Im Gedenken an die Opfer des KZ-Systems Mauthausen-Gusen:

Lichtinstallation #eachnamematters am Memorial Gusen

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#eachnamematters: Stream auf Ars Electronica Home Delivery
Virtueller Raum der Namen
KZ-Gedenkstätte Mauthausen
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(Linz, 4.5.2022) Von 4. bis 6. Mai erinnern die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen an die Opfer des NS-Terrors und die Befreiung der beiden Konzentrationslager am 5. Mai 1945 durch die US-Armee. Unter dem Titel #eachnamematters werden im Rahmen einer berührenden Lichtinstallation drei Tage lang die Namen aller bislang bekannten Opfer an die Außenmauer des Memorial Gusen projiziert und verlesen. Ein Stream der Projektion kann auf Ars Electronica Home Delivery verfolgt werden. Begleitend lädt auch eine Social Media Aktion ein, sich mit Biographien der Toten auseinanderzusetzen und unter dem Hashtag #eachnamematters Eindrücke und Gedanken zu posten.

KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen
Das KZ Mauthausen war von 1938 bis zu seiner Befreiung am 5. Mai 1945 Mittelpunkt eines Systems von mehr als 40 Außenlagern und der zentrale Ort politischer, sozialer und rassistischer Verfolgung durch das NS-Regime auf österreichischem Boden. Von den insgesamt etwa 190.000 hier inhaftierten Personen wurden mindestens 90.000 getötet. Heute ist die KZ-Gedenkstätte ein Ort des Gedenkens, ein Friedhof für die sterblichen Überreste tausender hier ermordeter Personen sowie in Ort politisch-historischer Bildung. Das KZ Gusen wurde ab Dezember 1939 von Häftlingen des KZ Mauthausen errichtet, als dessen Zweiglager es ab Mai 1940 existierte. 1965 wurde das Memorial Gusen eingeweiht, 2004 wurde in Gusen auch ein Besucher*innenzentrum, in dem eine historische Dauerausstellung zu sehen ist, eröffnet.

Social Media Aktion
Das Projekt „Raum der Namen“ versteht sich als digitales Denkmal für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager. Rund um den 5. Mai sind Menschen aufgerufen, sich im virtuellen Raum der Namen unter raumdernamen.mauthausen-memorial.org mit den Biografien von Opfern auseinanderzusetzen und Gedanken und Eindrücke dazu unter dem Hashtag #eachnamematters zu posten.

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#eachnamematters / Foto: Ars Electronica – Yazdan Zand / Printversion