Jury 1989

COMPUTER MUSIC

Jean-Baptiste Barrière (FR)

Paris, Komponist, Musikwissenschaftler. Geboren 1958 in Paris, Studium Musik, Philosophie und log. Mathematik. Dissertation über „Systeme und Modelle in der Musik des 20. Jahrhunderts“ an der Sorbonne. Ab 1981 Forschungstätigkeit am IRCAM (Klangsynthese, computerunterstützte Komposition im CHANT/FORMES-Projekt, Pädagogik, Musikforschung). 1984-1987 Leiter der Abteilung Recherche Musicale am IRCAM. Erste Plattenproduktion „Pandemonium“ 1978. Gewinner des Digital Music Award beim Internationalen Wettbewerb für elektro-akustische Musik in Bourges 1983. Gemeinsam mit Kaija Saariaho Realisation der Musik für „Collisions“, Multi-Media-Show von Pierre Friloux and Francoise Gedanken (Uraufführung Ars Electronica 84). 1988 Realisation von „Venus Hybrid“, Installation mit Computermusik und synthetischen Bildern, gemeinsam mit Pierre Friloux für das erste New York Festival. 1988-1989 Zusammenarbeit mit Kaija Saariaho für die Multi-Media-Show „A Christmas for Vincent Van Gogh (Uraufführung New York 1989). Konzertaufführungen in Japan, USA, Kanada und diversen europäischen Ländern.

Hubert Bognermayr (AT)

Linz, Elektronikmusiker. Geboren 1948 in Linz / Österreich. Klavierausbildung am Brucknerkonservatorium, Studium der Pädagogik. Seit 1968 Auseinandersetzung mit der elektronischen Musik. 1969 Gründung der „Eela Craig“, Markenzeichen „sinfonische Rockelektronik“. Zahlreiche internationale Konzerte und drei LPs. 1979 Mitbegründer des Linzer Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft Ars Electronica. 1980 gründet er das „Musikcomputerteam“ spezialisiert auf Computerrealisation von Kompositionen und natürlichen Klängen. Live Uraufführung der computerakustischen Sinfonie „Erdenklang“ (l982); und „Bergpredigt“ (1984) bei Ars Electronica. Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan; Mike Oldfield; dem Wiener Burgtheater („Antigone“) und mit Andre Heller (Dali Dom bei Luna Luna / Hamburg 1987). 1988 gründet Bognermayr „Blue Chip“ The First Digital Philharmonic Orchestra.

William Buxton (CA)

Komponist, Musiker und Instrumentendesigner. William Buxton ist ein typischer Vertreter einer neuen Art von Künstler/Wissenschaftlern. Graduierte in Musik an der Queen’s University, studierte Sonologie an der Universität Utrecht und ist Magister der Informatik (Universität Toronto). Seit 1970 konzentriert sich seine Arbeit vorwiegend auf Werke unter Einbeziehung elektronischer Medien. Zunehmend Interesse für Design und Verbesserung elektronischer und computer-unterstützter Instrumente. Seit 1982 arbeitet Buxton am Computer Systems Research Institute der Universität Toronto, wo er stellvertretender Leiter des Computergraphiklabors ist. Derzeit als Gastforscher bei Rank Xerox’s neuem Cambridge EuroPARC Forschungsinstitut tätig. Redakteur des „Human Computer Interaction“. Mitglied der Human Factors Society. Zahlreiche Publikationen über die Interaktion zwischen Mensch und Computer. Autor des Buches „Readings in Human-Computer Interaction: A Multi-Disciplinary Approach“ (zusammen mit Ron Baecker). Seine Werke als Komponist und Musiker wurden in Nordamerika und Europa aufgeführt und gesendet.

Dieter Kaufmann (AT)

Feldkirchen, Komponist. Geboren 1941 in Wien. Studierte in Wien und Paris Musikerziehung, Germanistik, Kunstgeschichte, Violoncello, Komposition bei Schiske, Einem, Messiaen und Leibowitz, sowie elektroakustische Musik bei Franyois Bayle und Pierre Schaeffer an der Groupe de Recherches Musicales des französischen Rundfunks. Seit 1970 Lehrer für elektroakustische Musik an der Wiener Musikhochschule. 1975 Gründung des K&K Experimentalstudios zusammen mit der Schauspielerin Gunda König. Seit 1983 Leiter einer Kompositionsklasse am Kärntner Landeskonservatorium und Präsident der IGNM Sektion Österreich. Auftragskompositionen für Festivals, Musikensembles und Orchester. Diverse Plattenproduktionen.

