Prix Day

A Plantless Planet: Art and Science as a Tool for Plant Resistance

Claudia Schnugg (AT), Ekaterina Nikitina (RU), Gabino Carballo (ES), Tatiana Kourotchkina (RU), Zackery Denfeld (US)

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Sonntag, 11. September 2022, 10:00 - 11:00
Alle Termine werden in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ / UTC+2) angegeben.
KEPLER'S GARDENS, Keplergebäude, Lecture Hall 1
EN
+ via the livestream of the Ars Electronica Channel

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Panel Discussion with Q&A

Da die Krise der biologischen Vielfalt und der Klimanotstand das Leben auf der Erde unerträglich zu machen drohen, haben Praktiken, Ansätze und Ästhetik aus Kunst und Wissenschaft das Potenzial, einen neuen Rahmen für die Entwicklung von Werkzeugen und Strategien gegen die Krise der biologischen Vielfalt zu schaffen. Entstanden aus dem Creative Europe Projekt „Roots & Seeds: Biodiversitätskrise und pflanzlicher Widerstand“ wird ein internationales Gremium aus Künstlern, Wissenschaftlern und Forschern, deren Praxis sich um Kunst und Wissenschaft dreht, dem Publikum ihre Ergebnisse und Emotionen in Bezug auf den Notstand, in dem wir derzeit leben, mitteilen.

Chair:
Claudia Schnugg (AT)

Speaker:
Ekaterina Nikitina (RU)
Gabino Carballo (ES)
Tatiana Kourotchkina (RU)
Zackery Denfeld (US)

Biographies

Ekaterina Nikitina (RU) ist Forscherin auf dem Gebiet der critical animal studies, promovierte Literaturwissenschaftlerin (Universität Schlesien, Polen) und ist Mitglied des Posthuman Studies Lab – einer postdisziplinären Forschungsplattform, die Wissenschaftler, Künstler und Philosophen zusammenbringt, um das ökologische und politische Erbe der postsowjetischen Gebiete gemeinsam zu überdenken. Alle Untersuchungen des Posthuman Studies Lab sind auf der Website ferations.world zusammengefasst.

Gabino Carballo (ES): Landschaftsarchitekt und Projektmanager mit umfassender Erfahrung in der Anwendung von naturbasierten Lösungen, der Förderung der städtischen Biodiversität und der Gestaltung und Verwaltung von Grünflächen. Er arbeitet seit über sechzehn Jahren als interner Berater für die Kommunalverwaltung von Barcelona, wo er an der Umsetzung von Einbürgerungsstrategien und -techniken mitwirkte. Davor war er sowohl in Spanien als auch in anderen Ländern in der öffentlichen, betrieblichen und privaten Landschafts- und Gartengestaltung tätig. Er hält regelmäßig Gastvorträge in verschiedenen akademischen Einrichtungen und ist Autor mehrerer Fachpublikationen, Artikel und Aufsätze. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des spanischen Verbandes für öffentliche Parks und Gärten und dort zuständig für Kommunikation und internationale Beziehungen. Er hat ein langjähriges Interesse an Kunst, Design und deren Beziehung zu Stadtplanung und Umwelt.

Tatiana Kourotchkina (RU): Master in Landschaftsarchitektur an der Universität für Architektur in Venedig, mit Schwerpunkt auf Landschaftsforschung im Bereich der städtischen Biodiversität und Ökologie, Kuratorin und Produzentin von Kunst im Zusammenhang mit der Wissenschaft. Gründerin der Kunst- und Wissenschaftsstiftung Quo Artis (Barcelona, ES) und Kolumnistin für Retina Tendencias (El País, ES).

Das Center for Genomic Gastronomy ist eine von Künstlern geleitete Denkfabrik, die 2010 von Cathrine Kramer (NO) und Zack Denfeld (US) gegründet wurde und sich mit den Biotechnologien und der biologischen Vielfalt menschlicher Lebensmittelsysteme beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, Kontroversen im Lebensmittelbereich zu kartieren, alternative kulinarische Zukünfte zu entwerfen und sich ein gerechteres, biodiverses und schöneres Lebensmittelsystem vorzustellen. Seit 2013 werden sie von der Künstlerin Emma Conley (USA) unterstützt und sind derzeit in Amsterdam (NL) und Porto (PT) ansässig.

Claudia Schnugg (AT) hat einen Doktortitel in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit einem zusätzlichen Schwerpunkt auf Kulturwissenschaften und Medienkunst. Sie erforscht als Wissenschaftlerin künstlerisch-wissenschaftliche Kooperationen und untersucht die Auswirkungen eines solchen künstlerisch-wissenschaftlichen Austauschs auf die beteiligten Akteure, Organisationen und die Relevanz der Ergebnisse. Dabei erforscht sie auch neue Wege für den Einsatz künstlerischer Strategien in der wissenschaftlichen Forschung. So ist sie derzeit Principal Investigator des DIGI-Sense Projekts an der Johannes Kepler Universität Linz und führt Forschungen zu kunstwissenschaftlichen Prozessen für das Roots & Seeds XXI Projekt durch. Als Kuratorin arbeitet sie mit kunstwissenschaftlichen Prozessen, Projekten und Programmen, entwickelt aber auch Ausstellungen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Derzeit kuratiert und berät sie Artist-in-Residence-Programme und kunstwissenschaftliche Projekte der Europäischen Weltraumorganisation/ESTEC, des Instituts für Stammzellen und Epigenetik am Helmholtz-Zentrum München, der Wissenschaftsgalerie Berlin und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Ihr neuestes Buch ist Creating Art Science Collaborations (2019), erschienen bei Palgrave Macmillan.

Credits

Roots & Seeds XXI. Biodiversity Crisis and Plant Resistance is an international Creative Europe project between Ars Electronica (AT), Leonardo/OLATS (FR), University of Barcelona (ES) and Quo Artis (ES) as lead partner. The project aims to improve action and behavioural commitments to sustainability by using Art & Science practices, approaches, and aesthetics to develop an emotional connection for sustainable organizing and living, trying to contribute to our botanical literacy.