dem Ziel, eine öffentliche Diskussion über die Zukunft des Autodesigns zu beginnen, wandten sich BMW und Doc an Ars Electronica. Das Ars Electronica Festival 2022 an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft bot den perfekten Rahmen für eine solche Diskussion und die Ausstellung des neu gestalteten Autos. Gemeinsam mit Mitgliedern des Ars Electronica Futurelab und dem Soziologen Bernhard Böhm wurde ein Workshop-Format entwickelt, das die Besucher*innen dazu anregte, über das Thema „Mobilität der Zukunft“ nachzudenken.

Insgesamt wurden vier Workshops mit insgesamt 53 Teilnehmer*innen unterschiedlichster Nationalität, Altersgruppen und beruflicher Hintergründe organisiert. Während der Workshops wurden die Teilnehmer*innen gebeten, ihre Meinung zur Zukunft des Autos, zur Zukunft der individuellen Mobilität, zur Rolle digitaler und analoger Technologien in der Mobilität und zu möglichen offenen Fragen, die sie selbst in Bezug auf die zukünftige Mobilität haben, zu äußern. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Forschungsbericht zusammengefasst, der von Bernhard Böhm und Cyntha Wieringa verfasst wurde.

Das Image des Autos des 20. Jahrhunderts neu denken  

Die Diskussion während der Workshops berührte eine Vielzahl von Themen wie die möglichen unterschiedlichen Funktionalitäten zukünftiger Autos, die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs versus Privatisierung der Mobilität, Carsharing, die Vor- und Nachteile digitaler sowie analoger Technologien und die Gefahren selbstfahrender Autos. Im eher kreativen Bereich wurden die Teilnehmer aufgefordert, ihr eigenes ideales zukünftiges Verkehrsmittel zu entwerfen. Es wurden viele Science-Fiction-Szenarien beschrieben, wie Teleportationsgeräte, Drohnen, Roboteranzüge und sogar fliegende Eier.  

In den Diskussionen wurde deutlich, dass die Teilnehmer*innen das Bild des Autos, das während des größten Teils des 20. Jahrhunderts vorherrschte, in Frage stellen: dass Autos das ultimative Symbol der Freiheit sind, mit dem man überall hinfahren kann, wann immer man will. In ihren Gesprächen über die Mobilität der Zukunft beschrieben die Teilnehmer*innen, wie wichtig es ist, verschiedene Arten von Freiheit zu genießen, z. B. die Wahl zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln oder das Teilen der Mobilität mit anderen. Darüber hinaus stellten sie fest, dass die Art der zukünftigen Mobilität stark davon beeinflusst wird, ob gewisse Wege der Digitalisierung weiterverfolgt werden. Unter diesem Aspekt schienen viele die selbstfahrende Zukunft in Frage zu stellen.  

Insgesamt ergaben sich in der offenen Diskussion viele unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Visionen der zukünftigen Mobilität. Für das Design von Autos bedeutet das, dass wir Menschen brauchen, die Perspektiven zusammenführen, neue Visionen entwickeln und auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können. Wir werden uns, wahrscheinlich mehr als je zuvor, mit verschiedenen Optionen und widersprüchlichen Anforderungen auseinandersetzen müssen, die sich in unserer komplexen Gesellschaft ergeben.

Mehr zum Mobility of the Future Workshop finden Sie im Ars Electronica Blog:

Credits

Ars Electronica Futurelab: Cyntha Wieringa, Horst Hörtner, Peter Freudling, Anna Oelsch 
Social Spheres: Bernhard Böhm 
BMW Group Design: Jessica Covi, Werner Haumayr, Katrin Mecahler, Julia Obermeier, Christiane Pyka, Stephanie Schild, Hannes Ziesler 
SUPERSENSE: Florian ‘Doc’ Kaps

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