Thomas Kessler (CH)

Allschwil (Basel), Komponist. Geboren 1937 in Zürich. Germanistische und romanistische Studien an den Universitäten Zürich und Paris. Musikstudien an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin bei Heinz F. Hartig, Boris Blacher und Ernst Pepping. 1965 Gründung eines eigenen Studios für elektronische Musik. 1968 Auszeichnung mit dem Berliner Kunstpreis für die junge Generation. In den folgenden Jahren Leiter des Berliner ElectronicBeat Studios sowie musikalischer Leiter des Centre Universitaire International de Formation et de Recherche Dramatiques in Nancy. Seit 1973 Lehrer für Theorie und Komposition an der Musik-Akademie Basel. Schrieb zahlreiche Computermusikwerke u.a. „Drumphony“ für Schlagzeug, Computer und Orchester (1981), „Flute Control“ für Flöte und Computer (1986).

COMPUTER ANIMATION

Paolo Calcagno (IT)

Neapel, Journalist. Paolo Calcagno, geboren 1944 in Neapel, arbeitet seit 1983 beim Corriere della Sera; Spezialgebiete: Medien, TV und Computergrafik, Kino- und Theaterkritiken; kommentiert in einer wöchentlichen Rubrik im Corriere della Sera Fernseh-Einschaltziffern, die mitbestimmend sind in der Medienpolitik des italienischen Fernsehens. Paolo Calcagno ist Italien Verantwortlicher für das Europa-Kulturmagazin „Alice“. Außerdem erstellt er Konzepte und TV-Programme für RAI, u.a. ein 45-Minuten-Spezial zum „Prix Ars Electronica 89″, über das „XXX Festival Internazionale della Televisione die Monte Carlo“, über die „Biennale of New Artists of Mediterrania“ in Bologna. Diverse Buchpublikationen, u.a. über Edoardo de Filippo mit dem Titel „La vita è dispari“. Zurzeit arbeitet er an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Meeting Just Before the Third Millennium“, in dem Kulturschaffende wie Peter Handke, Karlheinz Stockhausen, Fernando Arrabal, Eugène Ionesco, Dario Fo etc., in diversen Gesprächen zu zeitgenössischen Themen Stellung nehmen.

Loren Carpenter (US)

San Rafael/CA, Senior Scientist bei PIXAR. Seit 20 Jahren in der Algorithmenforschung für Computergraphik tätig. 1980 stellte er bei SIGGRAPH den ersten praktisch mit Fractals animierten Film „vol libre“ vor, mittlerweile ein Klassiker der Computeranimation. Die Schaffung von Gebirgslandschaften wurde weiter verfeinert, als er eine anti-aliasierte Version für Kino vorstellte. Fünf Jahre lang war er Mitglied der Computer Division von Lucasfilm (aus der Pixar hervorgegangen ist), wo er die Versuche leitete, Kino-Qualität in der Computer-Animation zu erreichen. Er war der Hauptarchitekt und Programmierer für die „genesis demonstration“-Sequenz im Film „Star Trek II“. 1985 erhielt er den SIGGRAPH „Computer Graphics Achievements Award“ für viele Entdeckungen, die die Computergraphik voran brachten (extrem robuste parametrische Patch-rendering Algorithmen, effiziente Approximationen für Fractal-Kurven, Beiträge zur Entwicklung stochastischer Stichproben). Bei PIXAR leitet er den Grundlagenforschungsbereich über Computergraphik, assistiert bei der Übertragung der neuen Erfindungen auf die Hardware und schließ­lich bei der Anwendung der Hardware zur Erzeugung von Bildern und bei weiteren Forschungen.

