DOORS - Digital Incubator for Museums:

40 europäische Museen nehmen an DOORS-Programm teil

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(Linz, 2.5.2022) DOORS steht für „Digital Incubator for Museums“ und ist eine gemeinsame Initiative von Ars Electronica, MUSEUM BOOSTER und Ecsite, die kleine und mittelgroße Museen in Sachen digitale Transformation unterstützt. Bis Mitte Februar dieses Jahres konnten Vorschläge für digitale Pilotprojekte eingereicht werden. Aus 123 Einreichungen wurden nun 40 Museen aus allen Regionen Europas ausgewählt, für die ab sofort die erste Phase des Inkubationsprogramms beginnt. Während der nächsten Monate werden die teilnehmenden Institutionen mit Hilfe von Expert*innen, Workshops, Pitching-Sessions und Meetings mit Mentor*innen ihre Pilotprojekte überarbeiten und anpassen. 20 der ursprünglich 40 ausgewählten Museen erhalten dann die Möglichkeit, ihre Projekte umzusetzen.

123 Einreichungen aus ganz Europa

Nach dem Open Call im Dezember 2021 langten insgesamt 123 Projektvorschläge ein. Aus diesem Pool wurden 40 Einrichtungen aus ganz Europa ausgewählt, 45 Prozent davon stammen aus Mittel- und Osteuropa, 29 Prozent aus Südeuropa, 17 Prozent aus Westeuropa und 9 Prozent aus Nordeuropa. Für sie beginnt ab sofort die erste Phase des Inkubations- und Qualifizierungsprogramms. Auffällig war bei den Einreichungen auch deren große Bandbreite, was nicht nur für die Kreativität und Begeisterung der Museen in Bezug auf die Digitalisierung spricht, sondern auch verdeutlicht, mit welchen Herausforderungen, sie sich konfrontiert sehen.

Breite Vielfalt an Projekten
Die eingereichten Pilotvorschläge zielen darauf ab, digitale Technologien und Programme in die DNA der jeweiligen Organisationen zu integrieren und einen ersten Schritt in Richtung einer zukunftssicheren digitalen Transformation zu machen – sei es um Aktivitäten zu entwickeln, die Interessen und Erwartungen der Besucher*innen widerspiegeln, Equipment für das Erstellen digitalen Contents anzuschaffen oder um das eigene Unternehmen durch digitale Angebote für ein breiteres Publikum attraktiver zu machen. Alle Vorschläge zeigen kreative Wege auf, wie Kultureinrichtungen ihre eigenen Rollen neu definieren können.

Von der Idee zur Umsetzung
Während der nächsten Monate besuchen die teilnehmenden Einrichtungen verschiedene Workshops, die sich mit unterschiedlichen Themen befassen – von der Leitung und den operativen Anforderungen eines Museums über die Bewertung der eigenen digitalen Kompetenzen und jener der Mitarbeiter*innen bis hin zur Besucher*innen-Analyse und der Entwicklung einer Vision, wie das optimale Besuchs-Erlebnis der Zukunft aussehen könnte. Darüber hinaus finden zwei Pitching-Sessions mit Anbietern technischer Services und Produkte statt, die über große Erfahrung bei der Bereitstellung digitaler Lösungen für den Kultursektor verfügen. Ein weiterer Fokus liegt auch darauf, durch gemeinsames Lernen und den Austausch zwischen den Museen ein starkes Netzwerk von Kultureinrichtungen aufzubauen und die Voraussetzungen für künftige Kooperationen zu bilden. In einer abschließenden Runde werden aus den ursprünglich 40 Museen 20 ausgewählt, die ihre Projekte von November 2022 bis Juni 2023, in die Tat umsetzen können.

Über DOORS- Digital Incubator for Museums
Mit seinem Inkubationsprogramm will DOORS – Digital Incubator for Museums europäische Museen dabei unterstützen, digitale Technologien und Programme in ihre Strategie zu integrieren und einen Rahmen für eine nachhaltige digitale Transformation im Kultursektor zu schaffen. Das DOORS-Konsortium besteht aus Ars Electronica, MUSEUM BOOSTER und Ecsite – dem Europäischen Netzwerk für Wissenschaftszentren und Museen. DOORS – Digital Incubator for Museums wird von Horizon 2020, dem EU-Programm zur Förderung von Forschung und Innovation, finanziert. Das Projekt startete im Oktober 2021 und wird bis September 2023 laufen. Es umfasst ein zweistufiges Programm für Museen und einen Forschungsplan, dessen Ergebnisse in weiterer Folge veröffentlicht werden.

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Visitors of the Ars Electronica Center’s Deep Space 8K / Foto: Ars Electronica – Robert Bauernhansl / Printversion

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Deep Space Music / NOHlab (TR) / Foto: Ars Electronica – Christopher Sonnleitner / Printversion