Jury 2011

COMPUTER ANIMATION / FILM / VFX

Edgar Honetschläger (AT/JP)

wurde 1963 in Linz geboren. Er studierte Wirtschaft und Kunstgeschichte. 1989-1991 arbeitet er in New York/LA, seit 1991 vorwiegend in Tokyo, aber auch in Rom/Palermo sowie Sao Paulo/Rio de Janeiro/Brasilia. 2004 gründete Honetschläger das EDOKO Institute in Wien und wird Teilhaber an der Ribo Ltd Tokyo. 1997 nimmt er an der Documenta X teil. 2009 erhält er den Oberösterreichischen Landeskulturpreis für Interdisziplinäre Kunst. Er lebt als Künstler, Drehbuchautor und Regisseur in Tokyo und Wien. www.honetschlaeger.com

Patrick Bergeron (CA)

1967 (Quebec, Kanada), Digitalkünstler. Patrick Bergeron legte seinen Bachelor für Physikingenieurwesen in Quebec und seinen Master in Luft-und Raumfahrt in Montreal ab. Als Mitglied des computertechnischen Supportteams wechselte er daraufhin zum National Film Board of Canada (NFB), wo er mit erfahrenen TechnikerInnen und bekannten Animationsfilmregisseuren arbeitete. Das NFB diente ihm als Filmschule und hier lernte er auch den Einsatz professioneller, kreativer Software. Schritt für Schritt entwickelte er sich zum digitalen Compositing Artist. In den letzten 15 Jahren hat er im Bereich der Special Effects für die Filmindustrie gearbeitet, wo er an Filmen wie Lord of the Rings (Herr der Ringe) und The Matrix (Matrix) mitwirkte. Neben seiner professionellen Arbeit produziert er Film- und Video-Installationen. Sein letztes Projekt, LoopLoop, wurde in 60 Ländern gezeigt und gewann mehr als zehn Auszeichnungen bei Filmfestivals. Er untersucht die Konzepte von Rhythmus und Erinnerungen und vermischt in seiner Arbeit die Bereiche Animation, Experimental- und Dokumentarfilm.

Susan Collins (UK)

ist eine der führenden KünstlerInnen im Bereich Digital Media in Großbritannien. Sie arbeitet in öffentlichen Räumen, Galerien und Online-Spaces und beschäftigt sich in ihren neueren Arbeiten hauptsächlich mit den Themen Übertragung, Networking und Zeit als Basismaterial. Zentale Werke sind u.a. In Conversation; Tate in Space; Transporting Skies; Fenlandia und Glenlandia – Pixel für Pixel live Internet-Übertragungen entlegener Landschaften ein Jahr lang – und The Spectrascope, die fortlaufende Pixel für Pixel live Übertragung aus einem Spukhaus. Zu ihren öffentlichen Aufträgen gehört ein Überwachungssystem für Wildtiere im Rahmen des Projekts Classroom of the Future des Architekturbüros Sarah Wigglesworth Architects, welches mit mehreren RIBA-Awards ausgezeichnet wurde, und Underglow, ein Netz beleuchteter Abwasserleitungen für die Stadt London.2009 stellte sie Seascape vor, eine Einzelausstellung im De La Warr Pavilion, Bexhill-on-Sea, beauftragt von der Organisation Film and Video Umbrella und dem De La Warr Pavilion. Vor Kurzem stellte sie außerdem Love Brid fertig, einen Kurzfilm für den Onlineausstellungsraum Animate Projects. Susan Collins ist derzeit Direktorin der Slade School of Fine Art, University College London, wo sie 1995 das Slade Centre for Electronic Media in Fine Art (SCEMFA) gründete. http://www.susan-collins.net

Anezka Sebek (US)

Die in Indonesien geborene Anezka Sebek ist festangestelltes Fakultätsmitglied der Parsons School of Design in New York. Sie war von 2006 bis 2010 Programmdirektorin des MFA DT (Master of Fine Arts in Design and Technology) Lehrgangs, gestaltete dessen Curriculum und koordinierte die BFA/MFA Studienzweige Traditionelle und Computeranimation und Motion Design und die MFA DT Major und Thesis Studios. Das MFA DT Thesis Studio stellt StudentInnen Forschungs- und Studiounterstützung zur Verfügung, damit diese an der Schnittstelle Design, Technologie und Condition humaine innovativ arbeiten können. Ms. Sebek unterrichtet im Rahmen des „Collaboration Studio“ (Unterrichtssystem in Gruppen mit gemeinsamem Desktop) die Fächer Computer Animation, Special Effects, Bewegungserfassung und Spiele im Programm des MFA DT. Sie ist ordentliche Professorin des MFA DT Thesis Programms. Zu ihrer umfassenden Karriere in der Filmindustrie vor ihrer Unterrichtstätigkeit gehörten Projekte für das Fernsehen, die Werbung, Dokumentarfilme und Themenfilme für Unternehmen wie Kleiser-Walczak, R/Greenberg Associates, HBO und Curious Pictures. Als Visual Effects and Computer Animation Producer war sie am bekanntesten für komplexe Projekte, bei denen live Action mit digitalen Effects kombiniert werden. Sie schrieb und produzierte Musikvideos und Kurzfilme, bei denen sie auch Regie führte. Derzeit arbeitet sie an einem PhD in Mediensoziologie an der The New School for Social Research in New York. Ihr Dissertationsthema beschäftigt sich mit der Schnittstelle gefährdeter Frauen zu Hause und deren Kinder und den Möglichkeiten, die ihnen heutzutage die Kreativwirtschaft der US-Wirtschaft anbietet (Finanzielles, Information, Wissen, Unterhaltung und Netzwerkindustrien). Ms. Sebek saß in verschiedenen ACM Siggraph Jurys für elektronische und Animationstheater sowie den Jurys für Computer Animation, Film und Visual Effects des Prix Ars Electronica 08/09.