Herbert W. Franke (AT)

München, Künstler und Wissenschaftler. 1927 in Wien geboren. Ab 1954 gestaltende Radiographie und Lichtgrafik. Ab 1955 theoretische Arbeiten über rationale Ästhetik. 1956 Anwendung eines Analog-Rechensystems und eines Kathodenstrahloszillographen für die experimentelle Ästhetik. 1969 Arbeiten über Zukunftsforschung. Ab 1970 Computergrafik und Film mit Digitalsystemen. Ab 1973 Lehrauftrag für „Kybernetische Ästhetik“ an der Universität München. 1979/80 Lehrauftrag für Wahrnehmungspsychologie an der Fachhochschule Bielefeld. Ab 1985 Lehrauftrag für Computergrafik/ -kunst an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1988 korrespondierendes Mitglied der Académie Européenne des sciences, des arts et des lettres. Diverse Buchpublikationen zur experimentellen Fotografie und Computergrafik.

John Halas (HU/UK)

Budapest, Trickfilmzeichner. John Halas (geboren János Halász) 1912 in Budapest war ein Pionier auf dem Gebiet der Animation. Er studierte unter George Pal an der Pariser Akademie der Schönen Künste. 1932 gründete er, gemeinsam mit Gyula Macskássy Ungarns erstes Animation Studio Coloriton. 1936 zog er nach England, wo er gemeinsam mit seiner Frau Joy Batchelor, 1940 Großbritanniens größtes Animation Studio Halas and Batchelor Animation Ltd. gründete. Das Studio produzierte rund 2000 Trickfilm-Produktionen, unter anderem den Film „Die Farm der Tiere“ (1954). 1972 erhielt er von Königin Elisabeth II. aufgrund seiner Verdienste um die britische Filmindustrie einen Orden. 1975 gründete er die Association internationale du film d’animation (Asifa), die er zehn Jahre als Präsident leitete. Ab 1980 hatte der den Vorsitz der British Federation of Film Societies inne.

Peter Kogler (AT)

Wien, Künstler. Geboren 1959 in Innsbruck / Österreich. Lebt derzeit in Wien und Paris. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Innsbruck Übersiedlung nach Wien und Studium an der Akademie der Bildenden Künste (ein Semester). Seitdem ist Peter Kogler freischaffender Künstler und zählt zu den jungen Talenten der österreichischen Kunstszene. Von der Zeichnung kommend, setzt er sich seit 1984 mit dem Computer künstlerisch auseinander. Peter Koglers Zeichnungen und Computerarbeiten waren u.a. in renommierten Galerien in Innsbruck, Wien, Basel, Köln, Hamburg, New York und 1986 bei der Biennale in Venedig ausgestellt.

Roger F. Malina (US)

Paris, Wissenschaftler. Roger F. Malina wurde 1950 in Paris geboren. Er besuchte das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er zum Bachelor in Physik graduierte, und die University of California, Berkeley, wo er zum Dr.phil. in Astronomie promovierte. Derzeit arbeitet er als Forschungsastronom beim Space Sciences Laboratory in Berkeley, er ist für die Teleskope verantwortlich, die 199 1 von der NASA mit dem Extreme Ultraviolet Explorer Satellite gestartet werden sollen. Er experimentierte auch im NASA Telescience Program zur Entwicklung neuer Methoden der wissenschaftlichen Forschung unter Verwendung von Telekommunikation und Fernoperationen aus der NASA-Raumstation. Roger F. Malina hat über die Rolle des Künstlers in der Erforschung des Raums geschrieben. Zusätzlich zu seinen wissenschaftlichen Aktivitäten ist Malina auch der Herausgeber von „Leonardo“, dem internationalen Journal für Kunst und Technologie, das vor 20 Jahren vom Künstler Frank J. Malina begründet wurde, um das Werk jener Künstler zu dokumentieren, die mit der Wissenschaft und den neuen Technologien arbeiten. Roger Malina ist auch Vorsitzender der Non-profit-Organisation „International Society for the Arts, Sciences and Technology“, die – neben der Herausgabe von „Leonardo“ – jährlich den „Leonardo“-Preis, den Coler-Maxwell- und den New Horizons-Preis vergibt, um Künstler und Wissenschaftler auszuzeichnen, die versuchen, zeitgenössische Kunst in Wissenschaft und Technologie zu integrieren.

