Art Thinking

Was ist die Rolle der Kunst im 21. Jahrhundert? Und wie können wir die Kunst für eine bessere zukünftige Gesellschaft einsetzen?

Kunst schafft kreative Fragen und Design schafft kreative Lösungen. Kunst ist ein Katalysator für die Gestaltung einer besseren zukünftigen Gesellschaft, ein Weg, um neue Perspektiven zu eröffnen, die Neugierde zu wecken, hinter die Kulissen zu schauen und kreative Lösungen anzuregen. Art Thinking ist ein Prozess der Anwendung künstlerischen Denkens und einer künstlerischen Sichtweise auf ein breiteres Spektrum von Herausforderungen.

Wie können wir menschlicher werden? Wie können Mikroben die Erde schützen? Wie können wir mit der Technologie als unserer zweiten Natur koexistieren? Künstler*innen haben schon immer die Macht der Fragen verstanden. Sie gehen vom Geistigen zum Materiellen, von der Funktion zur Form, von der Naturwissenschaft zur Sozialwissenschaft über, auf der Suche nach der besten Verbindung von Thema, Medium und Ausdruck. Sie spüren soziale und technologische Trends auf, die noch keinen Namen haben, und geben ihnen eine Form, um diese Mikrotrends greifbar zu machen. Wir bezeichnen diesen Prozess als Art Thinking.

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Design Thinking ist wirksam, um kreative Lösungen für die Zukunft zu schaffen und zu gestalten. Auf der anderen Seite ist Kunst effektiv, um die vielen Möglichkeiten und Probleme aus einer 360-Grad-Perspektive zu betrachten. Design ist eine Lösung, um eine Dienstleistung oder ein Produkt zu gestalten – es kann eine Richtung vorgeben. Kunst dagegen ist wie ein Kompass. Denn oft neigen wir dazu, die grundlegende Frage zu vergessen: Wofür ist das Design da? Wofür die Richtung? Und genau hier setzt Art Thinking an. Wir erörtern grundlegende, essenzielle Fragen als Ausgangspunkt für die Zukunft. Wir müssen einen Kompass dafür erstellen, wo wir stehen, und wir müssen uns ansehen, welche Möglichkeiten wir haben, um voranzukommen.


In diesem Forschungsthema untersuchen wir die Art-Thinking-Programme für Teilnehmer*innen verschiedener Disziplinen, die aus inspirierenden Führungen, Vorträgen, Workshops, Prototyping und Aktionen bestehen. Art Thinking als gemeinsame treibende Kraft verbindet unterschiedliche Hintergründe von Kreativen, Industrie, Regierungen und Bürger*innen, indem es eine kreative Denkweise kultiviert, die die Gesellschaft in Frage stellt. Nicht nur als Forschungsgebiet, sondern auch als neue transdisziplinäre Methodik hat Art Thinking das Potenzial, Innovation, Strategie, Bildung und Politik zu fördern.

Wir glauben, dass Kunst und künstlerisches Denken der beste Weg sind, um selbst die komplexesten von der Menschheit geschaffenen Themen und Systeme zu verstehen, seien sie nun gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch oder technologisch. Kunst hat die Kraft, bestehende Überzeugungen zu hinterfragen, gängige Wahrnehmungen in Frage zu stellen und einen Weg zu finden, über den Tellerrand zu schauen.

Ziel dieser Forschungsinitiative ist es, Bürgerinnen und Bürger zu befähigen, die verschiedenen gesellschaftlichen und technologischen Komplexitäten, mit denen wir in der heutigen schnelllebigen und fluktuierenden Umwelt konfrontiert sind, mit der neuen Einstellung des künstlerischen Denkens zu bewältigen.

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Inside Futurelab: Art Thinking Tour at Ars Electronica Center

Prozess: Erstellen Sie Ihren Kompass und stellen Sie sich die Zukunft vor.

Im Ars Electronica Futurelab entwerfen Art-Thinking-Expert*innen Programme, die den Bedürfnissen der verschiedenen Partner*innen entsprechen. Das Programm besteht in der Regel aus drei Phasen: Inspiration, Entwicklung und Prototyping.

In der Inspirationsphase erfahren die Teilnehmer*innen, wie sie kreative Fragen generieren können, indem sie eine Vielzahl von Kunstwerken im Ars Electronica Center und beim Ars Electronica Festival erleben und an speziellen Workshops wie dem Art Thinking Card Workshop teilnehmen.

In der Entwicklungsphase werden die in der Inspirationsphase entdeckten Fragen in Missionen für die Partner*innen verfeinert und ein konkreter Aktionsplan zur Umsetzung dieser Missionen entwickelt. Das Ziel dieser Phase ist es, die zukünftigen Ideen zu konzipieren und zu skizzieren.