Mark Dippé (US)

Mark Dippé (US) beschäftigte sich mit digitaler Filmtechnik seit ihrer Entstehung. In den 80ern arbeitete er für Industrial Light & Magic unter anderem an den Filmen „Abyss – Abgrund des Todes“, „Terminator 2“ und „Jurassic Park“. Um Regie bei dem Film „Spawn“ zu führen, verließ er Industrial Light & Magic. Er führt Regie, produziert und betreut eine Vielzahl an Projekten für Film und TV, welche sich sowohl mit „live action“ als auch Animation auseinandersetzen. Er führt Studios für Computergrafik in Los Angeles und Seoul. Einige Projekte von ihm sind „Paranormal Activity 2“, „Fairly Odd Parents“, „Garfield’s Pet Force“, …

DIGITAL MUSICS & SOUND ART

Ludger Brümmer (DE)

(geb. 1958) studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber und Dirk Reith an der Folkwang Hochschule Essen. Er komponierte Musik für das Nederlands Dans Theater, Den Haag arbeitete mit der Choreographin Susanne Linke sowie mit dem Installationskünstler und Architekten Christian Moeller für Ausstellungen in Tokio, Lissabon und im Science Museum London. Konzertreisen führten ihn nach China, Japan, Kanada sowie ins europäische Ausland insbesondere Großbritannien, Frankreich, Bulgarien, Italien und Ungarn. Von 1991-1993 war er DAAD Stipendiat am „Center for Computer Research in Music and Acoustics“, an der Stanford Universität Kalifornien. Er war Gastkünstler am „Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe“ und lehrte am „Institut für Computermusik und elektronische Medien“ der Folkwang Hochschule Essen. Von 2000 war er als Research Fellow an der Kingston University London und von April 2002 Professor für Komposition am Sonic Art Research Centre in Belfast. Seit April 2003 leitet er das „Institut für Musik und Akustik“ am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und ist Gastprofessor an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2009 wurde er als Mitglied in die Akademie der Künste berufen. Brummers Werke befinden sich im Bereich der elektroakustischen Musik wobei er Aspekte von live Elektronik, Video, Tanz und Oper als auch Instrumentalmusik mit einbezieht. In seinem Oeuvre hat er neben den selbst produzierten Videos auch das Topic Raumkomposition schon von Anfang an exponiert. Viele seiner frühen Werke sind später in einer mehrkanaligen Version für den von ihm konzipierten Klangdom entstanden. (siehe www.zkm.de/zirkonium)

Mike Harding (UK)

(geboren 1957, England) Kurator & Produzent; Universitätsdozent & Verleger; Autor & Herausgeber; gelegentliche Ausstellungen / Installationen / Performances … Er leitete fast 30 Jahre lang das audiovisuelle Label Touch (mit Jon Wozencroft) und sammelte in dieser Zeit viel Erfahrung und Informationen über die Verbreitung kultureller Klänge an ein breiteres Publikum.

Susanna Niedermayr (AT)

geboren 1972 in Wien, Österreich. Studium der bildenden Kunst und Politikwissenschaft in Wien. Von 1995 bis 2000 Mitglied der Wochenklausur, einer internationalen Künstlergruppe mit Basislager in Wien, die seit 1993 auf Einladung renommierter Kunst- und Kulturinstitutionen sozialpolitische Interventionen durchführt. Seit 1996 Journalistin, Moderatorin und Webdesignerin für den ORF (Ö1, FM4), unter anderem auch Moderatorin des ORF Ö1 Kunstradio. 2002 Gründung von line_in:line_out. Seit 2008 Leitung der Redaktion der ORF Ö1 Sendereihe Zeit-Ton, für die Susanna Niedermayr seit 2000 als Redakteurin arbeitet. Weiters Veröffentlichung von Texten in diversen Publikationen und Tätigkeit als Beraterin und Kuratorin, unter anderem für Wien Modern, Wiener Festwochen und Turning Sounds (Warschau). Seit 2007 Co-Kuratorin des ORF musikprotokoll im steirischen herbst. Lebt und arbeitet in Wien.

Marcos Boffa (BR)

(geboren 1962, Belo Horizonte/Brasilien) Marcos Boffa gehört zu den aktivsten Musikorganisatoren in Südamerika und vertritt zeitgenössische brasilianische Musik. Als Direktor von Motor Music in Belo Horizonte betreute er viele Südamerika-Touren internationaler Bands wie Fugazi, Stereolab, Superchunk, Yo La Tengo oder Tortoise. Er studierte 1995/96 Kulturpolitik an der Universität Formation International Culture in Paris/Frankreich. 1999 wurde er künstlerischer Direktor des Eletronika Festivals in Belo Horizonte, einem der wichtigsten Treffpunkte für elektronische Musik in Brasilien. 2004 zog er nach São Paulo und arbeitete dort als künstlerischer Direktor von Festivals wie dem Sonar Sound São Paulo (2004), Nokia Trends (2005), Motomix (2006), Planeta Terra Festival. Von 2006 bis 2010 gehörte er zu den Direktoren des Artemov – International Mobile and Media Art Festivals. Er war Jurymitglied der Transmediale (2006) und nahm an Diskussionsplattformen in Mutek (2005), dem Club Transmediale (2007) und SxSW (2008) teil. Er war außerdem in Zusammenarbeit mit internationalen Kulturinstitutionen (Goethe Institut, Bureaux Export de La Musique Française und British Council) an verschiedenen Musikprojekten beteiligt. Letztes Jahr wurde er zum künstlerischen Direktor der Musikagentur Mondo Entretenimento ernannt.