Alfred Nemeczek (DE)

Hamburg, Kunstjournalist. Geboren 1933 in Kassel / Deutschland. Dort 1954 Abitur und anschließend (bis 1956) Volontariat in der Redaktion der Tageszeitung „Hessische Nachrichten“. Von 1956 bis 1961 und von 1965 bis 1967 Redakteur im Kulturressort dieser Zeitung. Dazwischen Studium der Germanistik und der Kunstgeschichte in Marburg/Lahn (1962/63) und Pressesprecher der Internationalen Ausstellung documenta III in Kassel (1964). Von Herbst 1967 bis Herbst 1973 Kulturredakteur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ Hamburg. Danach bis Herbst 1979 Redakteur im Kulturressort des Magazins „Stern“ Hamburg. Seither stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Kunstmagazins ART. Spezialgebiete: Bildende Kunst, Film, Neue Medien; gelegentlich Mitarbeit in Jurys und Aufsätze in Fachbüchern.

COMPUTER GRAPHICS

Paolo Calcagno (IT)

Neapel, Journalist. Paolo Calcagno, geboren 1944 in Neapel, arbeitet seit 1983 beim Corriere della Sera; Spezialgebiete: Medien, TV und Computergrafik, Kino- und Theaterkritiken; kommentiert in einer wöchentlichen Rubrik im Corriere della Sera Fernseh-Einschaltziffern, die mitbestimmend sind in der Medienpolitik des italienischen Fernsehens. Paolo Calcagno ist Italien Verantwortlicher für das Europa-Kulturmagazin „Alice“. Außerdem erstellt er Konzepte und TV-Programme für RAI, u.a. ein 45-Minuten-Spezial zum „Prix Ars Electronica 89″, über das „XXX Festival Internazionale della Televisione die Monte Carlo“, über die „Biennale of New Artists of Mediterrania“ in Bologna. Diverse Buchpublikationen, u.a. über Edoardo de Filippo mit dem Titel „La vita è dispari“. Zurzeit arbeitet er an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Meeting Just Before the Third Millennium“, in dem Kulturschaffende wie Peter Handke, Karlheinz Stockhausen, Fernando Arrabal, Eugène Ionesco, Dario Fo etc., in diversen Gesprächen zu zeitgenössischen Themen Stellung nehmen.

Loren Carpenter (US)

San Rafael/CA, Senior Scientist bei PIXAR. Seit 20 Jahren in der Algorithmenforschung für Computergraphik tätig. 1980 stellte er bei SIGGRAPH den ersten praktisch mit Fractals animierten Film „vol libre“ vor, mittlerweile ein Klassiker der Computeranimation. Die Schaffung von Gebirgslandschaften wurde weiter verfeinert, als er eine anti-aliasierte Version für Kino vorstellte. Fünf Jahre lang war er Mitglied der Computer Division von Lucasfilm (aus der Pixar hervorgegangen ist), wo er die Versuche leitete, Kino-Qualität in der Computer-Animation zu erreichen. Er war der Hauptarchitekt und Programmierer für die „genesis demonstration“-Sequenz im Film „Star Trek II“. 1985 erhielt er den SIGGRAPH „Computer Graphics Achievements Award“ für viele Entdeckungen, die die Computergraphik voran brachten (extrem robuste parametrische Patch-rendering Algorithmen, effiziente Approximationen für Fractal-Kurven, Beiträge zur Entwicklung stochastischer Stichproben). Bei PIXAR leitet er den Grundlagenforschungsbereich über Computergraphik, assistiert bei der Übertragung der neuen Erfindungen auf die Hardware und schließ­lich bei der Anwendung der Hardware zur Erzeugung von Bildern und bei weiteren Forschungen.

Herbert W. Franke (AT)

München, Künstler und Wissenschaftler. 1927 in Wien geboren. Ab 1954 gestaltende Radiographie und Lichtgrafik. Ab 1955 theoretische Arbeiten über rationale Ästhetik. 1956 Anwendung eines Analog-Rechensystems und eines Kathodenstrahloszillographen für die experimentelle Ästhetik. 1969 Arbeiten über Zukunftsforschung. Ab 1970 Computergrafik und Film mit Digitalsystemen. Ab 1973 Lehrauftrag für „Kybernetische Ästhetik“ an der Universität München. 1979/80 Lehrauftrag für Wahrnehmungspsychologie an der Fachhochschule Bielefeld. Ab 1985 Lehrauftrag für Computergrafik/ -kunst an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1988 korrespondierendes Mitglied der Académie Européenne des sciences, des arts et des lettres. Diverse Buchpublikationen zur experimentellen Fotografie und Computergrafik.

