S+T+ARTS Day

Residency. But How?

Christian Rauch (DE), Aimee Van Wynsberghe (CA), Irakli Sabekia (GE), Marjan Žitnik (HR), Robertina Šebjanič (SI)

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Freitag, 9. September 2022, 17:45 - 18:45
Alle Termine werden in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ / UTC+1) angegeben.
KEPLER'S GARDENS, Keplergebäude, Lecture Hall 1
EN
+ via the livestream of the Ars Electronica Channel

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Panel Discussion and Q&A

Residencies bieten Künstler*innen und Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihren jeweiligen Blickwinkel zu wechseln – von der Arbeit in einem Atelier zur Erprobung ihrer Fähigkeiten in einem Laborkontext und umgekehrt – und fördern so den Austausch von Ideen und die Entwicklung neuer konzeptioneller Modelle zur Problemlösung.

Nachhaltige Lösungen für komplexe Herausforderungen erfordern die Fähigkeit, das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Innovationszentren, Kreativen und Bürger*innen können neue Erkenntnisse und innovative Methoden und Prototypen entwickelt werden.

Initiativen wie STARTS4Water zielen daher darauf ab, Künstler*innen, Forscher*innen, Technologieexpert*innen und andere Interessengruppen dabei zu unterstützen, eine gemeinsame Basis und Sprache zu finden, um auf regionale Herausforderungen im Kontext mit Wasser zu reagieren, wie z. B. sauberes Wasser als Grundrecht für alle Menschen und den Schutz des Lebens in unseren Ozeanen, Meeren und für alle Meereslebewesen.

Residency. But How? konzentriert sich auf das Potenzial von Residencies als wirksame Instrumente für den Wandel hin zu einer gerechteren und nachhaltigeren Zukunft, indem sie die Sichtweisen von Wissenschaft, Kunst und Technologie zusammenführen und die Zusammenarbeit in Forschung und Praxis erleichtern.

Chair:
Christian Rauch (DE)

Speakers:
Aimee Van Wynsberghe (CA)
Irakli Sabekia (GE)
Marjan Žitnik (HR)
Robertina Šebjanič (SI)

Biographies

Christian Rauch (DE) ist ein Forscher und sozialer Unternehmer, der an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst, Gesellschaft und Wirtschaft arbeitet, um zukünftige Möglichkeiten für eine nachhaltige Gegenwart zu erforschen. Er ist Gründer und Leiter von STATE, einer in Berlin ansässigen Initiative, die mit Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Europäischen Kommission, der Fraunhofer-Gesellschaft oder XPRIZE zusammenarbeitet, um transdisziplinäre kulturelle und künstlerische Programme zu schaffen, die die Fragen, die unsere Zukunft bestimmen, neu überdenken und Kreativität ohne Grenzen ermöglichen. Ein Schwerpunkt von Christians Arbeit liegt auf der Frage, wie man zukunftsorientierte Gruppenintelligenzprozesse ermöglichen kann. In diesem Zusammenhang hat er Werkzeuge wie die AKAW-Zukunftsdenkkarten und Futures Canvas, eine digitale Plattform für kollektive Spekulationen und gemeinsame Zukunftsvisionen, entwickelt. Er ist Gastprofessor am European Center for Executive Education (CEDEP) von INSEAD, Keynote-Speaker sowie Moderator und arbeitet mit Führungskräften und Entscheidungsträgern, um deren Fähigkeiten zum Zukunftsdenken zu verbessern. Christian hat in Berlin und Sydney Physik studiert und an der Aalto-Universität Helsinki zu erneuerbaren Energien promoviert, bevor er für ein deutsches Forschungsinstitut im Bereich Wissenstransfer und Innovationsmanagement arbeitete. Er unterstützt die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften als Mitglied der Expertenbank Kommunikationswissenschaft, ist Mitglied des Kuratoriums des BIOTOPIA-Museums und Jurymitglied des Deutschen Kreativwirtschaftspreises „Kultur- und Kreativpiloten“ des BMWi. Als aktiver Fellow des Responsible Leader Netzwerks der BMW Stiftung setzt er sich als Teil eines internationalen Netzwerks von Changemakern für eine nachhaltige Entwicklung ein.

Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe ist nicht nur das Gesicht der neuen Wissenschaftspartnerschaft, sondern auch Jurymitglied und Betreuerin der ArtScience Residency. Mit ihrem Sustainability AI Lab, das an der Universität Bonn angesiedelt ist, wird sie die Forschung hinter und die Entwicklung der neuen Kunstwerke unterstützen.

Irakli Sabekia (GE) ist ein in Amsterdam lebender georgischer Designer und Kunstforscher. Der Absolvent der Design Academy Eindhoven verfügt über einen Background in Naturwissenschaften und visueller Kommunikation und erforscht in seinen Arbeiten die Rolle des Menschen im Verhältnis zu künstlichen und natürlichen Systemen. Indem er sich mit Politik, Gesellschaft und Technologie auseinandersetzt, zielt er darauf ab, Freiräume für alternative Erzählungen und die Neubewertung bestehender Strukturen zu schaffen. Er bedient sich sowohl künstlerischer als auch wissenschaftlicher Methoden und schafft Installationen, Interventionen und interaktive Erlebnisse, um mit den Betrachter*innen in einen Dialog zu treten und einen vielschichtigen Einblick in die von ihm behandelten Themen zu ermöglichen.

Marjan Žitnik (HR) was born 28th March 1990 in Dubrovnik, Croatia. During his primary and high school, he played piano (won 2 national and 1 international award). Besides art he showed interest in computers and digital design. After getting master degree in computer engineering he founded several mobile-app-based startups, and recently worked as the Product Manager in Photomath (several times #1 AppStore educational app Worldwide, +200M downloads). His biggest passion since he was a kid was fishing, which his family taught him of, and he never missed the opportunity to get back to the boat. In 2018 he founded Maritimo Fishing with the slogan „Fish like locals do“, which offers customized boat & kayak fishing trips. In 2019 the company presented Maritimo Shop, an online store offering fishing womenswear & menswear. In 2020 the company founded the organisation Maritimo Recycling, which cleans the Adriatic sea from plastic, and designing recycled fishing lures which will be presented to the public in 2021.

Robertina Šebjanič (SI) ist eine Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit den ökologischen, (geo)politischen und kulturellen Gegebenheiten der aquatischen Umwelt und den Auswirkungen des Menschen auf andere Organismen beschäftigt. Ihre Projekte fordern die Entwicklung empathischer Strategien zur Anerkennung der anderen (nicht-menschlichen) Arten. In ihrer Analyse des Anthropozäns und seines theoretischen Rahmens verwendet die Künstlerin die Begriffe „Aquatozän“ und „aquaforming“, um sich auf den Einfluss des Menschen auf die aquatische Umwelt zu beziehen. Ihre Arbeiten erhielten Preise und Nominierungen beim Prix Ars Electronica, Starts Prize, Falling Walls. Ihr Kunstwerk Aurelia 1+Hz / proto viva generator (artist proof) ist seit 2019 Teil der .BEEP {collection;} der Electronic Art Collection in Spanien. Sie stellte bei Einzel- und Gruppenausstellungen sowie in Galerien und auf Festivals aus: Ars electronica in Linz, Kosmica Festival Laboratorio Arte Alameda in Mexico City, Matadero in Madrid, La Gaîté Lyrique in Paris, Le Cube in Paris, MONOM CTM in Berlin, Art Laboratory Berlin, ZKM in Karlsruhe, re:publica in Berlin, Mladi Levi in Ljubljana, Centro de Cultura Digita in Mexico City, Piksel in Bergen, OSMO/ZA in Ljubljana, Device art 5. 015 in Klovičevi dvori in Zagreb, Eastern Bloc in Montreal, Eyebeam in New York, PORTIZMIR#3 in Izmir, Kiblix Festival in Maribor, Spektrum in Berlin, KIKK Festival in Namur, +MSUM (Museum of Contemporary Art Metelkova) in Ljubljana und mehr.

Credits

The ArtScience Residency is enabled by the partnership of Ars Electronica and Art Collection Deutsche Telekom and with the support of Sustainable AI Lab of the University Bonn.

S+T+ARTS Day is supported by the European Project Repairing the Present which has received funding from the European Commission’s Directorate-General for Communications Networks, Content and Technology under grant agreement LC01641664.