Isabella Bordoni (IT)

ist Dichterin, Autorin und Interpretin sowie Bild- und Tonkünstlerin. Sie ist in den Bereichen szenische und elektronische Kunst aktiv und begann ihren eigenen künstlerischen Weg in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre in Nordeuropa. Sie führt Regie und kümmert sich um die Dramaturgie am Theater, für das Radio und andere Medien. Sie interessiert sich vor allem für die Poetik des Raumes und den reziproken Einfluss der Organisation des natürlichen und architektonischen Raums auf künstlerische Handlungen. Ihre Aktivität entfaltet sie derzeit in Kunstprojekten, Kuratoren- und Lehrtätigkeiten. Sie arbeitet mit der NABA Nuova Accademia di Belle Arti in Mailand zusammen, dort im Rahmen des postgradualen Lehrgangs für Bildende Kunst und Kuratorische Studien. „Libertà come bene supremo” [Freiheit als oberstes Gut – ein dreitägiges Event über die Beobachtung und Kritik des Zeitgenössischen] ist ein Dauerprojekt, das die Praxis, Politik und Poetik der Erinnerung und über Konzepte der ,poetischen Bürgerschaft’ reflektiert und einige der Hauptthemen der Kunst thematisiert. Am Ende des Langzeitprojekts CONTRO LA PUREZZA [Gegen Reinheit 2008-2011], welches sich mit den gesellschaftlichen Formen von Konsensus und normativen Praktiken beschäftigt, begann Isabella dieses Jahr den Zyklus REFUGEE [2011-2013], eine Reflexion über Politik und Poetik, um eine Utopie zu kreieren, die inhärent im Beziehungsraum zwischen Körper und Landschaft vorhanden ist.

INTERACTIVE ART

Giselle Beiguelman (BR)

ist eine Künstlerin der neuen Medien, Kuratorin und Forscherin, Künstlerische Direktorin des Sergio Motta Institute. (2008-2011) war sie Professorin des Graduate-Programms für Kommunikation und Semiotik der Universität PUC-SP (São Paulo, 2001-2011); ab 2011 wird sie an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der Universität von São Paulo unterrichten. Ihre künstlerische Arbeit wurde international präsentiert, wie z.B. bei Net_Condition (ZKM, Karlsruhe), el final del eclipse (Fundación Telefonica, Madrid), The 25th São Paulo Biennial, Algorithmic Revolution (ZKM), 3rd Sevilla Biennial, Transitio_MX (Mexiko), YOU_ser (ZKM), Geografías Celulares (Fundacion Telefonica, Buenos Aires und Lima), artemov (Belo Horizonte und São Paulo) und den Visual Foreign Correspondents Berlin. Sie war Kuratorin der Nokia Trends (2007 und 2008), der brasilianischen Teilnahme an der ISEA Ruhr (2009) und der Online-Festivals HTTPvideo (2008 und 2010) und HTTPpix (2010). Mehr über ihre Kunst und ihre Texte ist zu finden unter: http://www.desvirtual.com

José Luis de Vicente (ES)

ist ein Kulturforscher, Kurator und Autor, der in den Randbereichen der neuen Medien, digitaler Kreativität und Innovation zu den Themen Design und Kultur tätig ist. Er ist Direktor des Visualizar-Programms über Informationsvisualisierung am Medialab Prado, Madrid und Gründungsmitglied von zzzinc, einem Beratungsunternehmen für kulturelle Innovation in Barcelona. Er war bisher Kurator von Festivals der Neuen Medien wie Sónar, ArtFutura und OFFF; zu seinen jüngsten Projekten gehören Ausstellungen wie Arcadia (Laboral, Gijón), Machine and Souls (Reina Sofia, Madrid) und der Atlas of Electromagnetic Space (AV Festival Newcastle-CCCB Barcelona). Er lehrt, hält Vorträge und schreibt für verschiedene spanische Organisationen über Neue Medien.

Susanne Jaschko (DE)

„Als Kuratorin, Autorin und Lehrende arbeite ich an selbst gesetzten Themen, forsche und vermittle. Im Zentrum meiner Arbeit steht eine experimentelle Kunstpraxis, die das Verständnis von Kunst und ihrer gesellschaftlich-kulturellen Funktion erneuert. Dies bedeutet ein kritisches Hinterfragen traditioneller künstlerischer und institutioneller Praktiken und eine Annäherung an Nachbardisziplinen wie Architektur, Design oder den Wissenschaften. Die digitale Kultur, die meine Generation als erste prägte, ist häufig theoretischer Ausgangspunkt für meine Untersuchungen, hat sie doch unsere Vorstellungen von Autorschaft, Öffentlichkeit, Prozess, Zeit und Raum nachhaltig verändert.“ Dr. Susanne Jaschko (*1967) lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland. Seit 2004 ist sie international als freie Kuratorin, Autorin und Dozentin tätig. Von März 08 bis Mai 09 leitete sie das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm sowie das Artist-in-Residence-Programm des Netherlands Media Art Institute in Amsterdam, Niederlande.Von 1997 bis 2000 war sie Kuratorin der transmediale, Festival für Kunst und digitale Kultur, in Berlin. Später, von 2001 bis 2004, war sie dort auch stellvertretende Leiterin. Als Dozentin war sie bis heute an mehreren Hochschulen, auch im Ausland, tätig. Regelmäßig spricht sie zudem auf Fachkonferenzen und publiziert zu Themen, die im Zentrum ihrer kuratorischen Praxis und Lehre stehen. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte und Germanistik, promovierte sie über das Selbstporträt und Selbstverständnis in der Malerei der SBZ/DDR von 1949 bis in die 80er Jahre an der RWTH Aachen.