John Halas (HU/UK)

Budapest, Trickfilmzeichner. John Halas (geboren János Halász) 1912 in Budapest war ein Pionier auf dem Gebiet der Animation. Er studierte unter George Pal an der Pariser Akademie der Schönen Künste. 1932 gründete er, gemeinsam mit Gyula Macskássy Ungarns erstes Animation Studio Coloriton. 1936 zog er nach England, wo er gemeinsam mit seiner Frau Joy Batchelor, 1940 Großbritanniens größtes Animation Studio Halas and Batchelor Animation Ltd. gründete. Das Studio produzierte rund 2000 Trickfilm-Produktionen, unter anderem den Film „Die Farm der Tiere“ (1954). 1972 erhielt er von Königin Elisabeth II. aufgrund seiner Verdienste um die britische Filmindustrie einen Orden. 1975 gründete er die Association internationale du film d’animation (Asifa), die er zehn Jahre als Präsident leitete. Ab 1980 hatte der den Vorsitz der British Federation of Film Societies inne.

Peter Kogler (AT)

Wien, Künstler. Geboren 1959 in Innsbruck / Österreich. Lebt derzeit in Wien und Paris. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Innsbruck Übersiedlung nach Wien und Studium an der Akademie der Bildenden Künste (ein Semester). Seitdem ist Peter Kogler freischaffender Künstler und zählt zu den jungen Talenten der österreichischen Kunstszene. Von der Zeichnung kommend, setzt er sich seit 1984 mit dem Computer künstlerisch auseinander. Peter Koglers Zeichnungen und Computerarbeiten waren u.a. in renommierten Galerien in Innsbruck, Wien, Basel, Köln, Hamburg, New York und 1986 bei der Biennale in Venedig ausgestellt.

Roger F. Malina (US)

Paris, Wissenschaftler. Roger F. Malina wurde 1950 in Paris geboren. Er besuchte das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er zum Bachelor in Physik graduierte, und die University of California, Berkeley, wo er zum Dr.phil. in Astronomie promovierte. Derzeit arbeitet er als Forschungsastronom beim Space Sciences Laboratory in Berkeley, er ist für die Teleskope verantwortlich, die 199 1 von der NASA mit dem Extreme Ultraviolet Explorer Satellite gestartet werden sollen. Er experimentierte auch im NASA Telescience Program zur Entwicklung neuer Methoden der wissenschaftlichen Forschung unter Verwendung von Telekommunikation und Fernoperationen aus der NASA-Raumstation. Roger F. Malina hat über die Rolle des Künstlers in der Erforschung des Raums geschrieben. Zusätzlich zu seinen wissenschaftlichen Aktivitäten ist Malina auch der Herausgeber von „Leonardo“, dem internationalen Journal für Kunst und Technologie, das vor 20 Jahren vom Künstler Frank J. Malina begründet wurde, um das Werk jener Künstler zu dokumentieren, die mit der Wissenschaft und den neuen Technologien arbeiten. Roger Malina ist auch Vorsitzender der Non-profit-Organisation „International Society for the Arts, Sciences and Technology“, die – neben der Herausgabe von „Leonardo“ – jährlich den „Leonardo“-Preis, den Coler-Maxwell- und den New Horizons-Preis vergibt, um Künstler und Wissenschaftler auszuzeichnen, die versuchen, zeitgenössische Kunst in Wissenschaft und Technologie zu integrieren.

Alfred Nemeczek (DE)

Hamburg, Kunstjournalist. Geboren 1933 in Kassel / Deutschland. Dort 1954 Abitur und anschließend (bis 1956) Volontariat in der Redaktion der Tageszeitung „Hessische Nachrichten“. Von 1956 bis 1961 und von 1965 bis 1967 Redakteur im Kulturressort dieser Zeitung. Dazwischen Studium der Germanistik und der Kunstgeschichte in Marburg/Lahn (1962/63) und Pressesprecher der Internationalen Ausstellung documenta III in Kassel (1964). Von Herbst 1967 bis Herbst 1973 Kulturredakteur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ Hamburg. Danach bis Herbst 1979 Redakteur im Kulturressort des Magazins „Stern“ Hamburg. Seither stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Kunstmagazins ART. Spezialgebiete: Bildende Kunst, Film, Neue Medien; gelegentlich Mitarbeit in Jurys und Aufsätze in Fachbüchern.