Deep Virtual

Das neue Videoproduktionssystem Deep Virtual ist in der Lage, virtuelle und physische Realität in Echtzeit zu verschmelzen und diese hybride Realität verzögerungsfrei zu übertragen. Mit seiner Entwicklung hat das Ars Electronica Futurelab einen Meilenstein in der Geschichte des Deep Space 8K gesetzt, denn das Konzept für hybride Live-Videoproduktion bringt die Übertragung virtueller Illusionen einen entscheidenden Schritt voran.

So funktioniert Deep Virtual:

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Inside Futurelab: Deep Virtual

Deep Virtual ist ein neuartiges System für Videoproduktion im Deep Space 8K, das die Perspektive der Projektion mittels modernster Positionstracking-Technologie an den Blickwinkel der Kamera anpasst. Es ermöglicht so die Positionierung der Protagonisten in einer immersiven Umgebung, in der sie mit virtuell platzierten Inhalten interagieren können. So verschmilzt die virtuelle Welt nahtlos mit realen Menschen und Objekten.

Deep Virtual verwendet die neueste Version der Unreal Engine, ein Echtzeit-3D-Entwicklungstool für fotorealistische Grafiken und immersive Erlebnisse. Durch die virtuelle Produktionspipeline von Deep Virtual vermitteln die 2D-Videos einen völlig neuen Eindruck räumlicher Tiefe, ohne dass eine 3D-Brille benötigt wird.

Einblicke hinter die Kulissen von Deep Virtual:

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Inside Futurelab: Deep Virtual insights

Ursprünglich kommen virtuelle Produktionssysteme aus den Hollywood-Filmstudios und werden eingesetzt, um Fernseh- oder Filmproduktionen mit zusätzlichen Informationsebenen und visuellen Inhalten zu bereichern, die dort in der Regel erst in der Postproduktion zusammengeführt werden. Mit Deep Virtual kann diese Verschränkung in Echtzeit erfolgen.

Im Deep Space 8K, dem 3D-Projektionsraum und VR-Forschungslabors der Ars Electronica, verfolgen acht Kameras zu diesem Zweck jede Bewegung. Die resultierenden Bilder werden über eine virtuelle Produktionspipeline in einer Echtzeit-Sandbox mit der virtuellen Welt kombiniert und die Perspektiven abgeglichen: In dieser unabhängigen Testumgebung können Programme und Dateien ausgeführt werden, ohne die umgebenden Anwendungen oder das Betriebssystem zu beeinträchtigen. Dieses Setup schafft den Eindruck räumlicher Tiefe, der mit der Wahrnehmung stereoskopischer Bilder vergleichbar ist. Deep Virtual wurde konzipiert, um das Eintauchen in die virtuellen Welten der Ars Electronica zu ermöglichen, und dient als Plattform für hybride Live-Präsentationen: Sowohl vor Ort im Deep Space 8K als auch online via Stream oder Telepräsenzroboter kann das Publikum gleichermaßen teilnehmen.

Im Zuge der Videoproduktion einer Jubiläumsserie, die das Ars Electronica Futurelab anlässlich seines 25-jährigen Bestehens 2021 präsentierte, wurde Deep Virtual Schritt für Schritt getestet und weiterentwickelt. Nach einem umfangreichen Upgrade des Deep Space 8K konzentriert sich das Labor nun auf die Entwicklung verschiedener partizipativer Formate für hybride Publikumsgruppen. Konzipiert, um hybride Medienformate zu produzieren, ermöglicht Deep Virtual den Zuschauer*innen ein gemeinsames Eintauchen in eine neue Dimension virtueller Welten und stellt somit einen Schritt in die Zukunft des Deep Space 8K dar. Dem Futurelab-Team dient die Verwandlung der statischen virtuellen Umgebung zu einer interaktiven und reaktiven Kulisse bereits jetzt als unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

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