Tomoe Moriyama (JP)

ist Kuratorin für Medienkunst am Museum of Contemporary Art in Tokio (MOT). Seit 1989 hat sie über 30 Ausstellungen zu Medienkunst und zur Geschichte der Medien vor der Erfindung des Films organisiert. Am Metropolitan Museum of Photography in Tokio (TMMP) hat sie sich in erster Linie mit neuer Medienkunst und der Geschichte optischer Apparaturen befasst. Sie lehrt Medienkunst als Project Associate Professor an der University of Tokio und ist als Dozentin für Medienkunst an der Waseda University in Tokio und für deren Postgraduiertenkurse sowie an mehreren Kunstschulen tätig. Darüber hinaus ist sie Jurymitglied des Japan Media Arts Festival, Beraterin der Virtual Reality Society Japan (VRSJ). Sie war Jurymitglied des Prix Ars Electronica (2003/2004 in der Kategorie Interaktive Kunst, 2005 in der Kategorie Netzvisionen), war 2005 Jurymitglied des SIGGRAPH Art Gallery and Student CG Wettbewerbs (Japan) und war Gastwissenschaftlerin am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe) und am MIT Media-Lab in Boston (2003). An der Bauhaus-Universität in Weimar, am Pratt Institute in New York und an der UCLA in Los Angeles (2002-2006) hat sie zahlreiche Seminare über Medienkunst abgehalten und war 2007 Gastdozentin am J. P. Getty Research Institute. Sie hat Kunstgeschichte studiert und ihren Master-Abschluss an der University of Tsukuba gemacht. Während der Promotion hat sie im Museumsbüro der Stadtverwaltung von Tokio gearbeitet. Zu ihren Werken zählen u.a. ‚Imagination’(1995), ‚3D – Beyond the Stereography’(1996), ‚Electronically Yours’(Großbritannien, 1998), ‚Mission: Frontier’(2004), ‚Global Media/OTAKU: Persona =Space=City’(2005) sowie Arbeiten für das TMMP. Zudem hat sie mehrere Bücher über Medienkunst veröffentlicht: „Re-Imagination (2002)“, „Inter-media (2003)“, „The Universe of Storyboards (2004)“, „Meta-Visual“ (franz. Ausgabe, 2005) und „Re-Imagination/Post-Digi-graphy“ (2006). 2007 hatte sie am National Art Center in Tokio den ursprünglichen Entwurf für die Ausstellung „The Power of Expression, Japan“, die anlässlich des 10-jährigem Bestehens des Centers gezeigt wurde, entwickelt und die Ausstellung „Haptic Literature“ am TMMP organisiert.

Jeffrey Huang (CH)

leitet das Media x Design Lab an der EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne) in der Schweiz, wo er eine Vollzeitprofessur an den Fakultäten für Architektur und für Computer und Computerwissenschaften ausübt. Er ist außerdem Berkman Fellow an der Harvard University (Berkman Center for Internet & Society). Zusammen mit Muriel Waldvogel hat Huang Convergeo gegründet, eine internationale Designfirma, und leitet diese. Huang untersucht in seiner Arbeit die Konvergenz physischer und digitaler Architektur. Zu seinen aktuellen Projekten gehören Superstudio, ein Experiment mit zukünftigen Designstudios, in denen Menschen und Maschinen gemeinsam am Design beteiligt sind; Organicity, eine Erkundung codebasierter Designmethoden zur Generierung ökologischer Architekturen; Cityrank, ein Experiment mit aufbauenden, durch Mund-zu-Mund Propaganda ermittelten Rangordnungen; Food Urbanism, eine Erkundung von Ernährung und Urbanität; und Towards an Alliance between the Performing Arts and Sciences, eine Erforschung der Veränderlichkeit eines Performance-Raumes bei Einsatz neuer Technologien. Vor seiner Tätigkeit für die EPFL war Huang Professor für Architektur und Digitale Medien an der Harvard Graduate School of Design. Huang hat weiträumig über Themen wie digitale Architektur, Organizität, Telepräsenz und parametrischen Urbanismus publiziert und Vorträge gehalten. Seine Arbeit ist in verschiedenen Medien erschienen, so in CNN, Wall Street Journal, New York Times, Neue Züricher Zeitung, Le Temps, Science und dem Architectural Record. Als Römer und Schweizer Staatsbürger chinesischer Abstammung machte Huang seinen Abschluss als diplomierter Architekt an der ETHZ (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) und legte seine Master- und Doktorgrade an der Harvard University ab, wo ihm auch die Gerald McCue Medaille verliehen wurde.

HYBRID ART

Jens Hauser (DE/FR)

lebt und arbeitet als Kurator, Autor, Videofilmer und Kulturpublizist in Paris. Er beschäftigt sich insbesondere mit Interaktionen zwischen Kunst und Technologie und genreübergreifender kontextueller Ästhetik. Er organisiert interdisziplinäre Konferenzen zu Kunst, Wissenschaft und Philosophie, und hat Ausstellungen kuratiert wie L’Art Biotech (Nantes 2003), Still, Living (Perth 2007), sk-interfaces (Liverpool 2008/Luxembourg 2009/2010), im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Liverpool, sowie die Article Biennale (Stavanger 2008), Transbiotics (Riga 2010), Fingerprints… (Berlin 2011) and Synth-ethic (Wien 2011). 2005 erhielt Hauser den Fund for Arts Research-Stipendiumspreis der American Center Foundation; er ist Gastdozent an Universitäten und internationalen Kunstakademien. Seine aktuelle Forschung am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum untersucht das Paradigma Biomedialität. Hauser war ebenfalls Gründungs-Mitarbeiter des europäischen TV-Kulturkanals ARTE, und hat zahlreiche Radio-Features produziert.

