Die Kunst der Verwandlung

Poetic Systems

Wir leben in einer Welt der Systeme. Wir Menschen sind ein System in sich selbst und leben in Symbiose mit vielen natürlichen Systemen. Darüber hinaus haben wir viele künstliche Systeme geschaffen und schaffen sie weiterhin, die sich der sinnlichen Wahrnehmung von uns Menschen entziehen. Sie entziehen sich uns, weil uns Menschen die sinnliche Wahrnehmung dafür fehlt oder weil diese Systeme und ihre Sinnzusammenhänge für den einzelnen Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind.

Wie können diese technischen, politischen, Informations-, Software- und Mobilitätssysteme, die uns umgeben, in eine für uns Menschen wahrnehmbare Form gebracht werden?

Die Antwort ist die Kunst. Die Transformation von Wissens-, Erkenntnis- und Wahrnehmungsebenen in poetische Bedeutungsebenen ist seit jeher ein zentrales Thema der Kunst – so kann Unsichtbares sichtbar, Ungreifbares greifbar, Bedeutungen codiert und decodiert werden. Mit den Mitteln der Kunst und der künstlerischen Forschung wird Wissen generiert – so werden die Bestandteile von Systemen auf einer emotionalen und kognitiven Ebene begreifbar gemacht. Kunst und ihre Ausdrucksmittel machen die Sinnzusammenhänge der uns umgebenden natürlichen und künstlichen Systeme für uns und unsere Gesellschaft erfahrbar. Künstlerische Werke – poetische Systeme – transformieren für uns nicht zugängliche Systeme in eine neue Bedeutungsebene. Sie sprechen eine sinnlich-emotionale Sprache und schaffen sie durch ihre unmittelbare, ästhetische Erscheinung: den freien Raum.

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Datenschutzerklärung

Im Kontext von Kunst und Architektur / Kunst im öffentlichen Raum bietet das Forschungs- und Arbeitsfeld der Poetic Systems neue Strategien und Denkweisen, die eine epistemische Transformation ermöglichen. Transformation ist immer ein Wechselspiel zwischen Dekonstruktion und Konstruktion. Dekonstruktion im Sinne des Suchens, Forschens und Analysierens; Konstruktion im Sinne des schöpferischen Aktes, der Kreation in all ihren denkbaren und machbaren Formen. Poetic Systems versucht, das verlorene Gleichgewicht zwischen Natur und Technik wiederherzustellen, und sucht nach Möglichkeiten, mit den Mitteln der Kunst Technik für uns als Gesellschaft und für unsere Umwelt positiv nutzbar zu machen.

Die Suche nach dem poetischen Moment in der Vielfalt der Systeme, die uns Menschen umgeben, birgt die Möglichkeit einzigartiger Perspektiven, die ein großes kreatives Potenzial haben und künstlerische Arbeit im Spannungsfeld zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft entstehen lassen.

Fotos von links oben bis rechts unten: Ramsy Gsenger | Otto Saxinger | Otto Saxinger


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