Die künstlerischen und technologischen Herausforderungen von „Digital Musics & Sound Art“ zu erforschen und mit einer innovativen und einzigartigen Musik andere Menschen zu inspirieren – das war nicht nur die Maxime der mittlerweile leider schon verstorbenen japanischen Musiklegende Isao Tomita, sondern soll auch weiterhin die treibende Kraft für viele Künstler*innen sein.

Zum Gedenken an Isao Tomita und seine Schaffensfreude schreibt TOMITA information Hub gemeinsam mit dem Prix Ars Electronica einen Spezialpreis aus. Parallel zur biennalen Vergabe der Goldenen Nica in der Kategorie „Digital Musics & Sound Art“ wird der Isao Tomita Special Prize in den Jahren 2021, 2023 und 2025 vergeben. Die/der Gewinner*in erhält dabei je ein Preisgeld von 5.000 Euro und wird bei der Realisierung einer physischen oder virtuellen Performance beim Ars Electronica Festival unterstützt.

Hinweis: Die Einreichphase zum nächsten Isao Tomita Special Prize startet Mitte Jänner 2023!

Preisträger des Isao Tomita Special Prize 2021

Apotome is a generative music system focused on transcultural tunings and their subsets (scales and modes), and its sister application Leimma, which allows for the exploration and creation of such tunings. It is so far the most successful and freely available tool that allows one to explore and compose non-Western (electronic) music. It has a clear web-based interface that allows the user to experiment with a pre-selection of ten tuning systems, themselves subdivided into classic or experimental systems according to the options one chooses. In addition, Leimma allows you to create your own tuning system and export it (or play it through the browser, like Apotome). The project has a fairly strong and anti-colonial approach. Not only is it freely accessible to anyone with a computer and internet connection but it allows any user to compose, record, and publish commercially or not the sounds or music created with Apotome. It is a strong project that brings so-called traditional and/or classical knowledge together with digital technology and extend one’s possibilities—a project that tries to be as comprehensive as possible, that invites the composers to explore the music world outside of the western box but also to push them to break the boundaries and be inventive. Due to its online accessibility, it may easily trigger international collaborations and exchanges between artists and lead to more sonic exchanges based on rhyzomatic knowledge rather than pyramidal relationships between the knowledgeable and the disciple. (Jury Statement)

Präsentation während des Ars Electronica Festival

Das Projekt der Preisträgerin oder des Preisträgers wird im Rahmen des Ars Electronica Festivals physisch oder online präsentiert. Die Präsentation muss im Vorfeld mit der Festivalproduktion abgestimmt werden, die sich das Recht vorbehält, das Präsentationsformat unter Berücksichtigung des gesamten Festivalprogramms festzulegen. Das Preisgeld in Höhe von € 5.000,- wird einmalig an die Künsterlin oder den Künstler des von der Jury ausgewählten Projektes ausbezahlt. Diese Pauschale dient zur Abdeckung der Reisekosten während des Ars Electronica Festivals, unabhängig davon, ob das Projekt von einer Einzelperson oder einer Gruppe eingereicht wurde. Die im Zusammenhang mit der Festivalpräsentation anfallenden Kosten oder sonstigen Auslagen werden vor Beginn der Arbeit bei bzw. der Zusammenarbeit mit Ars Electronica zwischen der Künstlerin oder dem Künstler und der Festivalproduktion ausgelotet und in einem Vertrag festgehalten.

Über Isao Tomita

Der japanische Musiker Isao Tomita (1932 – 2016) gilt als Pionier der elektronischen Musik: 1974 erhielt er eine Grammy-Award-Nominierung für „Snowflakes are Dancing“, eine moderne Interpretation klassischer Musik, die mit einem Moog-Synthesizer entstand. Beim Ars Electronica Festival 1984 in Linz, Österreich, sorgte er mit „The Universe“ im Rahmen der „Klangwolke“ mit seinem spektakulären Freiluftkonzert an der Donau für Aufsehen, bei dem riesige Lautsprecher auf Hubschraubern und Schiffen montiert waren und damit einen einzigartigen, dreidimensionalen und akustischen Raum schufen. Mit seiner Herangehensweise, Klänge neuer elektronischer Geräte und klassischer Instrumente zu kombinieren, erforschte er zeitlebens verschiedene musikalische Möglichkeiten.

Über TOMITA information Hub

TOMITA information Hub ist eine Gemeinschaft, die von Isao Tomitas Tochter, Rie Seno, organisiert wird. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Musik ihres Vaters interessierten Menschen jeden Alters und auf der ganzen Welt vorzustellen und schafft damit gleichzeitig einen Ort, an dem Künstler*innen aus den verschiedensten Bereichen über Isao Tomitas Musik zusammenkommen, um inspirierende Ideen für die Zukunft zu entwickeln.