Oron Catts (AU)

Direktor von SymbioticA – Spitzenforschungszentrum für biologische Kunst, Fakultät für Anatomie und Humanbiologie, The University of Western Australia. Gastprofessor für Design Interactions, Royal College of Arts, London. Oron Catts ist ein Künstler, Forscher und Kurator, dessen Arbeit für das Tissue Culture and Art Project (welches er 1996 mit Ionat Zurr initiierte) zur NY MoMA Design-Sammlung gehört und international ausgestellt und präsentiert wurde. 2000 war er Mitbegründer des SymbioticA, eines künstlerischen Forschungslabors, welches zur Fakultät für Anatomie und Humanbiologie der University of Western Australia gehört. Unter Orons Leitung gewann SymbioticA die Goldene Nica des Prix Ars Electronica in der Kategorie „Hybrid Art“ (2007) und wurde 2008 zu einem Spitzenforschungszentrum. 2009 wurden Oron und Ionat durch das Thames & Hudson Buch „60 Innovators Shaping our Creative Future” in der Kategorie „Beyond Design” gewürdigt und vom Icon Magazine (UK) unter die Top 20 Designer gereiht, da sie die „Zukunft gestalten und unsere Arbeitsweise transformieren”. Die letzte von ihm kuratierte Show war die Visceral – the Living Art Experiment in der Science Gallery, Dublin, 2011. Oron forscht seit 1996 an der University of Western Australia und war von 2000-2001 Research Fellow am Labor für Gewebe-Engineering und Organproduktion an der Harvard Fakultät für Medizin, Massachusetts General Hospital, Boston. Er arbeitet mit zahlreichen biomedizinischen Labors in der ganzen Welt zusammen. 2007 war er Gastlehrender am Fachbereich für Kunst und Kunstgeschichte der Stanford University. Derzeit nimmt er an einem „Synthetic Atheistic” Residency-Programm teil, welches gemeinsam von der National Science Foundation (USA) und dem Engineering and Physical Sciences Research Council (UK) finanziert wird, um die Auswirkungen synthetischer Biologie zu erforschen. Zu seinen letzten Kunstprojekten gehören unter anderem Nahrung und Leder aus gezüchtetem Gewebe zu erzeugen, wobei „Steaks“ und „Jacken“ in einem Labor gezogen wurden, um die Möglichkeiten opferloser Tierprodukte zu erforschen; das Pig Wings Project, bei dem verschiedene Flügelpaare aus Knochenmarkstammzellen von Schweinen entstanden, und das Projekt Extra Ear-1/4 Scale, bei der eine Miniatur des linken Ohrs des australischen Performance-Künstlers Stelarc mit menschlichen Knorpelzellen nachgebildet wurde.

Dietmar Offenhuber (AT)

Sein künstlerischer Hintergrund liegt in den Bereichen Architektur, Urban Studies und digitale Medien. Er arbeitet mit räumlichen Aspekten der Kognition, der Darstellung und des Verhaltens. Dietmar ist im Besitz akademischer Grade der TU Wien und des MIT Media Lab. Er war Key Researcher im Ars Electronica Futurelab und dem Ludwig Boltzmann Institut für Media.Art.Research und unterrichtete beim Interface Cultures Programm als Professor der Kunstuniversität Linz. Derzeit forscht er für seine PhD Dissertation im Senseable City Lab des Fachbereichs für Urban Studies and Planning, MIT. Seine Arbeit wurde unter anderem am ZKM Karlsruhe, bei der Ars Electronica, dem Sundance Film Festival, in der Secession in Wien, bei der Seoul International Media Art Biennale und der Arte Contemporaneo in Madrid gezeigt.

Daria Parkhomeno (RU)

(1983) ist Direktorin des LABORATORIA Art&Science Space, Moskau. Sie ist als Kuratorin auf Kunst- und Wissenschaftsinteraktionen spezialisiert. 2008 gründete sie das unabhängige Non-Profit-Zentrum LABORATORIA Art&Science Space – die erste Institution in Russland, die den Schwerpunkt auf den Aufbau einer neuen Beziehung zwischen Kunst, Wissenschaft und der Gesellschaft legte. Daria schuf das Modell interdisziplinärer Plattform-Praktiken, im Rahmen derer Ausstellungen, Diskussionen und Weiterbildungsprojekte miteinander vereint werden. Daria Parkhomenko studierte Soziologie, Kunstgeschichte und Kulturmanagement an der Lomonosov State University in Moskau und der School of Social and Economic Sciences in Moskau. Sie nahm an verschiedenen Symposien und Seminaren teil, darunter „The Digital Oblivion. Substance and ethics in the conservation of computer-based art” ZKM, Karlsruhe, Deutschland; „Syncretic Transcodings 2010″, CIAM, Montreal, Kanada; „Art and Technological Sublime“, Centre of Contemporary Culture „Garage”, Moskau, Russland; „Robot Autonomy?”, LABORATORIA, Moskau, Russland und anderen. Sie war an der Art&Science Arktis-Expedition 2010, Cape Farewell Projekt, London, Großbritannien beteiligt. Daria organisiert Residency-Programme für russische Wissenschaftsinstitutionen und Forschungszentren. Auf dieser Zusammenarbeit basieren ihre kuratorischen Praktiken. So arbeitet sie mit dem National Center for Contemporary Arts (Moskau), dem Moscow Museum of Contemporary Art (Moskau), dem Polytechnical Museum (Moskau), dem Karpov Physical-Chemistry Research Institute (Moskau), dem Kurchatov Scientific Center (Moskau), dem Moscow Institute for Steel and Alloys (Moskau), dem Centre Interuniversitaire des Arts Médiatiques (Montreal, Kanada), dem Itau Cultural (Sao-Paulo, Brasilien) und vielen anderen. www.newlaboratoria.ru

Bronac Ferran (UK)

ist eine unabhängige Forscherin, Autorin und gelegentliche Kuratorin, die im United Kingdom und international in verschiedenen Bereichen der Medien, Kunst, Naturwissenschaften, Recht, Design und Ökologie arbeitet. Sie ist ehemalige Direktorin der Abteilung für fachübergreifende Kunst beim Arts Council England, für den sie an zahlreichen Medienkulturinitiativen in Europa teilnahm und ein Stipendienprogramm für Kunst-und Wissenschaftsforschung sowie Praktika von MedienkünstlerInnen in Industrie- und Forschungskontexten entwickelte. Sie arbeitet intensiv an Projekten zum Thema Brasilien und hat vor Kurzem einen Bericht über Digitalkultur in Brasilien für das niederländische Kulturministerium abgeschlossen. Sie ist Gründungsmitglied des bricolabs network und saß in der Jury für die Transmediale 2009. Ihre Arbeit wird im Rahmen der E-Tribal Arts Kunstausstellung in Cluj, Transsylvanien im Februar 2010 und bei Proyecto Tierra in Bilbao im Mai ausgestellt. Zudem ist sie auf Teilzeitbasis im Fachbereich Innovation Design Engineering des Royal College of Art in London angestellt. Mehr über Ihre Aktivitäten finden Sie unter