In der Prototyp-Phase setzen wir diese Vision durch Forschung und Entwicklung um. Die verschiedenen Künstler*innen, Forschenden und Partner*innen des Futurelab arbeiten zusammen, um eine greifbare Zukunft zu schaffen und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren, um Feedback zu erhalten und einen sozialen Dialog anzuregen.

Indem wir diese drei Phasen wiederholen, wenden wir Art Thinking auf die Personalentwicklung unserer Partner*innen und die Schaffung einer neuen Innovationskultur an.


Publikationen

Art Thinking Program
Hakuhodo (JP) x Ars Electronica (AT), pp.382, Ars Electronica 2022: Festival for Art, Technology, and Society: Welcome to Planet B – A different life is possible. But how?

Art Thinking Program
Hakuhodo (JP) x Ars Electronica (AT), pp.242-pp.243, Ars Electronica 2020: Festival for Art, Technology, and Society: In Kepler’s Gardens – A global journey mapping the ‘new’ world

Art Thinking
Hideaki Ogawa, pp.379, Ars Electronica 2020: Festival for Art, Technology, and Society: In Kepler’s Gardens – A global journey mapping the ‘new’ world

Ars Thinking School
pp.28-pp.29, Ars Electronica 2019: Festival for Art, Technology, and Society: Out of the Box – The Midlife Crisis of the Digital Revolution

Ars Electronica Tokyo Initiative
Rena Tanaka (Hakuhodo Inc.), Hideaki Ogawa (Ars Electronica Futurelab)
pp.354-pp.355, Ars Electronica 2017: Festival for Art, Technology, and Society: AI – das andere Ich

Art Thinking Program
Hideaki Ogawa
pp. 176-pp.177, Ars Electronica 2016: Festival for Art, Technology, and Society: RADICAL ATOMS and the alchemists of our time

New Ways of Thinking: The Future Catalysts
Hideaki Ogawa, Markus Scholl
pp. 174-pp.175, Ars Electronica 2016: Festival for Art, Technology, and Society: RADICAL ATOMS and the alchemists of our time

Developing Prototypes for the Future
Kristefan Minski, Hideaki Ogawa and Kyoko Someya
pp. 173, Ars Electronica 2016: Festival for Art, Technology, and Society: RADICAL ATOMS and the alchemists of our time

Post City Kit Initiative by Future Catalysts Hakuhodo x Ars Electronica
Hideaki Ogawa, Ars Electronica + Kazuhiko Washio, Hakuhodo
pp.96 – pp.97, Ars Electronica 2015: Festival for Art, Technology, and Society: Post City Habitats

Future Catalysm: Artists as Catalysts for a Creative Society
Hideaki Ogawa
pp.27-pp.28, Ars Electronica 2014: Festival for Art, Technology, and Society: C…What It Takes to

The Future Innovators Summit
Ars Electronica
pp.25-pp.26, Ars Electronica 2014: Festival for Art, Technology, and Society: C…What It Takes to

Shadowgram: a case study for social fabrication through interactive fabrication in public spaces
Hideaki Ogawa, Martina Mara, Christopher Lindinger, Matthew Gardiner, Roland Haring, David Stolarsky, Emiko Ogawa, Horst Hörtner
February 2012 TEI ’12: Proceedings of the Sixth International Conference on Tangible, Embedded and Embodied Interaction, Publisher: ACM

SWITCH: case study of an edutainment kit for experience design in everyday life
Matthew Gardiner, Hideaki Ogawa, Christopher Lindinger, Roland Haring, Emiko Ogawa, My Trinh Gardiner, Martina Mara, Horst Hörtner
February 2012 TEI ’12: Proceedings of the Sixth International Conference on Tangible, Embedded and Embodied Interaction. Publisher: ACM

Social brainstorming via interactive fabrication
Matthew Gardiner, Christopher Lindinger, Roland Haring, Horst Hörtner, Hideaki Ogawa, Emiko Ogawa
November 2011 ACE ’11: Proceedings of the 8th International Conference on Advances in Computer Entertainment Technology. Publisher: ACM

The city at hand: media installations as urban information systems.
Roland Haring, Hideaki Ogawa, Christopher Lindinger, Horst Hörtner, Shervin Afshar, David Stolarsky
October 2010 NordiCHI ’10: Proceedings of the 6th Nordic Conference on Human-Computer Interaction: Extending Boundaries. Publisher: ACM

Introducing the FabLab as interactive exhibition space
Irene Posch, Hideaki Ogawa, Christopher Lindinger, Roland Haring, Horst Hörtner
June 2010 IDC ’10: Proceedings of the 9th International Conference on Interaction Design and Children. Publisher: ACM

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