Walzersymphonie

Im Jahr 2025 wird der 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn gefeiert – ein Komponist, der mit Werken wie dem Donauwalzer und Operetten wie „Die Fledermaus“ und „Eine Nacht in Venedig“ die Musikgeschichte prägte. Im Auftrag des Johann Strauss Festjahres 2025 Wien widmet sich das Ars Electronica Futurelab dem Jubiläum unter dem vorläufigen Projekttitel „Walzersymphonie“. Die zentrale Frage des Projekts lautet: „Wie können Künstler*innen das kreative Potenzial von KI-Technologien nutzen?“

Das Kernkonzept von „Walzersymphonie“ umfasst eine Reihe von Workshops, die im Mai/Juni 2024 an renommierten Musik-Universitäten stattfinden werden: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Universität Mozarteum Salzburg, Zürcher Hochschule der Künste, Hochschule für Musik und Theater München. Diese Workshops richten sich vor allem an Studierende des Kompositionsstudiums und dienen als Diskursorte für kreative Ideen zur Nutzung von KI in der Auseinandersetzung mit der Musik von Johann Strauss.

Ausgewählte Studierende haben die Möglichkeit, mit einer speziell für dieses Projekt adaptierten und mit der Musik von Johann Strauss trainierten Version des KI-Systems Ricercar neue Kompositionen zu erstellen. Ricercar ist ein KI-basiertes Kompositionssystem, das bereits in zahlreichen künstlerischen Projekten eingesetzt wurde. Es wird seit 2019 von dem KI-Forscher und klassischen Musiker Ali Nikrang im Ars Electronica Futurelab als Forschungswerkzeug speziell für die künstlerischen Bedürfnisse der klassischen Musik entwickelt.

Aufführungen der „Walzersymphonie“ 2025

Bis zum Sommer 2025 entsteht im Auftrag des Johann Strauss Festjahres 2025 Wien innerhalb des Projekts „Walzersymphonie“ eine viersätzige Symphonie, die im September 2025 beim Ars Electronica Festival in Linz und im November 2025 in Wien mit dem Bruckner Orchester Linz aufgeführt wird. Das Projekt wird von Vorträgen, Veröffentlichungen und Studien begleitet. Das „Walzersymphonie“-Projekt dient daher sowohl der unmittelbaren künstlerischen Auseinandersetzung mit KI als auch der öffentlichen Diskussion über die Rolle von KI in der Kunst: Wie passen menschliche Kreativität und Maschine zusammen und wie können wir arbeiten, sodass KI-Systeme diese kreativen Prozesse nicht ersetzen, sondern ergänzen?

Technisch gesehen erfordert die experimentelle Auseinandersetzung mit KI eine Offenheit für neue Möglichkeiten und eine intuitive Herangehensweise, ohne klare Vorgaben zu machen. Die Interaktion mit der KI erfordert eine gewisse Freiheit und Kreativität seitens der Benutzer*innen, um die Potenziale der Technologie voll auszuschöpfen.

Ein Projekt des Johann Strauss Festjahres 2025 Wien in Zusammenarbeit mit Ars Electronica Futurelab

Credits

Ars Electronica Futurelab: Susanne Kiesenhofer, Ali Nikrang
Im Auftrag von: Johann.Strauss-Festjahr2025 GmbH

PARTNERINNEN: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Universität Mozarteum Salzburg, Zürcher Hochschule der Künste, Hochschule für Musik und Theater München

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