DIGITAL COMMUNITIES

Liu Yan (CN/NL)

setzt sich für einen kulturübergreifenden und interdisziplinären Austausch ein; sie ist Unternehmerin und Community Organizerin, außerdem CEO und Mitbegründerin von Xindanwei, einer Co-working Community, die zu den führenden Kreativzentren in Shanghai gehört. Xindanwei dient als Plattform, die neue Ideen, Gespräche und Initiativen unter jungen chinesischen Veränderungsiniatoren und sozialen UnternehmerInnen stimuliert. Liu Yans Bildungshintergrund ist das Kunstmanagement und Marketing. Als unabhängige Beraterin und Vortragende in den Niederlanden und in China von 2004-2007 gehörte sie zum Sachverständigenausschuss für „Kulturunternehmertum“ der Stadt Utrecht und arbeitete als Beraterin für das China-Programm des Dutch Electronic Art Festival (DEAF). Liu Yan spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen und Foren über soziales Unternehmertum und Innovation in China.

Beatrice Achaleke (AT)

ist Initiatorin und Konferenzmanagerin des World Diversity Leadership Summit Europe (http://www.wdls.eu/“www.wdls.eu). Beatrice ist Gründungsdirektorin des AFRA – International Center for Black Women’s Perspectives (www.blackwomencenter.org), welches den ersten Black European Women’s Congress in Wien 2007 organisierte. Derzeit ist sie Präsidentin des Black European Women’s Council (www.bewnet.eu). 2008 gehörte Beatrice zu den ersten schwarzen Frauen, die für Nationalratswahlen in Österreich kandidierten. Sie publizierte das Buch „Voices of Black European Women 1, Challenges, Reflections and Strategies from the Vienna Congress ”, Wien 2009 und den „Lagebericht Schwarzer Menschen in Österreich”, Wien Juli 2010. Beatrice Achaleke studierte Soziologie an der Universität Wien und Rechtswissenschaften an der Universität von Yaoundé in Kamerun.

Tiago Peixoto (BR)

arbeitet derzeit am ICT4Gov Programm der Weltbank. Bevor er dem Team der Bank beitrat, war Tiago als Ratgeber und politischer Konsulent für verschiedene Organisationen im Bereich e-governance tätig, wie für die OECD, die United Nations und die brasilianische und britische Regierung. Er war an der bahnbrechenden Arbeit über den Einsatz von ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie) bei partizipatorischen Regierungsinitiativen beteiligt, welche von der Europäischen Kommission finanziert wurden. Tiago ist außerdem Forschungskoodinator des Electronic Democracy Centre in Zürich, einem Gemeinschaftsunternehmen des Oxford Internet Institute, des European University Institute und der Universität Zürich. Tiago berät unter anderem das Technology for Transparency Network und das e-Democracia Projekt des brasilianischen Parlaments.

Aaron Koblin (US)

ist als Künstler auf Daten- und Digitaltechnologien spezialisiert. Aarons Arbeit nimmt Daten aus der realen Welt und Community generierte Daten und verwendet sie für eine Reflexion über kulturelle Trends und die sich verändernde Beziehung zwischen Mensch und Technologie. Seine Projekte wurden auf internationalen Festivals wie Ars Electronica, SIGGRAPH, OFFF, dem Japan Media Arts Festival und TED vorgestellt. Er bekam den ersten Preis der National Science Foundation für Wissenschaftsvisualisierung und seine Arbeit gehört zur ständigen Ausstellung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York und des Centre Pompidou in Paris. Die UCLA (University of California) verlieh ihm den MFA in Design|Media Arts. 2010 war Aaron Abramowitz-Artist-in-Residence am MIT und derzeit leitet er das Data Arts Team in Googles Creative Lab.

Graham Harwood (UK)

arbeitet derzeit mit Matsuko Yokokoji als YoHa zusammen, was auf Japanisch ,Nachwirkung’ bedeutet. Die beiden leben und arbeiten seit 1994 zusammen. Harwood und Yokokoji gründeten gemeinsam die Künstlergruppierung Mongrel (1996-2007), die auf digitale Medien spezialisiert ist, und riefen Mediashed ins Leben, ein Free Media Lab in Southend-on-sea (2005-2008). 2008 schufen sie mit ihrem langjährigen Mitarbeiter Richard Wright die Installation Tantalum Memorial und gewannen damit den ersten Preis der Transmediale 2009. 2010 produzierte YoHa die Installation Coal Fired Computers, bei der ein hundertjähriger, 35-Tonnen-Dampfmotor eines Schaustellerunternehmens einen Computer mit 1,5 Tonnen Kohle antreibt. Das Projekt involvierte Gruppen von Bergbauaktivisten, wobei Coal Fired Computers die Beziehungen zwischen Macht, Kunst und den Medien artikulierte und auf die Verlegung der Kohleproduktion in entfernte Länder wie Indien und China verweist. Graham Harwood arbeitet am Goldsmiths College, Centre For Cultural Studies, Universität London.

Advisory Board 2011

Christopher Adams (TW), Heitor Alvelos (PT), Aram Bartholl (DE), Robert Bichler (AT), Peter Tomaz Dobrila (SI), Michael Eisenriegler (AT), Cyrus Farivar (US), Carlos Gomez de Llarena (US), Wolfgang Gumpelmaier (AT), Armin Himmelrath (DE), Insulares / Divergentes Research Team, Mike Jensen (ZA), Peter Kuthan (AT), André Lemos (BR), Ronaldo Lemos (BR), Isaac Leung (HK), Silvia Lindtner (AT), Alessandro Ludovico (IT), Andrés Monroy-Hernández (US), Marcus Neustetter (ZA), Margit Niederhuber (AT), Ulrike Reinhard (DE), Martin Richartz (DE), Juliana Rotich (UG), David, Sasaki (US), Moritz Stefaner (DE), Laurent Straskraba (AT), Sun Tian (CN), Otto Tremetzberger (AT), Rob van Kranenburg (NL), Mahir Yavuz (TR), Zhao Jiamin (CN)

[THE NEXT IDEA] VOESTALPINE ART AND TECHNOLOGY GRANT

Horst Hörtner (AT)

ist Medienkünstler und Forscher. Er ist Experte für das Design von Human Computer Interaction und hält verschiedene Patente in diesem Bereich. Hörtner ist Gründungsmitglied des Ars Electronica Futurelab 1996 und leitet seitdem dieses Atelier/Labor. Seit den 1980er Jahren arbeitet er im Bereich der Medienkunst und war Mitbegründer der Medienkunstgruppe x-platz in Graz/Österreich 1990. Horst Hörtner arbeitet an der Schnittstelle von Kunst & Wissenschaft, er hält Vorträge und spricht bei zahlreichen internationalen Konferenzen und an Universitäten.

Wolfgang Müller-Pietralla (DE)

Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer. VW AG, Wolfsburg. Berufliche Stationen: Seit 1992 ist Wolfgang Müller-Pietralla, Diplom-Biologe, im Volkswagen-Konzern tätig und war dort zunächst zuständig für den Aufbau eines konzernweiten Umweltmanagement- systems. Von 1997 bis 2002 war er in unterschiedlichen, gestalterischen Funktionen für die AUTOSTADT GmbH in Wolfsburg tätig. Seit 2002 leitet er die Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer im Volkswagen-Konzern. Im Fokus steht neben der Analyse und Projektion von Zukunftsfaktoren, deren Übersetzung in Unternehmensstrategien, Mobilitäts- und Fahrzeugkonzepte. Tätigkeitsfeld: Seit Oktober 2010 lehrt Wolfgang Müller-Pietralla an der FU Berlin im Masterstudiengang Zukunftsforschung sowie an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel.

Andy Cameron (UK)

ist ein Künstler, Designer, Kurator, Autor und Lehrender. Sein Schwerpunkt liegt auf interaktiven Medien. Andy hat 1994 die antirom studios – ein einflussreiches Kunst- und Designkollektiv – in London mitbegründet. In diesem Jahr baute er auch das Hypermedia Research Centre an der University of Westminster auf. Als Partner bei antirom arbeitete er an vielen internationalen Projekten mit kommerziellen KlientInnen und Kunstinstitutionen und gewann D&AD und BIMA Auszeichnungen für interaktives Design. Er publizierte zudem zwei kritische Essays: ,Dissimulations, the Illusion of Interactivity’ und ,The Californian Ideology’ (mit Richard Barbrook). 1999 war er einer der Gründer des Studios Romandson Interactive in London. 2001 wurde er Gastdozent für Kunst und später Kreativdirektor für interaktives Design bei Fabrica, Benettons Kreativschmiede und Forschungszentrum in Italien. Bei Fabrica zeichnete er für Forschungsprogramme über interaktive Medien verantwortlich und organisierte Workshops mit Gastdozenten für Kunst wie Yugo Nakamura, Golan Levin, Amy Franchesini, Casey Reas und Zach Lieberman. Er leitete außerdem Benettons online- und interaktive Kommunikationsstrategie. So konzipierte Andy 2002 „United People“, eine Video-Installation für die Shops und die Online-Community der Benetton Megastores weltweit. Andy revitalisierte Benettons Webkommunikation und entwickelte verschiedene innovative Marketingprojekte für das Unternehmen, darunter eine interaktive Geschäftsauslage, einen Marketing TV-Kanal für die Shops – UCBTV – und eine Webseite mit kreativen Spielen für junge Leute – benettonplay. Andys interaktive Installationen finden sich in Museen, Kunstgalerien und öffentlichen Räumen, darunter Jam im Barbican Kunst- und Konferenzzentrum in London 1995; DARE im Museum of the Moving Image in New York, 2003; I’ve Been Waiting for You in Seoul 2006; Remote Control im MoCA Shanghai, 2007; und Les Yeux Ouverts im Centre Pompidou in Paris, 2006; sowie auf der Mailänder Triennale 2007 und im Museum of Art, Shanghai, 2007. Venetian Mirror, eine seiner wichtigsten Installationen in Zusammenarbeit mit Sam Baron, wurde im Decode im Victoria and Albert Museum, London von September 2009 bis April 2010 gezeigt und ist derzeit auf Tour in Peking und Moskau. Andy unterrichtet und schreibt über die Politik und Ästhetik interaktiver und Netzwerkmedien. Er veröffentlichte ,The Art of Experimental Interaction Design’ für das Magazin IdN, 2004, eine wichtige Studie über 30 der aufregendsten InteraktivkünstlerInnen der ganzen Welt. Zu seinen neuesten Lehrverpflichtungen gehören die University of Venice, die Bocconi University in Mailand und die Londoner University of the Arts. Andy war Jury-Mitglied der interaktiven Jury beim Prix Ars Electronica 2008 und 2009 und ist Mitglied der IADAS (International Academy of Digital Arts and Sciences) sowie Preisrichter bei den Webby Awards. 2009 wurde Andy zum Exekutivdirektor bei Fabrica ernannt. Daraufhin setzte sich Andy mit der Kampagne ITS MY TIME mit der Entwicklung von Benettons online und storebasierten Marketing Kommunikation auseinander: ITS MY TIME ist ein globaler Casting-Wettbewerb, der für das Unternehmen Millionen Seitenaufrufe pro Tag erzielte. Im September 2009 rief Andy „Future of Retail“ ins Leben, eine Forschungszusammenarbeit zwischen Fabrica, Telecom Italia, dem Ars Electronica Futurelab und der London University of the Arts, um den Shopverkauf neu zu erfinden und zu gestalten. Andy führt Regie bei „filmit“, einem innovativen Internet-Video-Projekt für Grundschulen in Großbritannien und Indien, entwickelt für den Helen Hamlyn Trust. Die Werbeagentur Wieden + Kennedy London bat ihn im Mai 2010 als Interaktiver Kreativdirektor bei ihnen einzusteigen: Zu seinem Aufgabengebiet gehört hier die Entwicklung des interaktiven und digitalen Denkens in der Agentur. Andy arbeitet zudem an einer Reihe wichtiger W+K Agenden und unterstützt „Platform“ – W+K Londons Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Zu Andys Engagements als Juror im in den Bereichen interaktives Design und Marketing 2011 gehören D&AD Digital Advertising, das Creative Review Annual, Creative Circle, die Webbys und die Ars Electronica. Schließlich schreibt Andy eine monatliche Kolumne über interaktives Design für das Magazin Creative Review.

Michael Sterrer-Ebenführer (AT)

Corporate Advertising and Sponsoring. voestalpine AG

Karin Mairitsch (AT)

U19

Sirikit Amann (AT)

(geb. 1961) hat Politik-, Theater- und Wirtschaftswissenschaften in Wien, München und Boston studiert. Seit den 80er Jahren beschäftigt sie sich hauptsächlich mit kultureller Bildung im Spannungsfeld von Kultur, Bildung und neuen Medien auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 2006 kuratiert Sirikit Amann die „Young Animations“ im Namen der Ars Electronica.

Gerlinde Lang (AT)

ORF, Radio FM4. Gerlinde Lang studierte Soziologie, als sie mit 19 Jahren den Ruf von FM4 vernahm. Seither ist sie für den öffentlich-rechtlichen Jugend/Kultur-Sender Redakteurin, Modekolumnistin, Vermittlerin digitaler Lebensaspekte, Webhost auf http://fm4.orf.at/gerlindelang und vor allem Moderatorin. Sie unterrichtet Radioworkshops, moderiert auf der FM4-Bühne am Donauinselfest oder bei den Slow Fashion Awards und arbeitet hart beim sommerlichen FM4 Frequency Festival. Der alljährliche Besuch auf der Ars Electronica ist natürlich auch ein Highlight! Privat interessiert sie sich für das Präparieren von Vögeln, Gleichberechtigung, verwegene Outfits und ist Modebloggerin – alles in schönster Eintracht.

Martin Hollinetz (AT)

OTELO – Offenes Technologielabor. Sozial- und Berufspädagoge, Regionalentwickler und leidenschaftlicher Vertreter der Digital Bohème. Der Wunsch, die bürgerlichen Werte und Normen, die als einschränkend erlebt werden, zu überwinden und der Wunsch nach Identitätsfindung und kreativer Freiheit bildeten ab 1993 die Grundlage für die Gründung und Begleitung einer Reihe von Betriebsgründungen, Projekten und Vereinen rund um das Thema Arbeit, Jugendkultur, IT und Medien. Eine vorrübergehend „Festanstellung“ im Bereich der Regionalentwicklung ermöglichte die Gründung der OTELOs in Gmunden, Vöcklabruck und Kirchdorf mit dem Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Medien, Textilkunst und Robotik und Ausstellungsentwicklungen für Kinder bis 10 Jahren.

Robert Praxmarer (AT)

ist ein Multimedia-Künstler und Entwickler sowie derzeit Fachbereichsleiter für Augmented Reality & Computer Game Development an der Fachhochschule Salzburg / Bachelor Program MultiMediaTechnology und wissenschaftlicher Leiter des Center for Advances in Entertainment Technologies (CADET). Im Alter von 10 Jahren begann für ihn mit seinem ersten Computer eine Achterbahnfahrt durch eine neue Welt. Er erhielt internationale Auszeichnungen und Förderungen (Medienkunstpreis Salzburg, Podium09 Stipendium, ElektronikLand, ehrenhafte Erwähnung beim UNESCO Digital Arts Award, Crossing Europe, Upcoming Artist Award Madrid usw.). Er hat in der ganzen Welt ausgestellt, so unter anderem bei der ARCO, im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Linz09, Play Cultures, der Ars Electronica, Crossing Europe, VisionSonic, Cynet Art, dem Microwave Media Festival usw. und war Artist-in-Residence des Programms „Les pepinieres pour les jeunes artistes” der Europäischen Union, dem CIANT Medienlabor in Prag und dem „Cité des Arts”-Programm in Paris. Seine Forschung und seine Arbeiten bewegen sich im Umfeld der interaktiven Kunst mit besonderem Fokus auf interaktiven, performativen Arbeiten (Theater, Tanz, musikalische Visualisierung), Computerspielen, Animationen der erweiterten Realität und Echtzeit 3D Animationen, kombiniert mit Video.

Gottfried Haider (AT)

(geb. 1985) hat Digitale Kunst in Wien und Rotterdam studiert. Erste Schritte beim Prix Ars Electronica 1998 im Alter von 13, seitdem kontinuierliche Arbeit an begehbaren Soundscapes, der algorithmischen Manipulation von Raum und Formen der Programmierung. Beteiligungen bei s.g. „Medienkunst“-Festivals und Ausstellungen im In- und Ausland (etwa „Dadamachinima“ in Amsterdam und Antwerpen, International Symposium on Electronic Art 2010, transmediale, GOGBOT 2010 Enschede, Interdisciplinary College 2010, Mobile Music Workshop 2007 und 2008).